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DVD-Besprechung - Quicksilver Highway
Story:
Aaron Quicksilver (Christopher Lloyd) ist ein umherziehender Sammler und Aussteller des Skurrilen. Auf dem Highway trifft er die frisch vermählte Olivia (Missy Crider), der er eine Geschichte von klappernden Zähnen erzählt. Auf dem Jahrmarkt macht er Bekanntschaft mit Langfinger Charlie (Matt Frewer), dem er eine schaurige Geschichte von rebellierenden Händen erzählt.
Meinung zum Film:
„Quicksilver Highway“ ist eine amerikanische TV-Produktion, in der Regisseur Mick Garris („Masters of Horror“) zwei Kurzgeschichten, eine von Stephen King, eine von Clive Barker, eingeflochten in einer netten Rahmenhandlung präsentiert. In der Rahmenhandlung spielt der als Dr. Emmet Brown in den Annalen des Films verankerte Christopher Lloyd („Zurück in die Zukunft“), die höchst skurrile Person des Aaron Quicksilver. Er sieht dabei ein wenig wie Onkel Fester aus, den Lloyd in zwei Kinofilmen spielte, lediglich die Glatze und das dunkle Augen-Make-Up scheinen zu fehlen. In der ersten Episode bietet er einer mit dem Auto liegen gebliebenen Frau an, bei ihm im feudal eingerichteten Camper auf die Rückkehr ihres Gatten zu warten und erzählt ihr dabei die Geschichte eines Mannes, der ebenfalls Probleme bei der Reise auf dem Highway hatte. Danach erzählt er einem Besucher seines Kuriositätenkabinetts auf einem Jahrmarkt die Geschichte von der Revolution der Hände.
Die erste Episode „Chattering Teeth / Klapperzähne“ stammt aus der Feder Stephen Kings und wurde im Original als Kurzgeschichte in der zweiten Ausgabe von „Nightmares and Dreamscapes“ veröffentlicht. In Deutschland erschien sie in der „Alpträume“-Sammlung. Wie bei King üblich schleicht sich auch hier das Grauen in eine alltägliche Situation ein. Familienvater Bill Hogan gerät hier in einen Wüstensturm und nimmt aus Mitleid einen Anhalter (Silas Weir Mitchell / „Prison Break“) mit, der sich natürlich als äußerst übler Zeitgenosse mit alles andere als ehrbaren Absichten herausstellt. Den Unterschied bei der zwangläufig folgenden Auseinandersetzung machen dann Klapperzähne, die er zuvor an einem Truck Stop geschenkt bekommen hat. Die Geschichte ist sowohl hinsichtlich der Inszenierung als auch in ihrer Wirkung solider Durchschnitt, leidet aber vor allem darunter, dass sie bereits sehr früh fast komplett vorhersagbar ist. Überraschungen, Wendungen oder einfach nur der Funke einer genialen Idee bleiben leider völlig aus.
Etwas anders wird das bei der nächsten Episode, die aus der Feder von Clive Barker stammt. Seine Kurzgeschichte „The Body Politic / Rebellierende Hände“, die Bestandteil von „Das 4. Buch des Blutes“ war, ist allein von der Idee her recht interessant. Der Schönheitschirurg Dr. Charles George (Matt Frewer / „Max Headroom“) muss hierbei mit ansehen, wie seine Hände auf einmal ein Eigenleben entwickeln und sich mittels Fingerwackeln zu einer Revolution gegen den restlichen Körper entscheiden. Erst machen sie als Teil von Georges Körper diesem das Leben zur Hölle, als sich einer der beiden dann lösen kann, kommt es gar zum Aufruf zur Revolution, dem sich zahlreiche Hände anderer Menschen anschließen. Hört sich ziemlich abgedreht an? Ist es auch! Das ganze Szenario wechselt ständig zwischen albernem Klamauk und Momenten des Horrors. Wäre die Episode ein bisschen ernster und vor allem düsterer ausgefallen, sie hätte ein Highlight im Episodenhorror werden können. Doch durch teils derb alberne Momente nimmt er sich selbst immer wieder ein wenig Fahrt aus den Segeln. Doch besser als die vorhersehbare erste Episode ist diese allemal. Und so stellt sich insgesamt ein durchschnittlich guter Eindruck für „Quicksilver Highway“ her, der zwar nicht ganz zu den besten Beiträgen des Genres vorstoßen kann, sich aber einen soliden Platz im Mittelfeld sichert.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist gemessen am Alter und des Staus einer TV-Produktion gut gelungen. Die Schärfe ist ausreichend gut für ein nicht anamorphes 1,33:1-Bild und Verschmutzungen oder Defekte gibt es keine zu erkennen. Lediglich leichtes Ruckeln bei Bewegungen stellen eine kleine Unschönheit dar. Der deutsch Ton ist durchweg gut zu verstehen und erfüllt seinen Zweck.
Als Extra gibt es lediglich eine Fotogalerie.
Fazit:
„Quicksilver Highway“ bietet ordentlichen Episodenhorror. Die Stephen-King-Geschichte ist dabei zu vorhersehbar, um wirklich überzeugen zu können. Bei der Clive-Barker-Episode stören einige zu albern inszenierte Momente ein wenig den Gesamteindruck. Insgesamt ist der Film aber durchaus unterhaltend und Freunde derartiger Produktionen werden sicherlich nicht enttäuscht.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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90:24 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Quicksilver Highway
Quicksilver Highway
Kein herausreagender, aber durchaus ansehbarer Episodenhorror
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1997 Regie: Mick Garris Drehbuch: Mick Garris (basierend auf Kurzgegeschichten von Stephen King und Clive Barker) Darsteller: Christopher Lloyd, Raphael Sbarge, Missy Crider, Silas Weir Mitchell, Veronica Cartwright, Matt Frewer, Bill Nunn, Amelia Heinle
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart : 24.10.2008
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