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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Last Hour

Story:
Monk, Casino, Black Jack, Shang und Poker - das sind fünf unterschiedliche Männer, die einiges gemeinsam haben: Alle tragen Waffen, haben einen tödlichen Ruf und werden von der Polizei gesucht. Sie treffen sich vor einem verlassenen Haus in Hongkong, zu dem Sie alle durch ein mysteriöses Schreiben eingeladen wurden. Kurz nachdem die Männer das Gebäude mit Hilfe der ebenfalls auftauchenden "Kollegin" Poison betreten haben, müssen sie jedoch feststellen, dass dort nicht alles mit rechten Dingen zugeht ...


Meinung zum Film:
Sie sind die tödlichsten Killer der Welt: Black Jack, Monk, Poker, Shang, Mr. Casino und Poison. Jeder von ihnen hat sein eigenes Markenzeichen hinsichtlich seiner Methoden. Beispielsweise heißt es von Monk (Michael Madsen, "Kill Bill"), er habe als Kind in einem deutschen Kloster gelebt, wo er missbraucht worden sei und daraufhin Rache genommen habe. Seitdem bekreuzige er sich immer, wenn ein Mord kurz bevorsteht. Shang ist Chinese, der zwar in Amerika aufwuchs, aber trotzdem die typischen Eigenschaften eines geschickten, lautlosen Kung-Fu-Killers aufweist. Und einer Einladung zum Kaffetrinken bei Poison sollte man äußerst misstrauisch gegenüberstehen, mischt sie doch gerne mal das eine oder andere weniger bekömmliche Mittel in ihre Getränke. Alle sechs haben eins gemeinsam: Jeder bekommt einen notariellen Brief mit dem letzten Willen seines Vaters, der ihn an einem bestimmten Tag zu einem bestimmten Haus ruft.

So trifft sich die illustre Killer-Gruppe dort, ohne voneinander zu wissen. Und als wäre die ganze Sache noch nicht mysteriös genug, kommt es bald zu weiteren Merkwürdigkeiten: Jeder entdeckt in dem luxuriösen Haus einen prägnanten Gegenstand aus seinem eigenen Besitz, der eigentlich gar nicht dort sein kann. Monk findet sein "Neues Testament", Shang eine Spieluhr, die normalerweise in seinem Zimmer steht, Mr. Casino einen Spazierstock etc. Was hat es damit auf sich? Und was sollen sie überhaupt an diesem Ort? Lange Zeit, darüber nachzudenken, bleibt ihnen jedoch nicht, denn schon bald kommt es unter seltsamen Umständen zu einem Todesopfer unter ihnen - und noch dazu steht die Polizei plötzlich einmarschbereit vor der Haustür. Schnell wird klar, dass sich eine weitere Person im Haus befinden muss, die nun versucht, die Killer nacheinander auszuschalten ...

Was zunächst spannend klingt, entpuppt sich insgesamt leider als ziemlicher Reinfall. Das Problem von "Last Hour" ist vor allem, dass es der Film nicht schafft, in irgendeiner Form Spannung aufzubauen. Die Grundidee ist nicht mal allzu schlecht, doch was beispielsweise bei "Mindhunters" für einen spannenden, nervenzerfetzenden Thriller sorgte, bringt hier nur gähnende Langeweile. Die "mysteriöse" Atmosphäre des Ganzen wirkt für den Zuschauer nicht eine Sekunde lang mitreißend oder auch nur annähernd unheimlich. Gruselig ist lediglich die schauspielerische Leistung einiger Darsteller, insbesondere der Chef des Hong Kong CID wirkt deplatziert und lächerlich. Da gibt David Carradine ("Kill Bill") schon einen weitaus überzeugenderen Polizeichef in coolem Clint-Eastwood-Stil ab, doch er kann den Film auch nicht mehr retten. Dieser krankt zum Einen an der sehr schwachen, keine Stimmung aufkommen lassenden Inszenierung in mittelmäßigem TV-Stil - zum Anderen an dem seltsamen Drehbuch, das zunächst sogar halbwegs interessant anfängt, aber zum Schluss hin nur noch verworren und für den Zuschauer kaum noch nachvollziehbar ist. Gerade die Auflösung des Ganzen dürfte beim Betrachter viele Fragezeichen hinterlassen.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der DVD bietet natürliche Farben und eine gute Schärfe, rauscht allerdings ziemlich stark. Zudem macht sich die Kompression sehr deutlich durch Artefaktbildung bemerkbar. Letzteres liegt vermutlich auch an der übertriebenen Fülle an Tonspuren: Neben der deutschen und englischen Variante in Dolby Digital 5.1 gibt es eine Stereospur auf Englisch und eine deutsche dts-Version. Während die Stereospur mal wieder überflüssig ist, kann die dts-Fassung durch etwas mehr Druck und Dynamik als ihr Dolby-Digital-Pendant überzeugen. Wirklich nötig gewesen wäre sie allerdings nicht, dafür sind die Unterschiede zu marginal. Da hätte man lieber dem Bild etwas mehr Speicherplatz einräumen sollen.

Als Bonusmaterial gibt es lediglich einen Teaser und einen Trailer.

Fazit:
"Last Hour" hat eigentlich eine interessante Grundidee, doch leider ist die Umsetzung miserabel. Es kommt einfach kein bisschen Spannung auf und die Aufklärung des Rätsels bleibt für den Zuschauer viel zu verwirrend. Da kann auch die solide darstellerische Leistung von David Carradine als Police-Detective nichts mehr herausreißen. Die DVD bewegt sich technisch im guten Mittelfeld, bietet allerdings keinerlei nennenswertes Bonusmaterial.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
91:16 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Trailer
  • Teaser
Last Hour - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Last Hour
Last Hour

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Sehr lahmer Thriller ohne jegliche Spannung


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Hongkong, Frankreich, 2008
Regie:
Pascal Caubet
Drehbuch:
Pascal Caubet, Maxime Lemaitre
Darsteller:
DMX, Michael Madsen, Pascal Caubet, David Carradine, Paul Sorvino

Label Deutschland :
Bronson Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
12.09.2008