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DVD-Besprechung - Strippers vs. Zombies

Story:
Die Experimente eines genialverrückten Wissenschaftlers geraten außer Kontrolle. Anstatt der Menschheit zu helfen, erschafft Dr. Stewart eine Legion von Fleisch fressenden Zombies, die nach Blut gieren und über die Stadt herfallen. Die Polizei ist machtlos, alle Hoffnung scheint verloren. Doch nicht ganz, denn eine Gruppe von Stripperinnen stellt sich den Zombies entgegen. Sie verschanzen sich in ihrem Stripclub und bieten den Menschenfressern Paroli. Die Zeit der Lapdances ist vorbei, die längste Nacht hat begonnen.

Meinung zum Film:
Der Wissenschaftler Dr. Stewart arbeitet in einem Forschungszentrum an einem Heilmittel für Krebs. Tatsächlich gelingt ihm ein Durchbruch, doch sein Serum hat unangenehme Nebenwirkungen: Zwar macht es higher als das stärkste Rauschgift, doch verwandelt es die Konsumenten auch in blutrünstige Zombies. Als sich ein Drogendealer in Stewarts Mischküche bedient, gerät die Mixtur über allerlei Umwege zu den örtlichen Prostituierten, die wie immer hinter dem Stripclub "Grind House" herumlungern. Die Stripperinnen verschanzen sich zwar in ihrem Tanzschuppen, doch der Kampf ist unausweichlich. Bald schon heißt es: Strippers vs. Zombies.

"Strippers vs. Zombies" ist eine weitere 08/15-Horrorkomödie, die versucht, noch immer auf der Erfolgswelle von "Shaun of the Dead" und anderen Genrevertretern mitzuschwimmen. Auch die eigentlich ganz lustige Grundidee ist mittlerweile nicht mehr wirklich neu, denn das Konzept "Zombie Strippers" hat man im vor Kurzem erschienenen gleichnamigen C-Kracher mit Jenna Jameson und Robert Englund schon in deutlich überzeugenderer Form gesehen. Der Film hat besonders bei seiner Inszenierung Probleme. Die Kulissen wirken steril und leer, zu keiner Zeit kommt richtige Gruselstimmung auf. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich um eine Komödie handelt, könnte das aber vielleicht auch so gewollt sein. Dafür, dass die darstellerischen Leistungen ebenfalls kaum der Rede wert sind, sorgen FHM-Model Jessica Barton, die ehemalige "Miss Oahu" Lyanna Tumaneng und Model Hollie Winnard, die u.a. beim US-Original der Show "Das Model und der Freak" ("Beauty and the Geek") zu sehen war.

Trotzdem muss man zugeben, dass der Film nach einer gewissen Eingewöhnungszeit durchaus spaßig ist. Zwar handelt es sich bei "Strippers vs. Zombies" nicht um einen Streifen zum immer wieder Ansehen, doch für Fans von albernen Splatterkomödien bietet er sicher einen ganz unterhaltsamen Filmabend. Wer sich an zerplatzenden Zombies nicht satt sehen kann, kommt besonders im letzten Drittel des Films voll auf seine Kosten. Denn das gefundene Gegenmittel sorgt dafür, dass die Untoten in tausend kleine schlabbrige Stücke zerspringen (wobei hier die im Computer entstandenen Effekte schon übertrieben auffällig sind). Vorher wird schon munter auf die Monster eingedroschen und alles, was gerade so zur Hand ist - Kettensägen, Hämmer, Zangen, Eisenrohre etc. - darf auch lustig dafür herhalten. Viel mehr kann man von "Strippers vs. Zombies" nicht erwarten, wie eigentlich schon aufgrund des Filmtitels klar sein sollte. In Bezug auf diesen sei übrigens noch angemerkt, dass sich die nackten Tatsachen extrem in Grenzen halten, weswegen der Originaltitel "Zombies! Zombies! Zombies!" eigentlich besser zu dem Streifen passt.

Digitale Aufarbeitung:
"Strippers vs. Zombies" wurde in HDV gedreht und bietet ein dementsprechend klares Bild ohne bemerkbares Rauschen. Allerdings hat dieses Filmmaterial auch zur Folge, dass die Farben verhältnismäßig blass wirken und die Schärfe gerade mal zufriedenstellend ist. In dunklen Szenen wird zudem das für digitale Aufnahmen typische ISO-Rauschen sichtbar. Der Ton liegt im Original in Stereo sowie auf Deutsch in Dolby Digital 5.1 vor. Insgesamt lässt es die deutsche Fassung etwas mehr krachen, auch die Umgebungsgeräusche wirken hier klarer.

Als Bonusmaterial gibt es einen interessanten Audiokommentar, in dem der Regisseur ausführlich auf die Entstehung des Films und die Drehbedingungen eingeht. Zudem findet man den Trailer, ein viertelstündiges Promo-Making-Of sowie knapp sieben Minuten Pannen vom Dreh vor.

Fazit:
"Strippers vs. Zombies" kann weder durch die Darsteller noch durch seine Inszenierung beeindrucken, dafür wirkt alles zu billig und albern. Der Film richtet sich aber in erster Linie an Fans des gepflegten Splatter-Trashs und dürfte diesen - nach einem etwas lahmen Einstieg - auch durchaus Spaß machen. Wer beispielsweise "Zombie Strippers" mochte, kann also hier ebenfalls mal einen Blick riskieren. Die DVD bietet akzeptable Qualität und einige Extras, von denen der Audiokommentar das interessanteste ist.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,78:1
1,78:1
82:15 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Audiokommentar des Regisseur
  • Trailer
  • Bloopers
  • Making Of
Strippers vs. Zombies - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Strippers vs. Zombies
Zombies! Zombies! Zombies!

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Leidlich komische Splatter-Komödie, die Fans trotzdem Spaß machen dürfte


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008
Regie:
Jason Murphy
Drehbuch:
Anthony Steven Giordano
Darsteller:
Jessica Barton, Hollie Winnard, Lyanna Tumaneng

Label Deutschland :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
24.11.2008