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DVD-Besprechung - Die Schneekönigin
Story:
Gerda (Outi Vainionkulma) und Kai (Sebastian Kaatrasalo) sind die besten Freunde, doch die böse Schneekönigin (Satu Silvo), die die Weltherrschaft an sich reißen will, kommt ins Land und entführt den Jungen. Das Mädchen begibt sich auf die Suche nach ihm und gerät dabei selbst in allerlei Gefahren.
Meinung zum Film:
Da hätten wir es wieder mal: Ein fieser Fiesling, der auf die Weltherrschaft aus ist. In diesem Fall handelt es sich dabei um die schöne, aber frostige Schneekönigin. Sie weiß von dem grünen Kristall aus der Krone der Dunkelheit, der irgendwo im Eis begraben liegt. Allerdings kommt man nicht so leicht an ihn heran, denn dazu muss zu einem bestimmten Zeitpunkt das Eis mit dem schwarzen Schwert zerschlagen werden. Gelingt dies und setzt sich der Finder des Kristalls dann auch noch die gesamte Kristallkrone auf, wird er zum Herrscher der Welt - was nicht gerade angenehme Folgen haben würde. Denn die Zeit bliebe stehen, das Wasser würde zu Kristall, die Himmelskörper würden erbleichen und ähnliche Nettigkeiten. Für die Schneekönigin wäre das hingegen das Paradies auf Erden, doch braucht sie jemanden, der ihr bei ihrem Plan hilft.
Diesen Jemand findet sie in dem kleinen Jungen Kai. Kai liebt es, mit seiner Freundin Gerda am Meer herumzutollen, gerät aber eines Tages ins Visier der Schneekönigin und verschwindet während eines großen Schneesturms spurlos, entführt von der bösen Monarchin. Allerdings auch wieder nicht ganz spurlos, denn drei zuvor am Strand gefundene goldene Knöpfe dienen Gerda, die sich sofort auf die Suche nach dem Freund begibt, als Orientierungspunkte. Doch bevor das Mädchen daran denken kann, andere zu retten, muss es erst einmal auf sich selbst aufpassen. Denn schon bald begegnet Gerda einer netten alten Frau. Die ist zwar wirklich ganz nett, allerdings auch einsam - und will Gerda mit verzauberten Schokoladenherzen, die einen alles vergessen lassen, dazu bringen, bei ihr zu bleiben. Zum Glück gibt's da noch die Rosenmädchen, die Gerda warnen. So setzt das Mädchen seinen Weg fort - einen Weg, auf dem noch viele Gefahren lauern ...
"Die Schneekönigin" ist eine finnische Verfilmung des gleichnamigen Märchens von Hans Christian Andersen ... und sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Regisseurin und Autorin Päivi Hartzell stimmt zwar storymäßig weitgehend mit der Vorlage überein, ist aber ansonsten sehr frei interpretiert. Hartzell entschied sich bewusst dafür, den Weg der Kinder zum Erwachsenwerden als zentrales Thema zu nehmen und setzt dies optisch auch dementsprechend um. So leben Kai und Gerda auch nicht in der Zeit, aus der das Märchen stammt, sondern in einer nicht genauer bestimmten Fantasiewelt, in der riesige Sanddünen, weite Meere und verschneite Städte dicht beieinander liegen. Insgesamt scheint das Ganze stark am Balett ausgerichtet zu sein. Nicht nur die ständige tänzelnde Musik hinterlässt diesen Eindruck. Auch die Szenen, die im Freien spielen, wirken geradezu bühnenhaft inszeniert. Zudem bietet der Film zahlreiche Dark-Fantasy-Elemente, gerade im Bezug auf die Schneekönigin, die schon mal gerne unter der Begleitung von Hardrockmusik auftritt. Die Umsetzung passt zu dem Stoff des Märchens - ob sie einem gefällt, muss man allerdings für sich selbst entscheiden.
Digitale Aufarbeitung:
Die DVD der "Schneekönigin" präsentiert den Film als anamorphen Widescreen-Transfer im Format 1,78:1. Das Bild macht einen überraschend guten Eindruck. Denn obwohl der Streifen schon 22 Jahre alt ist, wirkt alles klar und sauber, auch die Schärfe gefällt. Zwar ist immer wieder unterschiedlich starkes Hintergrundrauschen wahrzunehmen, dies wirkt sich allerdings nicht allzu übertrieben störend aus. Der Ton liegt auf Deutsch in Mono und in der finnischen Originalfassung in Stereo vor. Bei beiden Spuren sind die Dialoge gut verständlich, abmischungstechnisch hat aber natürlich - schon systembedingt - die Originalversion die Nase vorn.
Das einzige Bonusmaterial dieser "Special Edition" ist der Trailer zum Film.
Fazit:
"Die Schneekönigin" ist eine sehr eigenwillige Umsetzung des gleichnamigen Märchens von Hans Christian Andersen. Wer sich daran nicht stört und sich auf eine Fantasiewelt einlassen kann, die mit Balettmusik unterlegt ist - aber auch mal mit düsteren Hardrock-Klängen aufwartet -, wird an dem Film durchaus gefallen finden. Die technische Umsetzung der DVD ist erstaunlich gut, als Bonusmaterial gibt es jedoch lediglich den Trailer.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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89:10 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Finnisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch |
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Bonusmaterial:
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Die Schneekönigin
Lumikuningatar
Ungewöhnliche Verfilmung des Andersen-Märchens
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Finnland, 1986 Regie: Päivi Hartzell Drehbuch: Päivi Hartzell nach H.C. Andersen Darsteller: Satu Silvo, Outi Vainionkulma, Sebastian Kaatrasalo, Tuula Nyman
Label :
Movie Power Verkaufsstart : 16.10.2008
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