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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Barbaren-Box

Story:
Ator – Der Barbar
Ator (Miles O’Keefe) ist auf einem Rachefeldzug gegen den Spinnenkult, der vom Hohepriester Dakkar (Daker) angeführt wird. Der Grund für seine Rachegelüste ist die Auslöschung seines Dorfes zu einer Zeit, als er selbst noch ein Baby war.

Ator – Der Barbar kehrt zurück
Akronas (Charles Borromel) hat eine mächtige Materie mit schier unendlicher Kraft entdeckt. Als sein ehemaliger Schüler Zor (David Brandon) die Formel stiehlt, schickt er seine Tochter Mila (Lisa Foster) los, um einen anderen Schüler von sich auf die Fersen von Zor zu hetzen – Ator (Miles O’Keefe).

Der unbezwingbare Barbar
Nach der Ermordung seiner Eltern wird Thor (Luigi Mezzanotte) vom Magier Etna (Christopher Holm) großgezogen, von dem er im Kampf unterrichtet wird. Seine ganze Wut richtet sich gegen Gnut (Raf Baldassarre), der für den Tod seiner Eltern verantwortlich ist.

Barbaren – Stärker als Feuer und Eisen
Vood (George Eastman) hat seinen Vater bei der Jagd erschlagen, damit er selbst der Anführer des Stammes werden kann. Ela (Sam Pasco) überführt ihn als Mörder, weswegen er vom Stamm verbannt wird. In der Verbannung lernt er Lith (Pamela Prati) kennen, die ihn dazu bringt, seinen alten Stamm zu erobern. So kommt es zum Zweikampf mit Ela um den Platz des Stammesherrschers.  

Meinung zum Film:
Die beiden Ator-Teile gehören sicherlich zu den bekannteren Beiträgen des italienischen Barbaran-Fantasy-Kinos, das nach dem Erfolg von „Conan, der Barbar“ wieder einmal auf einen finanziell erfolgsversprechenden Zug aufsprang. Miles O’Keefe („Tarzan – Herr der Affen“) spielt hier die Titelrolle und kommt als Archetyp des wortlosen Einzelgängers daher, was sicherlich bereits das gesamte Spektrum seiner Möglichkeit beinhaltet. Doch außer böse dreinschauen und die Muskel spielen zu lassen in den Kampfszenen, bzw. verletzt dreinschauen und den Beschützer zu geben bei den Frauen, verlangt die Rolle ohnehin nichts weiter von ihm. Die Action ist weitestgehend in Ordnung, wobei Dinge wie das riesige Spinnennetz, das offensichtlich nur aus verknüpften Seilen besteht oder die Riesenschlange, die nichts anderes als wiederverwertete Autoreifen zu sein scheint, sorgen dafür, dass der Trash-Faktor bei den beide Ator-Teilen keinesfalls zu kurz kommt. Zu den schlimmsten Momenten des italienischen Barbaren-Films zählt es sicherlich, wenn Ator mit seiner Auserwählten am Ende des ersten Films zu einem zuckersüßen Popliedchen Hand in Hand und über beiden Ohren strahlend durch die Gegend hüpft, was einen nicht auszuhaltenden Moment Kitsch darstellt. Regisseur Joe D’Amato („Elf Tage und elf Nächte“) scheint sich hier ein wenig vertan zu haben und musste sich am Drehort einer seiner Softpornos gewähnt haben. Doch insgesamt gesehen bewegen sich die beiden Ator-Filme dennoch auf einem recht ordentlichen Fantasy-Trash-Niveau, das Freunde dieser Art Unterhaltung sicherlich zufrieden stellen wird.

Bei „Thor“ wird der Kitsch-, Trash- und Albernheitsfaktor allerdings auf ein ganz neues Niveau gebracht. Es beginnt damit, dass der Held als reifer Mann entdeckt, dass es neben Männern auch noch Frauen gibt und diese sogar für viel Freude bei ihm sorgen können. So zähmt er sich als erstes eine Amazone, die ihm viele Kinder schenken soll. Allerdings gibt sich der Film ungewohnt keusch in diesen Szenen und außer Küssen und ein bisschen blanker Haut gibt es hier nichts zu sehen. Ein ganz großer Moment ist es auch, wenn Thor von seinen Feinden mit einem glühenden Holzscheit die Augen verbrannt bekommt, die er später selbst, blind wie er ist, mit ein bisschen Schlangengift und ein wenig Moos wieder vollfunktionsfähig machen kann. Das hört sich sicherlich ziemlich dämlich an, ist es aber auch. Der Film ist auf einem so niedrigen Trash-Niveau angelegt, dass er für hartgesottene Trash-Fans ernsthaft empfohlen werden kann.

