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DVD-Besprechung - Erkan & Stefan
Story:
Der Verleger Eckernförde (Manfred Zapatka) steht vor der absoluten Sensation seines Verlages, denn über undurchsichtige Kanäle fällt ihm eine Audiokassette in die Hand mit der Wahrheit über den Tod von Uwe Barschel. Dummerweise hält seine Tochter Nina (Alexandra Neldel) diese für ihren Japanischkurs und fliegt damit nach München. Eckernförde ist klar, dass sie damit in Gefahr ist und bestellt zwei Bodyguards für sie. Der Zufall will es, dass ausgerechnet die zwei Möchtegernbrutalos Erkan (John Friedmann) und Stefan (Florian Simbeck) diesen Job bekommen und sie führen ihre Schutzperson ins pure Chaos.
Meinung zum Film:
Michael „Bully“ Herbig („Lissi und der wilde Kaiser“) hat, wie andere Regisseure auch, klein angefangen. So darf der Zuschauer das Werk „Erkan & Stefan“ getrost als seinen Erstling zählen und dies merkt man auch. Die Konzentration liegt ganz auf den beiden plappernden Hauptdarstellern und der Rest des Publikums kann sehen, wo er bleibt. Im Produktionsjahr 2000 waren die beiden oft und gern im Fernsehen zu bewundern und ihr prolliges deutsch-türkisch hat viele Kids auf linguistische Abwege gebracht. Dialekte und individuelle Sprachgebräuche haben zwar bislang immer wieder für eine gewisse Unterhaltung in Filmen und Sketchen sorgen können, warum sollten Erkan und Stefan da eine Ausnahme sein? So oder so ähnlich werden die Produzenten gedacht haben und der Erfolg beim Publikum gab ihnen Recht.
Die Comedy-Szene unterliegt einer gewissen Wellenbewegung und so ebbte der Erfolg der beiden ab. Aus der heutigen Sicht steht der Film auf einer Ebene mit Billig-Produktionen wie „Feuer, Eis und Dosenbier“, doch im Jahr 2000 beherrschten Filmzitate der beiden Verbalakrobaten die Sprache der Heranwachsenden. Das Niveau des Films ist sicherlich nicht sonderlich hoch, wenn überhaupt vorhanden. „Bully“ hat aber aus seinem Regiedebüt gelernt und schon ein Jahr später mit „Der Schuh des Manitu“ einen echten Volltreffer gelandet. „Erkan & Stefan“ lebt nur von den sprachlichen Ergüssen und auch Alexandra Neldel („Verliebt in Berlin“) kann da kaum Leben in die maue Handlung hineinbringen. Es ist sicherlich ein Problem, wenn man als Drehbuchautor ein bestimmtes komisches Erkennungsmerkmal von Künstlern einbauen muss und gleichzeitig einen vernünftigen Plot erstellen soll.
Im vorliegenden Fall ist es eine Spielart des Agentenfilms. Dass man ausgerechnet die angeblichen Enthüllungen des Falles Uwe Barschel als Kernstück genommen hat, ist wohl dem Bekanntheitsgrad des spektakulären Todesfalls aus dem Jahre 1987 zuzuschreiben. Bis heute ranken sich Theorien um seinen Tod in der Badewanne. In diesem Szenario dürfen die beiden Komiker dann in bester Manier herum prollen und die schöne Alexandra Neldel begehren. Fans von Erkan und Stefan werden ihre helle Freude daran haben und sicherlich so manche Passage des Film textsicher mitsprechen können. Wer mit dieser Form der komischen Unterhaltung nicht zurecht kommt, der sollte zu einer anderen DVD greifen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist weitgehend in Ordnung, nur bei einigen Außenaufnahmen ist ein Bildrauschen erkennbar. Die Farben sind gut abgestimmt und das Bild wirkt realistisch. Der Ton ist angemessen, hebt sich aber nicht vom Durchschnitt ab.
Die Extras beginnen mit rund 20 Minuten Making Of. Es ist informativ, werbend und auch witzig. Zusätzlich gibt es noch gut fünf Minuten mit einem Blick hinter die Kulissen. Im Abspann sind noch verpatzte Szenen zu sehen. Zwei Musikvideos folgen und werden von den Darstellerinfos abgerundet. Eine prima Alternative zum Audiokommentar ist der Videokommentar mit Erkan, Stefan und Bully. In der oberen Bildhälfte ist der Film zu sehen und unten sitzen die drei und schwätzen ihre Kommentare zum Film. Ein sehr interessantes Feature.
Fazit:
„Erkan & Stefan“ ist Michael Bulligs Kinodebüt als Regisseur und war im Jahr 2000 aufgrund der damals aktuellen Komik ein echter Renner. Die Jahre haben dem Streifen etwas die Luft genommen, aber für Fans der beiden Hauptfiguren und Freunde von schrägen deutschen Komödien langt es auf jeden Fall. Technisch ist alles in Ordnung, vor allem die Extras.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,66:1
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83:29 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Blick hinter die Kulissen
- Musikvideo "Ich schwör"
- Musikvideo "Superchecker"
- Videokommentar von Erkan, Stefan und Bully
- Darstellerinfos
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Erkan & Stefan
Erkan & Stefan
Krasse Typen, krasses Bunny, krasse Action
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2000 Regie: Michael Herbig Drehbuch: Günter Knarr, Philipp Weinges Darsteller: John Friedmann, Florian Simbeck, Alexandra Neldel, Manfred Zapatka, Sigi Terpoorten
Label :
Constantin Film
Verkaufsstart : 04.09.2008
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