 |
DVD-Besprechung - Voodoo Blood
Story:
Kevin (Kirk Baily) und Miles (Billy ´Sly´ Williams) sind auf dem Weg um einen alten Freund zu besuchen. Doch noch bevor sie diesen treffen, geraten sie in den Wirkungskreis des Voodoo-Priesters Makoute (Tony Todd), der mit Vorliebe unter den Erntehelfern seine Opfer sucht, um ihnen Gliedmaße abzutrennen, aus denen er sich einen Super-Zombie basteln will. Mit Hilfe der einheimischen Tina (Gina Gershon) versuchen die beiden Studenten, ihrem tödlichen Schicksal zu entkommen und das Schicksal ihres verschollenen Freundes zu klären.
Meinung zum Film:
„Voodoo Blood“ ist eine Low Budget-Produktion aus den frühen 90er-Jahren, die heute wohl kaum jemanden mehr interessieren würde, wären nicht zwei mittlerweile bekannte Darsteller darin zu sehen. Einer davon ist Tony Todd in der Rolle des verrückten Voodoo-Priesters Makoute, der später noch in der Rolle des Candymans seinen festen Platz unter den beliebten Monsterfiguren des Horrorkinos finden sollte. Das andere bekannte Gesicht ist Gina Gershon, die als Femme Fatale mir Sexappeal in „Bound“ auf sich aufmerksam machte und später in Filmen wie „Im Körper des Feindes“ oder „P.S. Ich Liebe Dich“ zu sehen war. Doch wer jetzt glaubt, dass „Voodoo Blood“ durch die Beteiligung der Beiden zumindest einigermaßen unterhaltsam sei, soll bereits an dieser Stelle gewarnt werden – denn genau das Gegenteil ist der Fall!
Was Regisseur Steven Fierberg, dessen größter Erfolg wahrscheinlich sein Part als Kameramann bei „Nightmare on Elm Street 4“ war, hier dem Zuschauer als Story präsentiert, ist selbst für einen B-Picture höchst plump. Makoute läuft die ganze Zeit wie ein Tollwütiger mit seiner Machete durch die Gegend, tötet dabei offensichtlich wahllos Menschen und trennt einzelne Gliedmaßen für seinen Super-Zombie ab. Was genau es mit diesem auf sich hat und wieso das Sammeln so lange dauert, obwohl Makoute recht fleißig zu Werke geht, bleibt dabei ein Geheimnis. Zur Auflockerung laufen ab und an bleichgesichtige Zombies durch die Gegend, die aber weder gefährlich aussehen, noch sonderlich effektiv sind. Welche Funktion die Untoten für Makoute ausfüllen, bleibt allerdings ebenfalls im Verborgenen. Sie scheinen aber nicht mehr als Haustiere zu sein, deren Auslauf auf ein nicht erkennbar abgestecktes Gebiet begrenzt ist.
Aber auch die Aktionen der Helden im Film sind nicht sonderlich überzeugend. Im Grunde rennen sie die ganze Zeit über nur von einem Ort zum nächsten, um dann wiederum woanders hin zumüssen. Wie in einem schlecht konzipierten Adventure sind die Handelnden dadurch ständig in Bewegung, ohne dass der Plot selbst dadurch einen Schritt weiter kommen würde, geschweige denn dass zumindest der Hauch von Spannung dadurch entsteht. Die ganz üble deutsche Synchronisation trägt dann den Rest dazu bei, dass „Voodoo Blood“ zu einer unfreiwilligen Comedy-Veranstaltung gerät, bei der die Gefahr deutliche größer ist bei Angriffen Makoutes lauthals loszulachen, als vor Schreck zusammen zu fahren. Die Krönung ist hinsichtlich der unfreiwilligen Komik das große Finale im Film, wo mit angestrengter Mimik und einer Voodoo-Puppe in den Händen versucht wird, den großen, unbesiegbaren Voodoo-Priester, der zuvor die ganze Gegend in Angst und Schrecken versetzte, zu stoppen. Wenn Tony Todd sich bei dem Versuch wie ein Limbotänzer verdreht, weiß man als Zuschauer zumindest, dass es gleich endlich vorbei sein wird. Dabei ist es egal wer gewinnt, Hauptsache man selbst kommt ohne bleibende Schäden aus dem ganzen Murks wieder raus.
Digitale Aufarbeitung:
Die Schärfe des Bildes fällt nicht sonderlich gelungen aus. Die Konturen wirken weich gezeichnet und zudem verschluckt der tiefe Kontrast immer wieder Details. Der deutsche Ton ist durchweg gut zu verstehen, kann in Sachen Raumklang aber kein einziges Akzent setzen.
Als Extra gibt es den deutschen Trailer zum Film und einen Lauftext mit Informationen über die Voodoo-Religion. Die auf dem Cover angegebenen Infotafeln zu Tony Todd und Gina Gershon sind auf der DVD nicht zu finden.
Fazit:
„Voodoo Blood“ gehört zu den Filmen des letzten Jahrhunderts, die es besser nicht in das digitale Zeitalter geschafft hätten. Aber die Beteiligung von Tony Todd und Gina Gershon haben dann doch zu viel Marketing-Kraft, um die Chance verstreichen zu lassen. Aber zum Glück kann jeder selbst entscheiden, was er sich in den Player legt, und dieser Titel sollte es eher nicht sein.
Technische Daten:
|
FSK-Freigabe:
|
Bildformat:
|
Laufzeit:
|
|
|
1,85:1
|
79:39 Minuten
|
|
Sprachen / Tonformate:
|
Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
|
Untertitel:
|
|
Deutsch |
|
Bonusmaterial:
|
- Trailer zum Film
- Infotext über die Voodoo-Religion
|
|  |
Voodoo Blood
Voodoo Dawn
Ein übler Voodoo-Zombie-Murks, der von Anfang bis Ende fast nur langweilt
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1990 Regie: Steven Fierberg Drehbuch: Jeffrey Delman, Evan Dunsky, Thomas Rendon, Thomas Rendon Darsteller: Gina Gershon, Tony Todd, Raymond St. Jacques, Theresa Merritt, Kirk Baily, Billy 'Sly' Williams, J. Grant Albrecht,
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 04.09.2008
|