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DVD-Besprechung - Lycan
Story:
Phil Madden (Phil Gauvin) hat eine kleine, aber feine Firma, die Spezialeffekte für das Kino produziert. Er hat gerade alle Hände voll zu tun, damit er ein paar interessierte Produzenten für einen dicken Auftrag gewinnen will. An seiner Seite arbeitet sein Sohn Kevin (Michael Dionne) und seine Schwiegertochter Car (Tamara Malawitz). Eines Tages bekommen sie eine überzählige Kiste mit Spezialfeuerwerk geliefert, ohne diese jedoch zu öffnen. Das ist aber auch nicht notwenidg, denn in der Irrläuferbox befindet sich ein weiblicher Werwolf, der sich vermehren will und Kevin scheint der ideale Paarungspartner zu sein…
Meinung zum Film:
„Lycan“ gehört zu der Kategorie des Monsterfilms, Sparte Werwolf. Es ist eine Low-Budget-Produktion, die recht klassisch an die Geschichte herangeht, aber leider ein wenig informationslos bleibt. Es stellen sich dem Zuschauer viele Fragen, wie z.B. wo kommt der Werwolf her? Zu viel wird vorausgesetzt, was auf einen ambitionierten, aber etwas unüberlegten Drehbuchautoren schließen lässt. Dabei wäre es nicht verwerflich, sich der klassischen Erklärungen zu bedienen, zumindest wenn die filmische Umsetzung ordentlich wäre. Einen Bruch mit der klassischen Figur des Werwolfs gibt aber doch, denn dieser sitzt in der Anfangssequenz in einer Transportkiste und betrachtet seinen Nachfolger mit Monsterblick, also als Werwolf. Problem: es ist heller Tag. Es passt also hin und wieder nicht so ganz.
Dann kommen die Verfolgungen aus der Sicht der Bestie hinzu, denn diese sind immer rot eingefärbt. Dies soll ein bedrohliches Stilmittel sein, doch optisch nervt es einfach nur den Zuschauer. Lustig wird es dann, wenn der erste Werwolf dann mal in voller „Pracht“ zu sehen ist, denn die Maske ist derart misslungen wie der komplette CGI-Werwolf in „Verflucht“. Zu Halloween sieht man da wirklich bessere Verkleidungen. Trotzdem kann dem Horrorstreifen nicht eine gewisse Qualität abgesprochen werden und so ist er unter den Low-Budget-Streifen einer der besseren Sorte. Die blutigen Effekte sind sehr augenscheinlich hausgemacht, aber als solche gar nicht mal schlecht in Szene gesetzt. Die schauspielerischen Qualitäten sind begrenzt und in einigen Sequenzen erinnern sie an die Nebenrollen und Statisten aus den trashigen Produktionen aus dem Hause „Troma“.
Die Verwandlung eines Menschen zu einem haarigen Untier war schon seit jeher eine tricktechnische Hochleistung unter den Filmemachern. Die wohl beste Verwandlung darf getrost dem unerreichten „American Werewolf“ attestiert werden. In „Lycan“ war man sich dieser Aufgabe bewusst und hat durch geschickte, schnelle Schnittwechsel diesen eigentlich aufwändigen Teil mal ganz anders eingefangen. Da hat sich jemand Gedanken gemacht, sogar erfolgreich, denn mit minimalem Aufwand wurde ein Maximum an Ergebnis erreicht. Während die erste Filmhälfte noch eher ernsthaft ist, so wird die zweite zu einem kleinen Gagfestival. Allein der parapsychologische Jäger ist Klasse und sein tibetisches Anti-Werwolf-Flötenspiel ist einfach zum Piepen.
Digitale Aufarbeitung:
Die gebotene Bildqualität entspricht dem, was man von einer preiswerten Produktion erwarten darf. Natürlich hat es eine gewisse Körnung, teilweise auch mal Unschärfen, die aber von der Kamera stammen dürften. Die Farben wirken von Szene zu Szene anders, selten wirken sie ausgewogen. Der Ton ist akzeptabel, vor allem weil die deutsche Synchronisation da einiges wieder Wett macht.
Die Extras setzen sich überwiegend aus Werbung in der Form des deutschen, englischen und des US-Trailers zusammen. Das Feature „Composing A Monster“ ist vom Titel her eigentlich nicht ganz richtig, denn inhaltlich geht es um die Entstehung des Films an sich. Leider ohne Untertitel. Ohne Untertitel ist dann auch der Audiokommentar der beiden Regisseure Gregory C. Parker und Christian Pindar. Den Abschluss bildet dann noch das rockige Musikvideo “Spit You Out”.
Fazit:
„Lycan“ ist ein Low-Budget-Streifen, der in der Gesamtbetrachtung durchaus für trashige Horrorunterhaltung sorgen kann. Wer schräge Einfälle und fast schon absurden Humor mag, dem wird die zweite Filmhälfte richtig Spaß machen. Das Mainstream-Publikum sollte hier aber etwas vorsichtig sein. Technisch sind, herkunftsbedingt, kleinere Abstriche zu machen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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85:37 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Feature "Composing A Monster"
- Trailer (deutsch)
- Trailer (englisch)
- US-Trailer
- Musik-Video "Spit On You"
- Audiokommentar von de Regisseuren Gregory C. Parker und Christian Pindar
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Lycan
Werewolf: The Devils Hound
Werwölfin in Reproduktionslaune
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Gregory C. Parker, Christian Pindar Drehbuch: Gregory C. Parker, Christian Pindar Darsteller: Kirsten Babich, Christy O. Cianci, Michael Dionne, Tamara Malawitz, Phil Gauvin
Label :
Atomik Films
Verkaufsstart : 23.10.2008
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