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DVD-Besprechung - Someone behind you
Story:
Eigentlich sollte es für Ga-in (Jin-seo Yun) ein Tag voller Freude werden, als sie zusammen mir ihrer Familie die Hochzeit ihrer Tante feiern wollte. Doch als die Braut erst aus einer höheren Etage über das Gelände gestoßen und anschließend im Krankenhaus von ihrer eigenen Schwester bestialisch abgestochen wird, versteht Ka-in die Welt nicht mehr. Als ihr eine Stimme im Traum sagt, dass sie als nächstes sterben muss, weiß sie zunächst nicht so recht, was das für sie bedeutet. Als Menschen in ihrem näheren Umfeld jedoch beginnen ihr gegenüber feindselig zu werden und sie anzugreifen, beginnt eine Welle der Gewalt über sie hereinzubrechen.
Meinung zum Film:
Bei „Someone Behind You“ kommt zu Beginn sehr schnell das Gefühl auf, dass hierbei die x-te Variante eines Rachegeistes, respektive Familienfluches geboten wird, wie man sie aus zahlreichen Gruselfilmen aus Fernost gewohnt ist. Nach und nach schleicht sich immer mehr das Grauen in das Leben der tragischen Heldin ein, die ohne Vorwarnung von vermeintlich harmlosen Personen angegriffen wird. Bei den Angriffen ist nicht schwer zu erraten, dass diese nur eines zum Ziel haben - Ga-in zu töten. Lehrer, Mitschüler, sogar Angehörige aus der eigenen Familie trachten ihr von einer Sekunde zur nächsten nach dem Leben. Die Tatsache, dass ihre Tante im Krankenhaus von ihrer eigenen Schwester regelrecht abgeschlachtet wurde lässt ihren Vater dann zu der Entscheidung kommen, seiner Tochter von einem vermeintlichen Fluch zu erzählen, der offensichtlich auf der Familie lastet. Denn schon in der Vergangenheit gab es ähnliche Vorkommnisse, in denen Familienmitglieder auf brutale Weise ums Leben kamen. Und der vermeintliche Auslöser ist ebenfalls bekannt.
Mit der Reise von Ga-in zu den Wurzeln dieses Fluches, beginnt die Fassade des Films leider immer stärker zu bröckeln. War es bis zu diesem Moment noch so, dass alles sehr spannend und unheimlich aufgebaut war, wird das Tempo mit der Abreise Ga-ins ziemlich verschleppt. Zusätzlich zu den aufkommenden Längen fragt man sich als Zuschauer bei der vermeintlichen Erklärung des Fluches, wie genau das nun die ganzen Geschehnisse erklären soll und wo die Brücke zu den aktuellen Ereignissen ist. Wenn die Reise in die Vergangenheit abgeschlossen ist wird anschließend zu allem Überfluss noch eine weitere Variante ins Spiel gebracht, die dann nun wirklich dermaßen an den Haaren herbei gezogen erscheint, dass selbst mit größtem Verständnis nur ein müdes Lächeln nebst Kopfschütteln die Reaktion darauf sein kann.
Die eigentliche Auflösung am Ende erscheint dann wiederum alles andere als albern. Sie hebt sich über den gewohnten Fluch-Geister-Plot hinweg, was eigentlich hoch angerechnet werden müsste. Allerdings wird rückblickend auch klar, wie wenig Sorgfalt bei der Umsetzung des Plots im Spiel war. Zu viel wurde auf rote Heringe gesetzt, die das Publikum auf eine falsche Fährte locken sollten, dabei aber ein Logikloch nach dem nächsten aufgerissen haben. Dabei wäre das gar nicht einmal unbedingt nötig gewesen. Denn die erste Hälfte des Films bietet bereits auch so schon hinreichend Spannung und es wäre kein Problem gewesen, wenn in ähnlicher Weise weiter verfahren worden wäre. Die blutigen Einlagen sorgen für den Schockeffekt, die unerklärlichen und plötzlichen Übergriffen sorgen für Spannung und die Ängste der jungen Heldinnen übertragen sich bestens aufs Publikum. Mit dem zu angestrengten Versuch, den Zuschauer auf eine falsche Fährte zu führen, ist damit dann allerdings weitestgehend Schluss. Ein potentiell richtig guter Horrorthriller wird zu einem nur noch ordentlichen Werk heruntergestuft. Asien-Gruselfans sollten sich den Film aber trotzdem ansehen, denn zumindest bietet er mal etwas anderes, als die gewohnten Weißgesicht-Geister.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist für asiatische Produktionen ganz ordentlich ausgefallen. Die Schärfe ist gut, allerdings könnten die Details noch deutlich besser ausgeprägt sein. Störend wirkt sich ein wenig aus, dass bei schnelleren oder großflächigen Bewegungen erkennbare Nachzieheffekte entstehen. Ansonsten gibt es aber keine nennenswerte Probleme. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist durchweg gut zu verstehen und auch die Surroundkanäle werden effekt- und kraftvoll mit Klängen versorgt.
Bei den Extras findet sich zunächst ein rund 10-minütiges, recht interessantes Making Of zu den Special Effects, das allerdings nicht zu sehr in die Tiefe geht. In knapp 8 Minuten wird danach gezeigt, wo sich Film und Comic unterscheiden. Gezeigt wird dies an Hand von Einblendungen der Seite aus dem Manga mit anschließendem Zeigen der Szene, immer im direkten Wechsel. Es folgen noch knapp 5 Minuten Aufnahmen vom Fotoshoting für das Artwork und der Trailer zum Film.
Fazit:
„Someone behind you“ ist ein guter Asien-Grusler, der letzten Endes aber daran scheitert, dass er zu krampfhaft auf falsche Fährten hinsichtlich des Endes führen will. Dabei werden zu viele Plotlöcher aufgerissen, als das es dem Film wirklich gut getan hätte. Freunde asiatischer Gruselkost sollten aber dennoch zugreifen, denn zumindest gibt es mal was anderes geboten als das übliche Rache-Geister-Allerlei.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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85:02 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Koreanisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of der Spezialeffekte
- Realfilm vs. Comic
- Photoshooting für das Artwork
- Trailer
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Someone Behind You
Du saram-yida
Vom Potential ein klasse Horrorfilm, in der Umsetzung nur guter Durchschnitt
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Südkorea, 2007 Regie: Ki-hwan Oh Drehbuch: Ki-hwan Oh, Lee Shin-ae, Lee Hyo-Chul (basierend auf dem Manga von Kang Kyung-ok) Darsteller: Jin-seo Yun, So-eun Kim, Gi-woong Park, Ki-woo Lee, Nae-sang Ahn, Yu-seon Ham, In-gi Jeong, Yu-mi Jeong, Kan-hie Lee, Haet-nim Oh, Yu-jeong Seo, Yun-jae Seo
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 24.10.2008
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