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DVD-Besprechung - Als die Frauen noch Schwänze hatten 3
Story:
Die Höhlenmenschen in der Steinzeit sind zufrieden und mit ihren Nachbarn, den Wassermenschen verstehen sie sich recht passabel. Als sie eines Tages wieder mal um eine Frau spielen und den beliebten Wettbewerb „Fang das Schwein“ ausrufen, gibt es Ärger. Zwar hat Höhlenmensch Ari (Antonio Sabato) die schöne Listra (Nadia Cassini) mit fairen Mitteln gewonnen, doch sein Widersacher der Wassermenschen findet das gar nicht nett. Fortan bekriegen sich die Männer der beiden Stämme, bis ihre Frauen in den Sexstreik treten, um den Frieden zu erzwingen.
Meinung zum Film:
Italien ist nicht nur ein beliebtes Urlaubsland, nein, auch im cineastischen Bereich hat sich das Land mit dem Stiefel einen Namen gemacht. Teils durch billige nachgemachte Streifen im Kielwasser Hollywoods, teils durch echte Genre-Klassiker im Bereich des Giallos und teils durch völlig beknackte Filme, die keinen Sinn ergeben, aber irgendwo Spaß machen. Zu letzterer Gattung gehört dann auch „Als die Frauen noch Schwänze hatten 3“, denn die Handlung ist ebenso rudimentär wie die verwendete Sprache. Die Handlung befindet sich 50.000 Jahre vor Christi Geburt und im Prinzip geht es nur um das Eine: Sex. Dem haben die Urzeitler die Bezeichnung Ding-Dong gegeben und im Verlauf des Films wird dieser Begriff dann doch sehr häufig verwendet.
Die Handlung erinnert doch sehr an „Lysistrata“, einer Komödie des griechischen Dichters Aristophanes, wenn auch im urzeitlichen Gewand. Die Höhlenmänner haben Krieg mit den Wassermännern und leben von einer Auseinandersetzung zur anderen. Zankapfel ist die schöne Listra, denn diese wurde Ari bei einem Schweinefangwettbewerb ehrlich gewonnen, sehr zum Ärger eines Wassermannes. Kurzerhand wurde von ihnen der Zugang zum Wasser verwehrt und beide Stämme hatten einen Grund, in den Krieg zu ziehen. Irgendwann geht dies den Frauen und Listra auf die Nerven und sie fordern den Frieden. Als die Männer aber weiterhin kämpfen wollen, versagen die Frauen ihnen das Ding-Dong.
Intelligente Kinounterhaltung ist dies sicherlich nicht, eigentlich das Gegenteil. Es ist eine Aneinanderreihung von dummen Sprüchen, die meist etwas Anzügliches haben. Die Frauen sind sehr leicht bekleidet und so wird manche Kameraeinstellung genutzt, um den blanken Busen schön einzufangen. Senta Berger („Kir Royal“) aus dem ersten Teil ist zwar nicht dabei, aber Nadia Cassini („Helm auf – Hose runter“) gibt ebenfalls eine rassige Klasse ab. Filmästheten werden sich bei diesem Film sicherlich mit Grausen abwenden, aber für einen netten Abend in der Gruppe ist der Streifen auf jeden Fall etwas. Ding-Dong.
Digitale Aufarbeitung:
Der Film ist Trash und so ergeht es auch der Bildqualität. Keine der drei auf der DVD vorhandenen Fassungen entspricht dem was heutzutage als Standard gilt bzw. erwartet wird. Unschärfen, wechselnde Farbintensitäten und ein teilweise saumäßiger Ton lassen Erinnerungen an die alten VHS-Zeiten hoch kommen, in denen man sich die Kopie von der Kopie einer Kopie angesehen hat. Aber, zum Film selbst passt dies wie der berühmte Popo auf den Eimer.
Wie zuvor schon erwähnt, liegt der Film in drei verschiedenen Filmfassungen vor. So kann der Zuschauer sich das vorzeitliche Treiben mit durchaus unterschiedlichen Laufzeiten ansehen.
Fazit:
„Als die Frauen noch Schwänze hatten 3“ ist härtester Komödientrash aus Italien und trotz der erbärmlichen Bild- und Tonqualität macht dieser Müll so richtig Spaß, wenn man, ausnahmsweise, mal alle Ansprüche an eine gepflegte Unterhaltung ablegt. Trash as trash can.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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Savoy Fassung: 69:44 Minuten
Deutsche Kinofassung: 81:23 Minuten
US-Kinofassung: 79:28 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Als die Frauen noch Schwänze hatten 3
Quando gli uomini armarono la clava e... con le donne fecero din-don
Strunzdummer Film mit Kultcharakter
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Italien, 1971 Regie: Bruno Corbucci Drehbuch: Bruno Corbucci, Massimo Felisatti Darsteller: Antonio Sabato, Aldo Giuffre, Vittorio Caprioli, Nadia Cassini, Lucretia Love
Label :
Savoy Film Verkaufsstart : 15.08.2008
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