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DVD-Besprechung - Das Grauen auf Black Torment
Story:
Als Sir Richard (John Turner) zusammen mit seiner zukünftigen Ehefrau Lady Elizabeth (Heather Sears) auf seinen Landsitz zurück kehrt, scheint sich einiges verändert zu haben, seit er zum letzten mal dort war. Zunächst zeigt ihm der Schmied (Francis De Wolff) offen seine Ablehnung, dann muss er mit anhören, wie er eines Mordes verdächtigt wird. Als er eines Nachts eine geisterhafte, weiße Frauengestalt vor dem Fenster sieht und Augenzeugen berichten, dass er an Orten gesehen wurde, an denen er eigentlich unmöglich hätte sein können, beginnt Sir Richard immer mehr an seinem Verstand zu zweifeln.
Meinung zum Film:
Gleich zu Beginn von „Das Grauen auf Black Torment“ wird der Zuschauer mit dem folgenden, lediglich in der deutschen Version eingefügten Text auf den Film vorbereitet: „Die Produzenten haben eine strengste Regel aufgestellt und werden dieselbe erzwingen, gemäß welcher gar niemand das gar bedrohliche und dramatische Ende darf preisgeben. Sie haben auch verordnet, dass jedwede Person, so dieses Ende preisgibt, von der "SCHWARZEN PLAGE" wird erfasst werden“. Ob dieser Warnung in den 60er-Jahren für Angst unter den deutschen Kinogängern sorgte, müssen Filmhistoriker oder Zeitzeugen beurteilen, heutzutage lockt man damit sicherlich keinen müden Hund mehr hinter dem warmen Ofen hervor. Was damit allerdings erreicht wird, ist eine unfreiwillige Komik in den Film zu bringen, die spätestens beim Versuch einer ernsthaften Auseinandersetzung mit den Text im lauten Gelächter enden wird. Allerdings hat man sich vor allem mit dem letzten Satz einen Bärendienst erwiesen, da dadurch eine Erwartung beim Publikum geweckt werden dürfte, die der Film anschließend nicht erfüllen kann.
Wer erwartet, dass die dort angesprochene Schwarze Plage in irgendeiner Weise auch Thema im Film ist, wird beim Abspann enttäuschend feststellen müssen, dass diese nicht einmal am Rande angesprochen wird. Überhaupt gibt es nichts Mystisches oder irgendeine Form von Seuche im Film zu sehen. Bei dem Film handelt es sich um einen lupenreinen Krimi, der nicht mehr übernatürliches zu bieten hat, als ein x-beliebiger Edgar-Wallace-Film. Im Grunde wird schon recht früh im Film klar, dass es sich bei den Vorgängen rund um den Landsitz um nichts anderes als einen sehr bodenständigen Komplott handelt, der Sir Richard im Fokus hat.
Die Entwicklung der Geschichte beginnt recht behäbig und nimmt nur langsam an Fahrt auf. Beim Eintreffen im Dorf wird bedächtig eine Stimmung aufgebaut, die zeigt, dass die Dorfbewohner Sir Richard für einen Mörder halten. Hinzu kommt dann noch die geisterhafte Gestalt, die des Nachts durch die Gegend streift und Erinnerungen an Sir Richards vor 5 Jahren verunglückte Frau weckt. Daraus entwickelt sich ein Who-Dunnit-Plot, bei dem der Zuschauer bis zum Ende mit raten kann, wer nun tatsächlich hinter den ganzen Vorgängen steckt. Groß Angst haben, dass jemand das Ende vorweg nehmen könnte, brauchen die Produzenten allerdings nicht zu haben, da es ohnehin schon recht früh im Film zu erahnen ist, was in Wirklichkeit vor sich geht . Zu plump werden immer wieder Hinweise mit dem dicken Holzhammer präsentiert, als dass man diese wirklich übersehen könnte. Aber dennoch versteht es „Das Grauen auf Black Torment“ mit einem ordentlichen Krimiplot im historischen Gewand zu unterhalten. Wer allerdings auf das Grauen der Schwarzen Plage wartet, wird zwangsläufig enttäuscht.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der DVD ist dem Alter angemessen gut ausgefallen. Es gibt zwar gelegentlich kleinere Verschmutzungen zu erkennen und der tiefe Kontrast sorgt zusammen mit den kräftigen Farben für eine ganz eigene Atmosphäre, doch passt diese gut zum Inhalt. Der deutsche Mono-Ton ist gut zu verstehen und erfüllt seinen Zweck.
Als Extras gibt es den deutschen Kinotrailer zum Film, die englische Titelsequenz und eine Bildergalerie mit Werbematerial.
Ausgeliefert wird der 9. Film der "Der phantastische Film"-Reihe wie gewohnt im Schuber mit alternativem Postermotiv, dem ein Booklet mit Hintergrundinformationen beiliegt.
Fazit:
„Das Grauen auf Black Torment“ ist ein ordentlich unterhaltsamer Mittelalter-Krimi, mit einem zwar erst langsam in die Gänge kommenden Plot, der sich aber im Verlauf konstant steigert. Die Auflösung ist zwar recht bald offensichtlich, doch wer kein mystisches Grauen erwartet, sollte darüber hinweg sehen können. Für Krimi-Freunde ist der Film sicherlich einen Blick wert, für Horror- oder Gruselfreund allerdings eher weniger.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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81:55 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 1.0 | Englisch Dolby Digital 1.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Englische Titelsequenz
- Deutscher Trailer
- Bildergalerie
- Booklet
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Das Grauen auf Black Torment
The Black Torment
Ein ordentlicher Krimi in historischem Szenario
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK, 1964 Regie: Robert Hartford-Davis Drehbuch: Derek Ford, Donald Ford Darsteller: Heather Sears, John Turner, Peter Arne, Ann Lynn, Norman Bird, Raymond Huntley, Annette Whiteley, Francis De Wolff
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 18.09.2008
Vertrieb :
Impuls Home Entertainment
Verkaufsstart : 18.09.2008
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