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DVD-Besprechung - Killer Killer
Story:
Die Gesellschaft nennt sie „Bestien in Menschengestalt“ oder auch „Monster“. Sie sind Mörder, sie haben Frauen und junge Mädchen getötet und dafür sitzen sie nun ein. Doch eines Morgens ist alles anders, denn die Wärter sind weg, die Türen offen. Ein tödlicher Nebel hat sich um ihr Gefängnis gelegt und eine Flucht in die Freiheit ist unmöglich. Während die mehrfachen Killer noch ihre Situation beraten, wird der erste von ihnen getötet und schnell ist klar, dass jemand Jagd auf sie macht. Wer das genau ist, sollen sie noch blutig erfahren.
Meinung zum Film:
„Killer Killer“ verfügt zunächst über einen interessanten Ansatz, wenn ausgerechnet Mörder die Opfer werden. In der aktuellen Fernsehserie „Dexter“ wird dieses Thema derzeit ebenfalls verfolgt und eigentlich müsste der zivilisierte Zuschauer in eine Art von moralischem Dilemma dahin dümpeln, denn Mord ist eigentlich verboten, doch wie soll man darüber denken, wenn es einen Killer trifft, der junge Frauen oder gar Kinder umgebracht hat. Glücklicherweise wird diese Zwickmühle schnell überwunden und die Verurteilten stehen vor mehreren Rätseln. Zum einen sieht der Knast über Nacht so aus, als hätte seit Jahren niemand mehr darin gelebt und die Farben lösen sich bereits von den Wänden. Zum anderen gibt es keine Wärter mehr. Sie können das Gefängnis zumindest theoretisch verlassen.
Doch da draußen ist ein tödlicher Nebel, der ein Entkommen verhindert. Plötzlich bricht der erste Mörder blutüberströmt zusammen und keiner kann erklären, wie das von einer Sekunde zur anderen passieren konnte. Ab hier verliert der Horrorstreifen enorm an Glaubwürdigkeit und, viel schlimmer, an Unterhaltungswert. Keine Erklärung, warum der Nebel da ist und wodurch tödlich. Die unglaubwürdige Auflösung der teilweise bizarren Tötungsakte an den Männern macht es nicht einfacher für den Zuschauer. Hinzu kommen die Dimensionssprünge, welche völlig unbeleuchtet bleiben und man sie einfach nur hinnehmen muss. Die Logik wird durch diesen Dreh zwar ausgeschaltet, doch für das Publikum ist dies ein wenig entnervend.
Einzig die Schauspieler können in ihren jeweiligen Charakteren überzeugen und jeder spielt eine ganz andere Art von Mörder. Alle sind Amateure und geben ihr Bestes, doch wie es manchmal so ist, kommen die Mimen nicht gegen die Schwächen des Drehbuchs an. Es ist hier auch vollkommen unerheblich, dass es sich um einen Low-Budget-Streifen handelt. Die Örtlichkeit für den Dreh wurde gut ausgesucht und der Verfall des Gebäudes passt hervorragend zur Ausgangsposition des Films. Der Mangel sitzt leider tiefer und letztlich schafft es der Streifen nicht, den an sich guten Ansatz in adäquate Unterhaltung umzusetzen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild zeigt auf der einen Seite eine realistische Farbgebung, auf der anderen Seite ist ein Bildrauschen deutlich zu erkennen. Dadurch werden gerade Kanten sehr unruhig und nicht sonderlich scharf dargestellt. Der deutsche Ton und die deutsche Synchronisation kommen gut an.
Den Beginn der Extras macht der Originaltrailer, gefolgt von einem kurzen Kapitel (2 Minuten 13 Sekunden) zu einem der Spezialeffekte, wobei hier mehr in Interviewform gesprochen wird. Das darauf folgende Kapitel dauert rund acht Minuten und kann als Making Of betrachtet werden. Weiterhin kann der Zuschauer sich den Film auch noch mit einem Audiokommentar von Regisseur Pat Higgins ansehen. Alle Extras sind nur auf Englisch abrufbar und deutsche Übersetzungen sucht man vergebens.
Fazit:
„Killer Killer“ wird nur ein sehr begrenztes Publikum finden, denn der Film ist weitgehend am Zuschauer vorbei konzipiert worden. Es ist ein typisches Low-Budget-Baby, bei dem der Regisseur sein Werk unglaublich toll findet und dabei die Sicht über den Tellerrand verliert. Beim Bild müssen kleinere Abstriche gemacht werden, während der Ton in Ordnung ist.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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74:58 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar von Regisseur Pat Higgins
- Featurette 1
- Featurette 2
- Trailer
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Killer Killer
KillerKiller
Gute Grundidee, schwache Umsetzung
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA/ GB, 2007 Regie: Pat Higgins Drehbuch: Pat Higgins Darsteller: Richard Collins, Scott Denyer, Dutch Dore-Boize, Cy Henty, Rami Hilmi
Label :
Atomik Films
Verkaufsstart : 22.09.2008
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