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DVD-Besprechung - Die Gruft der toten Frauen
Story:
Der Schriftsteller Paul Baxter (William Sylvester) begleitet mit seinen Freunden Keith (Geoffrey Kenion) und Anne (Rona Anderson) eine Reise in die Bretagne. Es verschlägt die Gruppe in ein kleines Dorf, wo die Gastfreundschaft hoch gehalten wird. Was sie nicht wissen, ist, dass der unheimliche Graf Sinistre dort sein Unwesen treibt und vor allem jungen Frauen das Blut nimmt. Seine Macht hat er schon so weit ausgedehnt, dass auch einige Dörfler seinem schwarzen Kult verfallen sind. Paul Baxter macht alsbald Bekanntschaft mit dem Bösen.
Meinung zum Film:
„Die Gruft der toten Frauen“ ist ein typisches Beispiel der Filmgeschichte für das, was passieren kann, wenn man auf einen erfolgreich fahrenden Zug aufspringen will. Kaum hatten die Hammer Studios den Vampirfilm mit „Dracula“ erfolgreich auf die Schiene gebracht und einige weitere Horrorschmankerl nachgelegt, wollte auch Regisseur Lance Comfort in dem florierenden Genre seine Duftmarke setzen. Leider duftet sie nicht, sie riecht eher muffig. Der von ihm geleitete Vampirstreifen ist eine Enttäuschung für diese Unterart des Gruselfilms, denn hier will einfach nichts passen. Die Kulissen wirken billig, Fledermaus und Skelett sind mehr als fragwürdig und die Story plätschert ohne Überraschungen dahin.
Es mag Sammler geben, die ihn zur Komplettierung einer Filmreihe sicherlich gern haben möchten, doch der normale Konsument wird hier nicht glücklich werden. Nicht die Karpaten oder London sind in diesem Fall die Örtlichkeit des vampirischen Unwesens, sondern die Bretagne. Hier treibt der Graf Sinistre sein böses Spiel und vergreift sich am Blut der Menschen. Damit das Spektakel dann doch noch ein wenig Flair bekommen sollte, steckte Comfort kurzerhand eine handvoll Komparsen in bunte Zigeunerklamotten und ließ eine ältere Schauspielerin Unheil orakeln. Teilweise ist der Film in seiner Ernsthaftigkeit bedroht, denn besonders die Szenen in denen Sinistre, dargestellt von Hubert Noel („Der Teufel und die zehn Gebote“), besonders höllisch sein will, sind aufgrund der überzogenen Inszenierung fast schon zum Schmunzeln. Es darf auch getrost als Schmierentheater bezeichnet werden.
Hätten sich die Produzenten genauer an den Hammer Produktionen orientiert, so hätte man ihnen zwar Nachmacherei nachsagen können, aber dann hätte dieser Film wenigstens etwas wie Atmosphäre. Die schauspielerischen Leistungen bewegen sich auf einem unteren Niveau. Offensichtlich hatten die Mimen nicht sonderlich viel Inspiration, was aber, angesichts der Einfallslosigkeit von Buch und Regie, auch kein Wunder ist. Die unterschwellige Erotik, die der Film tatsächlich besitzt, kann allerdings die Schwächen nicht ausgleichen, auch wenn einige Darstellerinnen recht hübsch sind.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild wurde nicht sonderlich gut bearbeitet, insbesondere Schwankungen in der Farbtemperatur, sowie der Helligkeit führen zu einem unregelmäßigen Pulsen des Bildes. Weitere Effekte wie z.B. Dropouts sind ebenfalls erkennbar. Der Ton ist unspektakulär, wenn auch nicht ganz so schlecht wie das Bild.
An Extras gibt es den Originaltrailer, eine alternative Szene, sowie eine Bildergalerie. Einige Informationen bietet das nett gemachte Booklet an
Fazit:
„Die Gruft der toten Frauen“ ist kein würdiger Vertreter des Vampir-Genres und ist leider ein Flop. Auch technisch ist die DVD kein Highlight.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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84:06 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 1.0 | Englisch Dolby Digital 1.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Originaltrailer
- Bildergalerie
- Alternative Szene
- Booklet
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Die Gruft der toten Frauen
Devils of Darkness
Zahnloser Vampirtrash
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
GB, 1965 Regie: Lance Comfort Drehbuch: Lyn Fairhurst Darsteller: Hubert Noel, William Sylvester, Tracy Reed, Carole Gray, Diana Decker
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 21.08.2008
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