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DVD-Besprechung - Monster Village

Story:
In dem abgelegenen kleinen Dorf Ellensburg geht eine mysteriöse Seuche um, die sehr an Lepra erinnert. Ein Dorfbewohner nach dem anderen erkrankt. In ihrer Panik übertragen die Dörfler die Bürgermeisterrechte an den Magier Sir Henry Bartlett (John Schneider), der ihnen versprach, sie von der Seuche zu erlösen. Jedoch nicht ohne die Warnung, dass das Ellensburg eine hohen Preis zahlen muss. Nachdem die Krankheit mit den Kräften der schwarzen Magie besiegt wurde, konfrontiert Sir Bartlett die Dörfler darüber, dass ihnen nichts geschehen wird, nur, dass jedes Jahr ein Mitglied geopfert werden muss. Die Jahrzehnte gehen von da an über das Dorf bis in die Gegenwart und in dieser suchen zwei Pärchen nach der sagenumwobenen Stadt. Sie finden einen Zaun mit einer Warnung und betreten trotzdem das verfluchte Areal.

Meinung zum Film:
Zu Beginn von „Monster Village“ wird der Zuschauer den Verdacht nicht los, irgendwie wieder in „The Village“ gelandet zu sein, doch es kommt schlimmer. Da ist zunächst mal der unheilige Pakt, den die Dörfler mit den bösen Mächten schließen. Um eine schlimme Seuche zu bannen verpflichten sie sich, jedes Jahr einen Menschen aus ihrer Gemeinschaft zu opfern. Dafür ist die Seuche vertrieben, sie altern nicht, können sich aber auch nicht fortpflanzen. Jedem, der normal denken kann ist klar, dass auf diese Weise jeder aus dem Dorf mal dran ist, auch wenn es dann mal bis zum jeweiligen gewalttätigen Ende hundert Jahre dauert. Allein diese verquere Logik macht ein weiteres Betrachten des Geschehens zu einem einzigen Fragezeichen.

Der nächste Kracher ist das Monster höchstpersönlich, denn es ist ein Oger. Seitdem „Shrek“ große und kleine Zuschauer in seinen Bann geschlagen hat, ist der Schrecken dieser Figur auf ein Minimum reduziert. Auch die Höhlentrolle aus „Der Herr der Ringe“ hinterlassen mehr Eindruck als der große Geselle in „Monster Village“. Die teilweise irrationalen Verhaltensweisen der Charaktere tragen ebenfalls zu einem schlechten Gesamteindruck bei. Da wird ein junger Mann in einem Erdbunker verhackstückt und die ebenfalls anwesende junge Frau rennt nicht von dem dunklen Loch weg, sondern bewegt sich darauf zu. Bei jedem normalen Menschen setzt hier der Fluchtreflex ein, oder der Schock bannt die Person an Ort und Stelle. Bei der Frau setzt dieser künstlerisch verzögert ein und sie beginnt „dramatisch korrekt“ zu rennen. Weitere „Konstruktionen“ des Drehbuchs folgen.

Man kann dem Film zugute halten, dass er für das Fernsehen gedreht wurde und dies lässt bestimmte Abstriche zu. Andererseits wurde der Plot zu offensichtlich mit der heißen Nadel gestrickt, dass in der Folge die genannten Mängel ganz einfach folgen mussten. John Schneider („Cannon Ball Fieber – Auf dem Highway geht’s erst richtig los“) spielt die Rolle des Magiers recht charismatisch. Er ist ein Darsteller, der stets auf die B-Movies und Fernsehproduktionen gesetzt hat. Bei Katharine Isabelle ist schon etwas anderes, denn sie gab die Ginger in „Ginger Snaps“ und war auch in „Freddy vs. Jason“ zu sehen. Eine ähnliche Entwicklung gab es auch für Brendan Fletcher der ebenfalls in den zuletzt genannten Produktionen zu sehen war. Mit einer Größe von 168 cm ist er zwar nicht der größte, aber sein wandlungsfähiges Spiel war bislang in Ordnung.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild wirkt zuweilen etwas farbarm, doch es liegt tatsächlich an der Herbst- bzw. Winterlandschaft. Die Qualität ist, bis auf ein ganz leichtes Rauschen, in Ordnung. Der dts-Track kann sich hören lassen und ist die detailreichste Tonspur auf der DVD.

Das Making Of ist exakt 30 Minuten lang und bietet eine Fülle an Informationen zum Film. Deutsche Untertitel erleichtern das Verstehen. Neben diesem Extra gibt es noch den deutschen und den Originaltrailer.

Fazit:
„Monster Village“ ist für das Fernsehen produziert worden, was man dem Film leider stark anmerken kann. Ein lückenhaftes Drehbuch, welches sich stark an anderen Filmen orientiert, können auch die Schauspieler nicht mehr retten. Technisch ist alles in Ordnung.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
86:36 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • Trailer
Monster Village - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Monster Village
Ogre

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Monstertime in einem verwunschenen Dorf


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA/ Kanada, 2008
Regie:
Steve R. Monroe
Drehbuch:
Chuck Reeves
Darsteller:
John Schneider, Ryan Kennedy, Katharine Isabelle, Brendan Fletcher, Chelan Simmons

Label Deutschland :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
24.10.2007