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DVD-Besprechung - Rogue - Im falschen Revier
Story:
Der Reise-Journalist Pete McKell (Michael Vartan) will über seine Erlebnisse in den australischen Outbacks berichten, wozu er unter anderem auch einen Bootsausflug unternimmt. Unter der Leitung von Kate Ryan (Radha Mitchell) wird er dabei zusammen mit anderen Touristen über einen Fluss im Kakadu National Park geschippert. Mit der ruhigen Bootsfahrt ist es jedoch vorbei, als das Boot unvorhergesehen in das Revier eines riesigen Krokodils eintritt und zur Beute des Raubtieres wird.
Meinung zum Film:
„Rogue – Im falschen Revier“ ist die zweite Arbeit von Regisseur, Autor und Produzent Greg Mclean, mit der er sein Publikum erneut mit einer gefährlichen Seite seines Heimatlandes Australien zu unterhalten versucht. Während in seinem gefeierten Erstling „Wolf Creek“ noch ein psychopathischer Hinterwäldler für den Terror sorgte, übernimmt diesen Part nun ein monströses Krokodil. Der Schauplatz wechselt von der staubigen Ödnis mit vereinzelten Asphaltstreifen in ein grünes Dschungelgebiet mit malerischer Wasserstraße. Ansonsten bleibt aber im Grunde alles beim Alten. Die Hauptfrage bleibt auch diesmal wieder, wer der Gruppe wohl die tödlichen Attacken des überlegenen Angreifers überstehen wird. Allerdings ist diese Frage dieses mal zumindest ein wenig einfacher zu beantworten, da mit „Alias“-Star Michael Vartan und Radha Mitchell („Zauber der Liebe“) zwei bekannte Gesichter an der Produktion beteiligt waren, die sicherlich nicht zu früh wieder hergeschenkt werden sollten.
Und an dieser Stelle offenbart sich dann schon ein Teil des großen Problems von „Rogue“ – die Story ist entweder schon recht früh vorhersehbar, bzw. plätschert ohne große Wendungen vor sich hin. Die erste halbe Stunde beschäftigt sich dabei zunächst in erster Linie mit Landschaftsaufnahmen, ohne dass etwas nennenswertes passiert. Die Bilder die hier gezeigt werden, sind ohne jeden Zweifel wunderbar malerisch eingefangen und lassen bei so manchem sicherlich den Wunsch aufkommen, selbst einmal persönlich dort vorbei zuschauen, doch für einen Tierhorror-Film ist das im Gegensatz zu einer National-Geographics-Doku auf Dauer ein wenig ermüdend und gegen die Bedürfnisse des Betrachters beim Einlegen der DVD. Wenn das Krokodil dann zum ersten Mal auf sich aufmerksam macht, geht es in Sachen Spannung dann zwar ein wenig aufwärts, doch so richtig greifen will der Horroranteil des Films leider auch hier nicht. Am Krokodil liegt das ganz sicher nicht, da dieses gut in Szene gesetzt wurde und – einmal abgesehen vom doch recht eigenwilligen Ausgang des Finales – durchaus für Angst und Schrecken sorgen kann.
Was fehlt ist eine zumindest einigermaßen ansprechende Geschichte um den Tierhorror herum. Doch die Charaktere bleiben durchweg platt und einige unter ihnen beginnen schon recht bald so stark zu nerven, dass man auf das Krokodil als baldigen Teilsieger in der Auseinandersetzung hofft. An den Darsteller liegt dies allerdings nicht, die durchweg zumindest solide Leistungen bringen, aber den Murks des Drehbuches einfach nicht besser verkaufen können. Anschluss- und Logikfehler sind an der Tagesordnung, alleine schon die Lichter des kleinen Ausflugsbootes, die scheinbar von einer nie enden wollenden Energiequelle gespeist werden, beim Bedarf nach Spannungsmomenten aber aus sind und für totale Dunkelheit sorgen, könnten ganze Bücher füllen. Und so ist es am Ende so, dass ein gefährlich in Szene gesetztes Monsterkrokodil und für das Genre zumindest annehmbare Darsteller nicht ausreichen, um wirklich überzeugen zu können. Greg Mclean hätte besser das Schreiben des Skriptes in geübtere Hände geben sollen, dann hätte „Rogue“ wahrscheinlich ein richtig guter Vertreter des Tierhorror-Genres werden können. So reiht er sich leider nur nahtlos in die Reihe der (B-)Filme des Subgenres ein, die man sich ohne große Erwartungen ansehen kann, aber keinesfalls gesehen haben muss.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten Eindruck und die kräftigen Farben kommen vor allem den landschaftlichen Aufnahmen sehr zu gute. Aber auch die Szenen, die in Dunkelheit spielen, bieten noch ausreichend Details, um den Überblick nicht zu verlieren. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist gut abgemischt und die hinteren Kanäle werden bei Bedarf in den Szenen ebenfalls gut mit Futter versorgt.
Das Hauptextra der DVD ist das rund 46-minütige Making Of, bei dem der Regisseur gleich zu Beginn erklärt, dass er mit seinem Film eine ähnliche Liebeserklärung in Bildern an die australischen Outbacks erschaffen wollte, wie es z.B. bei „Out of Africa“ für Afrika der Fall war. Im weiteren Verlauf wird dann auch noch detailliert auf einzelne Effekte im Film eingegangen, vor allem die Monstereffekte werden näher erklärt. Einzelne Effekte werden anschließend noch ausführlich im rund 18-minütigen Spezialeffekte-Featurette gezeigt. Den Abschluss der zwar quantitativ knappen, aber qualitativ sehenswerten Extras machen eine Fotogalerie und der Trailer.
Fazit:
„Rogue – Im falschen Revier“ gehört zu der Sorte Film, die man sich als Liebhaber von Tierhorror gerne einmal ansehen kann, bei denen man aber auch nichts verpasst, wenn man sie nicht kennt. Während das Krokodil gut gelungen ist und auch die Darsteller zumindest ordentliche Arbeit abliefern, erleidet das Drehbuch von Minute zu Minute immer weiter Schiffbruch, bis es am Ende nicht einmal mehr als Fischfutter taugt.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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89:09 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Spezialeffekte-Featurette
- Fotogalerie
- Trailer
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Rogue - Im falschen Revier
Rogue
Das bissige Krokodil kämpft vergebens gegen das schwache Drehbuch
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Australien / USA, 2007 Regie: Greg Mclean Drehbuch: Greg Mclean Darsteller: Michael Vartan, Radha Mitchell, Sam Worthington, Caroline Brazier, Stephen Curry, Mia Wasikowska, Stephen Curry, Celia Ireland, John Jarratt, Heather Mitchell, Geoff Morrell, Damien Richardson, Robert Taylor
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart : 10.10.2008
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