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Blu-ray-Besprechung - Zombie Rage

Story:
Dr. Vasilienko (Andrew Divoff) ist nicht gut auf die Menschheit zu sprechen. Zu oft wurde er von Industrie und Staat betrogen und so arbeitet er an einem teuflischen Plan. Er hat den teuflischen Virus „The Rage“ entwickelt, der Menschen zu blutrünstigen Bestien macht, die Hunger auf Menschenfleisch haben. Doch auch wenn er ein noch so brillanter Wissenschaftler ist, ihm passiert ein fataler Fehler, denn einer seiner menschlichen Versuchspatienten kann entkommen und den Killervirus verbreiten. Erste Opfer sind die Besucher eines nahe gelegenen Open Air Konzerts und viele weitere sterben einen brutalen und extrem blutigen Tod.

Meinung zum Film:
2008 erschien „Zombie Rage“ unter dem Originaltitel „The Rage“ auf dem deutschen Heimkinomarkt. Mit modifiziertem Titel und als Blu-ray, beginnt ein Splatterstreifen, den der Zuschauer schon meint zig mal gesehen zu haben. Nach den ersten zehn Minuten kippt dann aber diese Meinung komplett und es beginnt ein Schlachtfest der härteren Gangart. Die Filmemacher haben darauf geachtet, dass nicht nur eine stupide Ansammlung von Spezialeffekten abgefeuert wird, sondern, dass auch immer wieder ein gewisser individueller Rahmen vorhanden ist. Ferner wurde ab ungefähr der Hälfte des Films ein schwarzer Humor eingebaut, der zunächst in dieser Form nicht zu erwarten war. Der Film hat gewisse Drehungen und Wendungen, die es unmöglich machen zu erahnen welches Finale auf das Publikum lauert. Einzig die letzte Szene war ganz einfach anders nicht möglich und von daher vorhersehbar.

Ein bisschen wurde bei anderen Horrorfilmen abgeguckt, so heißt z.B. der Killervirus laut seinem Schöpfer „Wut“, wie man es bereits aus „28 Days Later“ kennt. Und ein hier jetzt nicht näher verratenes Grusel-Element aus „Resident Evil 3: Extinction“ wurde ebenfalls von Regisseur und Co-Drehbuchautor Robert Kurtzman übernommen. Kurtzman ist aber kein Unbekannter im Horrorfach, denn er inszenierte 1997 für Wes Craven „Wishmaster“ und war der verantwortliche Make Up-Spezialist für Filme wie „Intruder“, „Evild Dead 2“, „Pulp Ficiton“ oder auch „The Faculty“. Es liegt nahe, dass dieser Film ganz einfach sein Baby ist, der Film, den er schon immer mal machen wollte und es auch gelungen umgesetzt hat. Des Öfteren gehen solche Filme gründlich in die Hose, da die Regisseure blind vor Stolz die einfachsten Dinge übersehen wie z.B. den Unterhaltungswert. Kurtzman wollte es offensichtlich mal so richtig krachen lassen.  

Es gibt aber auch kleinere Wermutstropfen im Bereich der Schauspieler, denn nicht alle agieren leinwandtauglich. Der Onkel mit seinem Neffen und seiner Nichte spielen so hölzern und gekünstelt, dass sie selbst innerhalb einer Laienspieltruppe mit Kulissen schieben beauftragt worden wären. Der Hammer ist aber, das ausgerechnet dieses hölzerne Onkel von keinem geringeren als Reggie Bannister gespielt wird der in der kultigen Horrorfilmreihe „Phantasm“ den gleichnamigen Reggie gegeben hat. Mit Andrew Divoff („Faust“) hat Kurtzman schon bei „Wishmaster“ zusammen gearbeitet und Divoff als bösen Dschinn besetzt. Nun treibt er als rachsüchtiger Wissenschaftler Dr. Vasilienko sein Unwesen und dies genauso böse und hinterhältig wie als Dschinn. Klasse Leistung.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der Blu-ray ist ordentlich geworden, auch wenn es die Brillanz anderer Produktionen nicht ganz erreicht. Der Kontrast ist zwar nicht sehr stark ausgeprägt, dennoch wirkt sich dies kaum aus. Die Farben sind sehr naturgetreu ausgefallen und die Bildschärfe zeigt Details wie Kniffe in Kittel und Hemden, Haare und Holzmaserungen. Die Tiefenschärfe fällt nicht ganz so genau aus. In einigen dunklen Szenen stellt sich ein leichtes Rauschen ein. Der Ton wurde aufgewertet und ist etwas umfangreicher im Vergleich zur DVD. Der Surroundbereich ist aber immer noch etwas zu schwach ausgefallen.

Die Extras eröffnen mit den Musikvideos „Damage Done“ und „12 Hundred“. Beide sind sehr trashig anzusehen und schwer rocklastig. Kernstück der Extras ist ein Making Of von gut 80 Minuten, das wirklich keine Wünsche offen lässt. Es ist zwar in englischer Sprache, aber es gibt deutsche Untertitel. Die Fülle an Informationen ist wirklich üppig und es wurde auch unterhaltsam umgesetzt. Dieses Feature sollte der Zuschauer wirklich mitnehmen. Hinzu kommt noch eine Bildergalerie und ein Audiokommentar von Regisseur Robert Kurtzman, dieser leider ohne Übersetzung. Den Abschluss bildet der Originaltrailer.

Fazit:
„The Rage“ ist ein Schmankerl im Splattersektor und kann auf ganzer Linie Punkte sammeln. Blut, Horror und später einsetzender Humor bilden eine gelungene Komposition. Fans des Genres können hier eine echte Bank erwarten, zarte besaitete Gemüter sollten besser genügend Abstand halten. Die technische Umsetzung der Blu-ray-Disc ist ordentlich, aber nicht überragen. Die Extras entsprechen denen der DVD.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,85:1
1,85:1
82:06 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Deutsch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Originaltrailer
  • Making Of
  • Bildergalerie
  • Musikvideos
  • Audiokommentar
Zombie Rage - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
The Rage
The Rage

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Splattermovie mit guten Überraschungen


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007
Regie:
Robert Kurtzman
Drehbuch:
John Bisson, Robert Kurtzman
Darsteller:
Andrew Divoff, Erin Brown, Ryan Hooks, Sean Serino, Rachel Scheer,Anthony Clark, Reggie Bannister, Matt Jerrams, Alan Tuskes

Label Deutschland :
Savoy Film