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DVD-Besprechung - Step up to the Streets
Story:
Andie (Briana Evigan) ist ein begnadete Tänzerin und sorgt als Mitglied der Street-Dance-Gruppe „410“ für Furore in den Nachrichten. Ihrem Vormund Sarah (Sonja Sohn) gefällt dies allerdings gar nicht und als Konsequenz muss sie auf die konservative Maryland Tanzakademie, die in erster Linie klassische Schritte lehrt. Wie nicht anders zu erwarten gerät Andie hier gleich mit ihrem Lehrer aneinander. In Chase (Robert Hoffman) findet sie jedoch einen guten Freund, der ihr dabei hilft, sich in der für sie neuen Welt zurechtzufinden. Doch ihr großer Wunsch, den illegalen Streetdance-Contest „The Street“ zu gewinnen, wird auf einmal jäh unterbrochen, als sie aus ihrer alten Crew geschmissen wird. Doch zusammen mit ein paar Mitschülern wird eine neue Crew gegründet und für den großen Traum trainiert.
Meinung zum Film:
2006 feierte die bis dahin nur durch ihre Filmchoreografien bekannte Anne Fletcher („27 Dresses“) mit dem Tanzfilm „Step Up“ einen Achtungserfolg, der vor allem beim jüngeren Publikum punkten konnte. 2 Jahre später versucht nun Jon Chu mit „Step Up 2: The Streets“, wie der Film im Original ausgeschrieben wird, ebenfalls den Durchbruch zu schaffen. Die Grundformel ist dabei wie bereits im Vorgänger ausgefallen. Erneut geht es um eine begnadete Tänzerin, die ihren Rhythmusbewegungen weitaus besser im Griff hat als ihr Benehmen. Diesmal zieht es sie allerdings raus aus der Schule auf die Straßen, wo sie an einem großen Dance-Battle teilnehmen möchte, um zu den Besten auserkoren zu werden. Allerdings ist der Hintergrund des Ereignisses ein wenig albern, da eine simple Tanzveranstaltung in einer stillgelegten Halle, im Film wie ein Autorennen mit frisierten Rennboliden in der Innenstadt gehandelt wird.
Für Hauptdarstellerin Briana Evigan war die Rolle im Film ihr erster großer Auftritt. Grund für den Zuschlag bei der Vergabe der Andie dürfte aber weniger ihr schauspielerisches Talent gewesen sein, das sichtbar begrenzt ausfällt, als vielmehr ihre Fähigkeiten im tänzerischen Bereich. Eine Fähigkeit, die sie in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Gegenstück zu Detlef D! Soost, Shane Sparks einstudiert hat. Auch Chase, ihr männliches Gegenstück im Film, dargestellt von Robert Hoffman („Shrooms“) kann in erster Linie in den Tanzszenen punkten, schafft es aber deutlich besser als Kollegin Evigan, den schauspielerischen Part zu bewältigen. Aber das Drehbuch macht es den Darstellern auch nicht gerade leicht bei der Arbeit, da es in erster Linie hohle Phrasendrescherei in den Dialogen für sie vorsieht, die zudem in der zugegeben nicht ganz leichten deutschen Synchronisation noch deutlich platter klingen als im englischen Original.
Doch im Grunde ist die ganze Story nichts anderes als ein seelenloses Gebilde, das von einer Tanzszene zur nächsten führen soll und zwischendurch ein bisschen Teenie-Romantik bietet. Für einen abendfüllenden Spielfilm ist das eigentlich nicht genug, doch wer „Step Up to the Streets“ in den Player legt macht dies wahrscheinlich eh nur aus einem Grund – wegen den Beats und den Moves. Und hier gibt es dann das geboten, was das vornehmlich jüngere Zielpublikum sich davon erhofft. Wem das reicht, der wird die erhoffte leichte/seichte Unterhaltungskost zu sehen bekommen und über eine schon zu Beginn fast komplett vorhersehbare Handlung ohne nennbare Wendungen und Ereignisse hinwegsehen können. Ein „cooler“ Soundtrack, „fette“ Beats und „fetzige“ Moves bringen einen Dance-Battle in die eigenen 4 Wänden, der mitreißend eingefangen werden konnte und den Film zumindest in diesem Punkt als gelungen aussehen lässt.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kommt unverständlicherweise reichlich kraftlos in den Farben daher, was dem Thema an sich eigentlich eher konträr gegenüber steht. Durch den etwas tiefen Kontrast sind die Konturen zudem nicht besonders scharf gezeichnet. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 und dts ist in beiden Varianten gleichermaßen gut zu verstehen, in Sachen Raumklang ist vor allem die Musik zu hören.
Als Extra gibt es ein rund 20-minütiges Making Of, das für das TV produziert wurde und von daher einen hohen Werbecharakter hat. Es folgt ein knapp 5-minütiger Bericht über die „410“-Crew, gefolgt von 5 Musik-Videos zum Film und einem als Outtake betitelten Feature, das allerdings auch nur ein weiterer Musik-Clip, in diesem Fall von Cassie Ventura ist.
Fazit:
„Step up to the Streets“ ist ein auf ein junges Zielpublikum zugeschnittener Film, der dieses auch bestens unterhalten dürfte. Wer allerdings ein bisschen Wert auf eine zumindest teilweise ansprechende Handlung legt, wird schon recht bald erkennen müssen, dass er eben nicht zur angestrebten Zielgruppe gehört.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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93:33 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Hip Hop Outlaws
- Musik Videos
- Outtake
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Step up to the Streets
Step up 2: The Streets
Für Hip-Hop-Streetdance-Fans ein Genuss, für Filmfreunde eher Frust
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008 Regie: Jon Chu Drehbuch: Toni Ann Johnson, Karen Barna Darsteller: Briana Evigan, Robert Hoffman, Adam G. Sevani, Cassie Ventura, Will Kemp, Channing Tatum, Black Thomas, Alex Welch, Danielle Polanco, Christopher Scott, Mari Koda, Sonja Sohn
Label :
Constantin Film
Verkaufsstart : 04.09.2008
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