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DVD-Besprechung - Verliebt in die Braut

Story:
Tom (Patrick Dempsey) genießt das Leben in vollen Zügen und lebt nach der Regel, niemals die gleiche Frau an 2 aufeinanderfolgenden Abenden im Bett zu haben. Als seine jahrelang beste Freundin Hannah (Michelle Monaghan) jedoch für 6 Wochen beruflich in Europa verweilt wird ihm klar, dass er im Grunde schon immer nur mit ihr zusammen sein wollte. Das vorgenommene Liebesgeständnis wird allerdings jäh gestört, als Hannah aus ihrem Europatrip zurück kehrt und mit Colin (Kevin McKidd) ihren Ehemann in spe vorstellt, den sie in 2 Wochen zu heiraten gedenkt. Für Tom ist klar, dass er dieses Vorhaben unter allen Umständen verhindern muss. 

Meinung zum Film:
Wem die Geschichte von „Verliebt in die Braut“ ein wenig vertraut zu sein scheint, der hat sicherlich schon mit Julia Roberts mitgefiebert, die in „Die Hochzeit meines besten Freundes“ in einem ähnlichen Schlamassel steckte, wie nun „Grey's Anatomy“-Star Patrick Dempsey. Als Zuschauer hatte man bei Julia Roberts allerdings das große Problem, dass sie mit Cameron Diaz eine Konkurrentin um ihre große Liebe hatte, die auch das Publikum problemlos mit ihrer heiteren, lockeren Art zu verzaubern wusste. Mr. Dempsey hat es in dieser Hinsicht deutlich leichter, da Colin ein vollkommen profilloser Schnösel ist, der keine Gelegenheit auslässt um zu zeigen, was für ein toller Hecht im Karpfenteich er doch ist. Es fällt dadurch ganz leicht, eindeutig Partei für Tom zu ergreifen und so kommt auch nie das Gefühl auf, dass das Drehbuchautoren-Dreigestirn irgendetwas anderes als ein Happy End im Sinn hatte.

Mittelpunkt des Films ist ohne jeden Zweifel Patrick Dempsey, der selbst als Schwerenöter mit strikter Planung im Wechsel der Bettgefährtinnen keinen großen Verlust an Sympathiepunkten beim Zuschauer zu befürchten hat. Wenn er sich dann dank der Hilfe seiner Freunde dazu durchringt, seiner besten Freundin Hannah einen Antrag zu machen, ist jedem klar – die Beiden gehören zusammen. Was dann folgt ist der zu erwartende, und schon mehrfach gesehene Slalomlauf beim Nehmen verschiedener Hürden, während es immer wieder hinreichend romantischer Momente zu erleben gibt, in denen Tom klar für das Publikum zu erkennen gibt, dass er schon lange Gefühle für Hannah hegt.

Neben Colin ist es auch Hannahs beste Freundin Melissa (Busy Philipps / „Dawsons Creek“), die Tom seit einer gemeinsamen Nacht große Probleme bereitet. Während Colin mit seinen Fähigkeiten protzt, ist es Melissa, die immer wieder mit neuen Gemeinheiten die Versuche von Tom, Hannah für sich zu gewinnen, bombardiert. Letzten Endes ist es dann auch ihre Aktion, die den entscheidenden Ausschlag zu geben scheint, dass sämtliche Bemühungen umsonst waren. Wenn der Abspann läuft fragt man sich als Zuschauer, ob es die ganzen Mühen des Filmteams wert waren, diesen Film zu drehen. Denn der Grundplot ist im Grunde von Beginn an vorhersehbar und bereits mehrfach verfilmt, Überraschungen bleiben aus. Es gibt zwar einige wirklich witzige Momente zu sehen, aber genauso auch die ein oder andere Länge zu überstehen. Als Zuschauer sollte man sich gleich von Beginn an darüber klar sein, dass „Verliebt in die Braut“ nur ein weiterer Vertreter der „Ich will die Frau eines anderen haben“-Fraktion ist, der aber zumindest nicht zuletzt dank seines sympathischen Hauptdarstellers für kurzweilige Unterhaltung sorgen kann.  

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen sehr guten Eindruck und bietet keine Kritikpunkte. Auch der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist gut gelungen und sorgt vor allem über den Soundtrack für ein Räumlichkeitsgefühl.

Als Extra gibt es zunächst einen Audiokommentar mit Regisseur Paul Weiland, bei dem dieser vor allem auf die Intentionen beim Dreh eingeht. Das „Making Of“ zum Film fällt mit knapp 13 Minuten recht knapp aus und beinhaltet eine Mischung aus gegenseitiger Beweihräucherung und Blick hinter die Kulissen. Ein eigenes, rund 9-minütiges Feature wurde dem Produktionsdesign bei den Hochzeiten gegönnt, das aber auch bestens in das Making Of hätte integriert werden können. Anschließend folgen noch 2 entfallene oder besser gesagt verlängerte Szenen.

Fazit:
„Verliebt in die Braut“ ist ein durchschnittlich ordentlicher Vertreter aus dem Genre der Romantikkomödie, der zwar keine neuen Akzente setzen, dafür aber zumindest für kurzweilige Unterhaltung sorgen kann. Wer nicht das perfekte Filmvergnügen sucht, sollte von daher gut aufgehoben sein bei diesem Film.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 0 - ohne Altersbeschrae~nkung
2,40:1
2,40:1
97:26 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Türkisch
Bonusmaterial:
  • Audiokommentar von Regisseur Paul Weiland
  • Making Of "Verliebt in die Braut"
  • Drei Hochzeiten
  • Entfallene Szenen
Verliebt in die Braut - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Verliebt in die Braut
Made of Honor

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Eine seichte Romantikkomödie für kurzweilige Unterhaltung


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK / USA, 2008
Regie:
Paul Weiland
Drehbuch:
Adam Sztykiel, Deborah Kaplan, Harry Elfont
Darsteller:
Patrick Dempsey, Michelle Monaghan, Kadeem Hardison, Chris Messina, Richmond Arquette, Kevin McKidd, Busy Philipps, Whitney Cummings, Emily Nelson, Kathleen Quinlan, Selma Stern, Sydney Pollack

Label Deutschland :
Sony Pictures Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
24.10.2008