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DVD-Besprechung - Saskatschewan
Story:
Rotrock Thomas O'Rourke (Alan Ladd) und sein indianischer Halbbruder Cajou (Jay Silverheels) von den Crees haben den Winter in den kanadischen Wäldern verbracht. Als es Frühling wird und beide ins heimische Fort zurückkehren, hat sich einiges verändert: der neue Chef der örtlichen Polizei hat den Crees die Waffen verboten, und die us-amerikanischen Sioux-Indianer machen sich auf den Weg nach Kanada, um sich mit den Cree zu verbünden.
Meinung zum Film:
Regie bei diesem 1954 entstandenen Farbwestern führte der erprobte Raoul Walsh („Entscheidung in der Sierra“). Als Hauptdarsteller fungieren Alan Ladd („Die Unersättlichen“) und an seiner Seite Shelley Winters („Der Mieter“). Blickfang ist aber sicherlich eher die bergige, bzw. waldige Landschaft Kanadas, denn dieser Film wurde an Originalschauplätzen gedreht, wie der Vor- und auch der Nachspann stolz verkünden.
In diesem geradlinigen, ereignisreichen Western wurde auf allzu viel unnötige Ablenkungen verzichtet und so konzentriert er sich voll auf seine Geschichte um die Sioux-Indianer, die in Kanada Unfrieden zwischen die indianischen Kollegen der Crees und den kanadischen Rotröcken schüren und dabei das ausgesprochene Waffenverbot für die Crees für sich nutzen wollen. Nebenbei gibt es dann noch Grace Markey (Shelley Winters), die von O’Rourke gefunden wird und die einen Indianerüberfall überlebt hat. Im Folgenden stellt sich noch heraus, dass Grace in den USA wegen Mordes gesucht wird. Der Sheriff ihrer Heimatstadt erscheint nämlich ebenfalls im Fort und möchte die Verdächtige mitnehmen. Klar, dass es der Held schafft, beide Probleme im Laufe des Films zu lösen, dennoch ist „Saskatschewan“ trotz aller Vorhersehbarkeit zweifelsohne ein spannender, zumindest aber interessanter und ohne Schmerzen genießbarer Western.
Erstaunlich ist im Laufe des Films ein Gespräch des US-Sheriffs mit einem kanadischen Kollegen über jeweils „ihre“ Indianer. Dort wird relativ offenherzig angesprochen, dass der Sheriff bei einer Konfrontation lieber erst mal schießt und dass die vor Ort am Straßenrand stehenden Cree-Indianer in seinem Land undenkbar wären. Soviel Selbstkritik gegenüber dem Verhalten der Amerikaner gegenüber den Ureinwohnern des Landes war zu dieser Zeit eher ungewöhnlich. Ein wenig störend wirkt abschließend noch das unglaubwürdige, zumindest aber schlecht oder holprig herausgearbeitete Zerwürfnis zwischen O’Rourke und seinem indianischen Bruder Cajou. Da „Saskatschewan“ allerdings eher kein Charakterfilm ist, kann man auch dies verschmerzen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist recht gut gelungen, vor allem die kräftigen Farben fallen auf. Seltene Bildverschmutzungen und ebenso wenige Unschärfen können dem Filmvergnügen nichts anhaben. Der deutsche Ton kommt in Dolby Digital 2.0 daher und hat eine gute Dialogverständlichkeit.
An Extras gibt es den Originaltrailer und eine Bildergalerie mit Aushangfotos. Der DVD ist noch ein Booklet mit Hintergrundinformationen beigelegt.
Fazit:
„Saskatschewan“ ist ein gut besetzter, ereignisreicher Western, bei dem es beabsichtigt oder versehentlich sogar leichte Kritik an dem Verhalten der US-Amerikanier an den Ureinwohnern zu hören gibt. Die Landschaftsaufnahmen sind top und machen zusammen mit dem guten Cast die eine oder andere unlogische Verhaltensweise einiger Personen vergessen. Die DVD ist technisch gut.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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87:34 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Trailer
- Bildergalerie
- Booklet
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Saskatschewan
Saskatchewan
Unterhaltsamer US-Western mit ungewöhnlichem Setting
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1954 Regie: Raoul Walsh Drehbuch: Gil Doud Darsteller: Alan Ladd, Thomas O'Rourke, Shelley Winters, J. Carrol Naish, Hugh O'Brian, Robert Douglas
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 29.08.2008
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