Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Stingray - Hell on Wheels
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - Stingray - Hell on Wheels

Story:
Lonigan (William Watson) und Tony (Bert Hinchman) sind bei einem missglückten Drogendeal gezwungen, ihre beiden Geschäftspartner aus dem Verkehr zu ziehen. Im Anschluss daran verstecken sie die Drogen und das erbeutete Bargeld in Höhe von einer Million Dollar in einer roten Corvette Sting Ray. Die Polizei hat nichts gegen sie in der Hand und muss sie wieder laufen lassen. Als sie sich jedoch mit ihrer Komplizin Abigail (Sherry Jackson) die Ware aus dem Auto zurückholen wollen, müssen sie mit ansehen, wie die neuen Besitzer, Al (Christopher Mitchum) und Elmo (Les Lannom), vor ihren Augen damit davonbrausen. Das ist der Startschuss zu einer wilden Verfolgungsjagd.

Meinung zum Film:
Die Neuveröffentlichung von "Stingray - Hell on Wheels" wirbt mit dem Slogan "First Time On DVD". Tatsächlich scheint bisher weltweit keine offizielle DVD-Veröffentlichung des Films zu existieren. Das dürfte allerdings daran liegen, dass für diesen Film in seinem Entstehungsland USA momentan scheinbar keine Copyrights existieren und der Film daher den Public-Domain-Status besitzt. Somit finden sich diverse inoffizielle Veröffentlichungen des Films, oder auch im Rahmen von Box-Sets im Ramschpreisbereich. Bei den eher unbekannten Darstellern sticht noch am ehesten Christopher Mitchum heraus. Er war der zweite Sohn von Robert Mitchum ("Die Totenliste"), der zeitlebens vergeblich dem Ruhm seines Vaters hinterherrannte, was sicherlich auch in seinem äußerst beschränkten schauspielerischen Talent begründet lag. Seine größten Erfolge feierte er dann auch mit übelster, bleihaltiger Z-Movie-Ware, z.B. aus Indonesien ("American Hunter") oder von den Philippinen ("Jäger der Apokalypse 2").

"Stingray - Hell on Wheels" ist ein typischer Vertreter des Genres der automobilen Action-Komödie, das sich in den späten 70er und frühen 80er-Jahren auf Kinoleinwänden großer Beliebtheit erfreute. Die bekanntesten Vertreter waren dabei Filme wie "Cannonball" mit David Carradine oder "Ein ausgekochtes Schlitzohr" mit Burt Reynolds. Und so finden sich auch hier typische Elemente des Genres, wie ein PS-starker Hauptdarsteller, destruktive Verfolgungsjagden, unter denen stets die Umgebung zu leiden hat, strunzdumme Cops, die regelmäßig ihre eigenen Karossen zerlegen, dummen, großmäuligen Sprüchen am Fließband oder auch die üblichen überzogenen Charaktere. Während der Film nie wirklich langweilig wird, versteht es das Drehbuch leider auch nie, die Elemente so zu verknüpfen, dass daraus etwas Spektakuläres oder gar Innovatives entsteht. Die namensgebende Corvette aus den 60er-Jahren, die eigentlich auf den Namen "Sting Ray" und nicht "Stingray" hört, ist zwar eine echte Augenweide mit einer Menge Pferdestärken unter der Haube, die automobilen Verfolgungssequenzen sind aber leider bestenfalls Durchschnittsware aus dem Genrebaukasten.

Ein gewisses Alleinstellungsmerkmal besitzt "Stingray" allerdings durch eine, diesem eher seicht-harmlos-komödiantisch angelegten Genre so gar nicht inhärente, nicht gerade unerhebliche Brutalität, die sich dann auch in der Altersfreigabe ab 16 Jahren niederschlägt. Hier werden trotz in die Jahre gekommener, ungeschliffener Schnodder-Synchro und Slapstickeinlagen einige Menschen getötet und das stets auch durchaus grafisch und häufig auch ziemlich unmotiviert. Mit Kunstblut und Einschusslöchern wird zudem keineswegs gespart. Das ist allerdings auch ein deutliches Zeichen für die Unentschlossenheit der Filmverantwortlichen, die bei der Kombination komödiantischer Einlagen und harter Action stets den goldenen Mittelweg verpassten.  

