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DVD-Besprechung - The Cook

Story:
Die Mädels der Studentenverbindung Lamda Epsilon Zeta unterteilen sich in zwei Lager: reiche und arme Studentinnen. Die begüterten fliegen über ein langes Wochenende ans Meer nach Mexiko, die anderen bleiben zurück und versuchen, das Beste aus den freien Tagen zu machen. Da die Verbindung einen neuen Koch benötigt, geben sie eine Anzeige auf und prompt steht ein ungarischer Koch (Mark Hengst) am Herd. Doch der Meister der Rezepte hat ganz anderes im Sinn und seine Zutaten sind irgendwie humanen Ursprungs, was den Rückgang an Studentinnen erklärt. Einzig die nette Amy (Makinna Ridgway) scheint vor ihm sicher zu sein.

Meinung zum Film:
„The Cook“ ist eine Mixtur aus Horrorfilm und Komödie, ohne allerdings direkt den Humor zu streng in den Vordergrund zu stellen. Der Humor liegt mehr im Bereich des Makabren und nicht so sehr beim Slapstick. Die Story birgt nicht viel an Innovation und lässt sich grob gesagt darauf hinunter brechen, dass sich ein irrer Killer in eine weibliche Studentenverbindung einschleust, um als harmlos scheinender Koch die Mädels zu verhackstücken. Hier gibt er sich alles Mühe, wobei die erste Dame als schnöder Burger endet, der den ahnungslosen Studentinnen aber bestens mundet. Nun, in diesem Trott geht es dann weiter und der Zuschauer bekommt sodann verschiedene Methoden des Mordens und der Zubereitung von Menschenfleisch geboten.

Was die Metzeleien ein klar auflockert, ist der schwarzhumorige Anteil und die Flirterei zwischen dem Koch und der Studentin Amy. Sofort bei ihrem ersten Aufeinandertreffen beginnt eine gewisse zaghafte Annäherung und Amy läuft zunächst nicht Gefahr, in eine kräftige Fleischbrühe verwandelt zu werden. Die Story leistet sich kleinere logische Lücken, wobei sich die größte direkt zu Beginn eröffnet. Die Verbindung Lamda Epsilon Zeta sucht einen neuen Koch und plötzlich taucht ein wildfremder Typ auf, packt seine Messer aus und hat einfach so den Job. Ohne Englischkenntnisse, ohne Einstellungsgespräch, ohne Probekochen lassen die jungen Frauen diesen Mann einfach im Hause schalten und walten. Das ist, selbst für Amerikaner, ein etwas zu fahrlässiges Verhalten. Doch dem Unterhaltungswert tut dies keinen Abbruch und so sind die knapp 80 Minuten recht zügig herum.

Die blutigen Szenen sind themengerecht umgesetzt worden, wobei der erste Mord bekannt wirkt. Auch die Entnahme der inneren Organe wirkt wie schon gesehen, aber dann entwickelt sich das Makabre kontinuierlich zum Highlight des Films. Es entstehen abstruse Situationen, in denen sogar vollkommen übersehen wird, dass der Koch soeben jemanden getötet hat. Witzigerweise ist er selbst völlig fassungslos, dass er damit durchkommt bzw. niemandem seine blutverschmierte Kleidung auffällt. Dass der Film nur für Erwachsene bestimmt ist, macht Sinn und erfahrene Horrorfans können bei mindestens einer Szene sogar Parallelen (Korkenzieher statt Bohrmaschine) zu den Werken Lucio Fulcis erkennen.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist gut gelungen und präsentiert sich mit kräftigen, aber nicht überfrachteten Farben. Der Kontrast ist ordentlich und Details bleiben auch bei dunkleren Szenen erkennbar. Der Ton ist ebenfalls gut, aber im Surroundbereich lediglich beim Score aktiv.

Nach dem Originaltrailer folgt ein Blick hinter die Kulissen von 4,5 Minuten und es gibt ein paar eher belanglose Bilder von den Dreharbeiten. In einem weiteren kurzen Extra ist das Vorsprechen von Mark Hengst mit der Kamera festgehalten worden. Und wenn der Zuschauer möchte, kann er sich noch einen Audiokommentar zuschalten, der von dem Produzenten Nicholas Bonomo und den meisten Darstellern verfasst wurde.

Fazit:
Aufgrund des guten schwarzen Humors kann „The Cook“ durchaus ans Herz gelegt werden, auch wenn er kein Genrehighlight ist. Dennoch hebt er sich von der breiten Masse ab und kaschiert den nicht unbedingt innovativen Grundplot mit einigen bösen Einfällen. Technisch ist die DVD vollkommen in Ordnung.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,66:1
1,66:1
78:41 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Trailer
  • Audiokommentar von Produzent Nicholas Bonomo und den Darstellern Mark Hengst, Miknna Ridgway, Kit Paquin, Penny Drake und Nina Fehren
  • Behind The Scenes
  • Audition Mark Hengst

The Cook - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
The Cook
The Cook

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Gore & Fun


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008
Regie:
Gregg Simon
Drehbuch:
Nicholas Bonomo, Francisco Rodriguez
Darsteller:
Mark Hengst, Makinna Ridgway, Kit Paquin, Penny Drake, Nina Fehren

Label Deutschland :
Savoy Film
Verkaufsstart Deutschland :
26.09.2008