Der letzte Film der Box „Barbaren – Stärker als Feuer und Eisen“ ist dann hinsichtlich des inhaltlichen Trash noch eine weitere Steigerung. Allerdings erinnert der Film ohnehin nur am Rande an einen Fantasy-Barbaren-Film, dafür aber umso mehr an einen Neandertaler-Streifen, bei dem die Protagonisten nur zufällig aufrecht gehen und sprechen können. Auf Video lief der Film noch unter dem Titel „Er – Stärker als Feuer und Eisen“, im italienischen Original lautet der Titel „Ironmaster – Krieg des Eisens“. Der Film von Umberto Lenzi („Rache der Kannibalen“) wird von vielen Fans als Analogie zum 2. Weltkrieg angesehen, was aber schon einiges an Fantasie vom Zuschauer verlangt. Das primatische Verhalten der Protagonisten ist durchweg reichlich platt und es bedarf schon einer gehörigen Portion Selbstbeherrschung, da ansonsten die Hand schneller an der Fernbedienung ist, als die erste Keule auf dem Kopf des ersten Opfers. Das qualitativ hochwertigste am Film und ein Punkt, der wirklich richtig gut gelungen ist, ist der Sondtrack von Guido und Maurizio De Angelis, die unter dem Namen Oliver Onions große Erfolge feiern konnten und vor allem die Filme von Bud Spencer und Terence Hill mit guter Laune versorgten. Beim Rest ist es schon von Vorteil, wenn man sich bereits einen erhöhten Promillepegel angetrunken hat, zusammen mit seinen ebenfalls anwesenden Freunden. So kann man sich sich an den unfreiwilligen Gags, die am Fließband geboten werden, bestens erfreuen und diesen unfreiwilligen Partyfilm genießen.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild fällt unterschiedlich aus. Bei jeweils 2 Beiträgen auf einer DVD kann von vornherein davon ausgegangen werden, dass die Schärfe nicht sonderlich gut ausfällt. Neben diesem Manko gibt es noch vereinzelt Verschmutzungen und kleinere Fehler zu sehen, die aber nicht sonderlich störend in Gewicht fallen, da ohnehin niemand Referenzmaterial erwarten dürfte. Teils übelst ist jedoch die Qualität beim ersten Ator-Film, wo einzelne Sequenzen in der Qualität rapide abfallen und wie von einem abgenudelten Videoband gemastert aussehen. Den besten Eindruck hinterlässt „Barbaren – Stärker als Feuer und Eisen“. Der deutsche Ton ist durchweg bei allen Filmen gut zu verstehen, teils aber schon mit deutlichem Rauschen versehen.

Als Extra gibt es neben Trailern zu 2 der Filmen noch einen Text über den italienischen Barbaren-Fantasy-Film im Innenteil des Inlays.

Der Fehlerteufel hat sich beim Aufdruck eingeschlichen, da die aufgedruckten Titel auf den DVDs vertauscht wurden.

Fazit:
Die „Barbaren-Box“ bietet Fans des italienischen Fantasy-Trash-Kinos passende Unterhaltung für kleines Geld. Für durchschnittliche Ansprüche der breiten Masse an einen Film reicht das Genre naturgemäß nicht einmal ansatzweise aus, doch Freunde von Trash-Spektakeln werden sicherlich bestens unterhalten.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16

Ator - Der Barbar
90:20 Minuten

Ator - Der Barbar kehrt zurück
82:20 Minuten

Thor - Der unbezwingbare Barbar
87:21 Minuten

Barbaren - Stärker als Feuer und Eisen
90:19 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Klappen-Infotext
  • Trailer zu "Ator 2" und "Barbaren - Stärker als Feuer und Eisen"
Barbaren-Box - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Ator - Herr des Feuers / Ator - Der Unbesiegbare / Thor - Der unbesiegbare Barbar / Er - Stärker als Feuer und Eisen
Ator l'invincibile / Ator l'invincibile 2 / Thor il conquistatore / Ironmaster - La guerra del ferro

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Viel Muskeln, viel Machismo und noch viel mehr Trash


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Italien / Frankreich, 1982 / 1984 / 1983 / 1983
Regie:
Joe D'Amato, Tonino Ricci, Umberto Lenzi
Drehbuch:
Joe D'Amato, Michele Soavi, Tito Carpi, Luciano Martino, Alberto Cavallone, Lea Martino, Dardano Sacchetti, Gabriel Rossini
Darsteller:
Miles O'Keeffe, Sabrina Siani, Laura Gemser, Lisa Foster, Kiro Wehara, David Brandon, Luigi Mezzanotte, Maria Romano, Malisa Longo, George Eastman, Pamela Prati, Sam Pasco, Elvire Audray, William Berger

Label Deutschland :
MiG Film
Verkaufsstart Deutschland :
27.08.2008