Digitale Aufarbeitung:
Obwohl alle bisherigen Veröffentlichungen des Films im Vollbildformat daherkamen, kündigte Ascot Elite den Film für diese DVD-Veröffentlichung im Breitbildformat an. Entgegen dieser Ankündigung liegt der Film aber erneut nur im Vollbildformat vor. Die Bildqualität ist auch nicht gerade ein Highlight. Die DVD weist ein stärkeres Bildrauschen nebst Kantenflimmern auf, außerdem sind die Farben sehr blass geraten. Die Bildschärfe ist zufriedenstellend, während der Kontrast deutlich ausgewogener sein könnte, dafür gibt es aber kaum Verschmutzungen. Lediglich gegen Ende des Films fallen dann auch noch ein paar stärkere Beschädigungen der Vorlage ins Auge. Beim Ton sollte man seine Erwartungen ziemlich herunterschrauben. Die Dolby-Digital-2.0-Tonspuren sind zwar zu jeder Zeit gut verständlich, klingen aber im Hinblick auf Effekte, wie Schussgeräusche oder Motorensounds, einfach nur sehr schwach auf der Brust. Zudem werden Fahrsequenzen häufig noch von billiger Zirkusmusik übertönt.

Im DVD-ROM-Teil dieser Veröffentlichung finden sich lediglich 18 deutsche, hochauflösende Kinoaushangmotive des Films im PDF-Format. Bei der gewählten Verpackungsart handelt es sich offensichtlich um das bereits aus der Steel-Edition von Splendid bekannte Metalpak. Auf den ersten Blick entpuppt sich dieses Äußere als gelungener Eyecatcher im Design der namensgebenden Corvette Sting Ray. Bei näherer Betrachtung ergeben sich aber die üblichen Schwächen dieser Verpackungsvariante. Sie erinnert von der Materialqualität her eher an eine Keksdose, ist entsprechend instabil und neigt somit zur Beulenbildung. Auch im Inneren wurden die Fehler aus der Vergangenheit wiederholt. Die Stoffauskleidung des Metalpaks, auf der die DVD direkt aufliegt, mag zwar schön aussehen, hinterlässt aber regelmäßig einen schwarzen Film aus Fusseln auf der DVD. Diese muss dementsprechend immer wieder gereinigt werden, wenn man seinen DVD-Player noch ein Weilchen weiternutzen möchte.  

Fazit:
"Stingray - Hell on Wheels" ist eine automobile Action-Komödie mit den typischen Zutaten des Genres, ohne echte Höhepunkte, aber auch ohne echte Durchhänger, jedoch eine Spur härter als vergleichbare Beiträge. Fans dieses Genres dürfen durchaus mal einen Blick riskieren, mehr als Durchschnitt wird hier aber nicht geboten. Zudem bewegt sich die technische Präsentation ebenfalls nur auf einem entsprechenden, mittelmäßigen Niveau.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,33:1
1,33:1
85:39 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine Untertitel vorhanden.
Bonusmaterial:
  • Originale Verleihbilder im PDF-Format (DVD-ROM)
Stingray - Hell on Wheels - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Stingray - Hell on Wheels
Stingray

Bild unseres Mitarbeiters Lennart Reimherr
Eine bildschöne Corvette allein macht leider noch keine überdurchschnittliche Action-Komödie!


Autor der Besprechung:
Lennart Reimherr

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
1978, USA
Regie:
Richard Taylor
Drehbuch:
Richard Taylor
Darsteller:
Christopher Mitchum, Les Lannom, William Watson, Sherry Jackson, Bert Hinchman, Cliff Emmich

Label Deutschland :
Ascot Elite
Verkaufsstart Deutschland :
21.08.2008