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DVD-Besprechung - Vergeltung der Verdammten
Story:
Sentenza Blake (Javier De la Vega) schwängerte die Tochter von Mary Black (Janet Barr), die eine Bande von Frauen anführt. Die Damen machen sich auf die Jagd und kommen in die Geisterstadt Amnesty, wo der ehemalige Priester Lockhardt (Andres Bagg), nachdem er ermordet wurde, einen Pakt mit dem Teufel schloss und als Geist sein Unwesen treibt und auf Rache sinnt.
Meinung zum Film:
Regisseur Albert Pyun kann eine beachtliche Reihe von B-Filmen in seinem Schaffen vorweisen. 1990 führte er Regie bei der „Captain America“-Comic-Realverfilmung, später drehte er die recht erfolgreiche „Nemesis“-Serie, die es immerhin auf 4 Teile brachte und im Jahr 2000 drehte er „Ticker“ mit Haudrauf-Klops Steven Seagal, der seine besten Tage schon lange hinter sich hat. In „Vergeltung der Verdammten“ wollte Pyun einen Horror-Western drehen – mit zweifelhaftem Erfolg.
Als erstes fällt die leicht billige DV-Optik auf, in der der Film gedreht wurde und der zumindest verwöhnte Augen gleich zu Beginn stört. Pyun hat in diesem Film auch eine Vorliebe für Slow-Motion und Standbilder, in denen er an passenden und unpassenden Stellen die jeweiligen Gesichter der Darsteller einfriert. Manche mögen solche Effekte cool finden, sie stören jedoch auf Dauer den Filmfluss, zudem wird nicht klar, was damit eigentlich bezweckt werden soll. Auch die Darsteller sorgen mit ihren Leistungen nicht dafür, dass aus diesem Film ein Erfolg wird. Allen voran stört der Spanier Javier De la Vega, der bislang nur in einer handvoll Produktionen mitspielen konnte, und mit seinem smarten Aussehen den coolen Revolvermann nur schlecht mimen kann. Überhaupt nicht bedrohlich wirkt auch der Geist, dargestellt von Andres Bagg. Dieser steht mit bisher 4 Filmen ebenfalls erst am Anfang seiner Karriere und erinnert mehr an einen Johnny Depp als an einen bedrohlichen Untoten, der erst schießt und dann fragt.
Ein weiteres tun dann die Kulissen hinzu, die in der Stadt Amnesty eher an Spanien als an die USA erinnern – Westernfeeling kommt dort keines auf und nur weil mit Colts geschossen wird, muss man nicht gleich unbedingt von einem Western sprechen. Ebenfalls etwas störend wirken die CGI-Effekte, die man mit „echten“ Tricks teilweise sicherlich glaubwürdiger hätte inszenieren könnte. Alles in allem bietet der Film einfach zu wenig, um von ihm knappe 90 Minuten lang gut unterhalten zu werden, trotz einer nicht uninteressanten Geschichte wird man mit diesem Film einfach nicht warm.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist gut gelungen und bietet keinen Anlass zum Klagen. Bildstörungen sind Fehlanzeige, statt dessen dominieren satte Farben und ein guter Kontrast. Der Ton liegt sowohl auf deutsch als auch auf englisch in Dolby Digital 2.0 und 5.1 vor – wer die technischen Möglichkeiten hat, sollte die 5.1er-Spur wählen, die Effekte für die hinteren Lautsprecher bereithält.
An Extras gibt es ein rund zehnminütiges Making of, einen Trailer und biographische Daten über Regisseur Albert Pyun.
Fazit:
„Vergeltung der Verdammten“ will ein Horror-Western sein, schafft es aber nicht wirklich, wenigstens eines dieser Genres gut zu bedienen. Teilweise unpassende Darsteller und unnötige Spielereien mit dem Schnitt vermiesen den Spaß noch obendrein. Auch wenn die DVD technisch gut ist – hier muss man nicht wirklich einschalten.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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83:59 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch |
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Bonusmaterial:
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- Making of
- Trailer
- Biographie Albert Pyun
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Vergeltung der Verdammten
Left for Dead
Misslungene Mischung aus Horror und Western
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Albert Pyun Drehbuch: Chad Leslie Darsteller: María Alche, Soledad Arocena, Andres Bagg, Janet Barr, Javier De la Vega
Label :
Epix
Verkaufsstart : 18.09.2008
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