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DVD-Besprechung - End of the Line
Story:
Karen (Ilona Elkin) hat einen ganz miserablen Tag hinter sich. Die Arbeit als Krankenschwester in einer psychiatrischen Klinik ist hart, insbesondere, wenn eine frisch entlassene Patientin sich vor eine U-Bahn wirft. Auf ihrem Heimweg muss sie die U-Bahn nehmen und wird von merkwürdigen Visionen geplagt, welche auch Stresssymptome sein könnten. Als allerdings die Bahn mitten im Tunnel stehen bleibt und die Mitglieder einer religiösen Sekte beginnen Amok zu laufen, ist auch ihr klar, dass etwas Böses umgeht. Der Überlebenskampf beginnt mit dem Feierabend.
Meinung zum Film:
„End Of The Line“ ist zwar eine Billigproduktion, doch sie gehört zu einer der besseren. Wie so viele andere preiswerte Produktionen basieren viele Ideen im Film auf schon gesehenen Spielfilmen, doch die Inszenierung ist unterhaltsam und flott. Dadurch ergibt sich ein passendes Erzähltempo und entsprechende Unterhaltung für den Zuschauer. Der Beginn ist zunächst ein wenig psychedelisch, geprägt von Visionen und einer kleine Mutprobe für den Zuschauer. Wer hier aber am Ball bleibt, der bekommt Ordentliches geboten. Der erste Kick ergibt sich aus dem Stehenbleiben der U-Bahn. Wer schon mal z.B. in der Londoner Tube stehen geblieben ist, mit gleichzeitigem Stromausfall, der weiß welch ein mulmiges Gefühl einen da beschleichen kann. Nur die Gelassenheit der Briten in dieser Situation hält den unerfahrenen Touristen davon ab Panik zu bekommen.
Im vorliegenden Fall von „End Of The Line“ ist aber genau diese Reaktion angebracht, da eine Gruppe von religiösen Fanatikern glaubt, dass das Ende der Welt da ist. Ganz ihrem Wahn verfallen, glauben sie fest daran, ihre Mitmenschen erlösen zu müssen, um deren Seelenheil zu sichern. Merkwürdigerweise ist dies aber eine etwas schräge Ansicht, wenn man die Leute mit einem Mix aus Kruzifix und Messer umbringt. Es entbrennt ein Kampf ums Überleben und für den Zuschauer gibt es noch ein paar Drehungen und Wendungen, die für das Horror-Genre typisch sind. Der erfindet diese Filmsparte mit Sicherheit nicht neu, aber als Low-Budget-Streifen bietet er solide Unterhaltung mit einer bösen Form von Humor.
Die Splattereffekte, von denen es einige gibt, wirken teilweise recht hausbacken. Geschmacklich sind einige Ideen und Umsetzungen in diesem Bereich grenzwertig. Einen Fötus aus dem Unterleib zu holen kann ist nicht jedermanns Geschmack oder verletzt eine persönliche Grenze. Letztlich sollte man dies aber auch nicht überbewerten, da der Film sich nicht vollends ernst nimmt und somit auch die Intention der Gewaltszenen nicht wirklich ernst genommen werden kann. Die Freigabe ab 18 Jahren ist allerdings auf jeden Fall gerechtfertigt. Die Schauspieler sind mittelmäßig, wobei die deutsche Synchronisation im Vergleich zu den Originaldialogen einiges korrigieren kann.
Digitale Aufarbeitung:
Das verwendete Bildmaterial ist nicht das Beste seiner Art, denn es zeigt sich vor allem in den zahlreichen dunklen Szenen eine deutliche Körnung. Auch bei hellen Einstellungen ist ein Bildrauschen zu erkennen. Ebenso wirken die Farben nicht so frisch und kräftig und der Kontrast ist nicht sonderlich berauschend. Der Ton ist okay, bedient den räumlichen Klang aber eher nur bei musikalischen Einlagen.
Zu Beginn der Extras gibt es Interviews mit den Filmschaffenden am Rande des Filmfestivals „Fantasia“ in Montreal. Eigentlich sind es weniger Interviews als die Präsentation des Films im Kino, mit Einpeitschern und allem Drum und Dran. Der französische Anteil wurde mit englischen Untertiteln versehen, doch deutsche sucht man vergebens. Das Making Of umfasst 36 Minuten, wobei hier ebenfalls deutsche Titel fehlen. Weiterhin kann der Originaltrailer abgerufen oder eine Bildergalerie gestartet werden. Zusätzlich gibt es einen Audiokommentar von Regisseur Maurice Devereaux und Co-Produzent Adrien Morot der zusätzlich für die Maske zuständig war.
Fazit:
„End Of The Line“ bietet eine muntere Hatz durch U-Bahn-Tunnel und gekachelte Gänge. Die Unterhaltung ist hart und teilweise grenzwertig, aber auch mit einem tiefschwarzen Humor unterlegt. Das Bild ist nicht ganz überzeugend und der Ton ist akzeptabel. Fans des Genres können hier ihren Spaß haben.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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90:49 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Interviews
- Trailer
- Bildergalerie
- Audiokommentar
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End Of the Line
End Of the Line
Töten zum Erlösen
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada, 2006 Regie: Maurice Devereaux Drehbuch: Maurice Devereaux Darsteller: Ilona Elkin, Nicolas Wright, Neil Napier, Emily Shelton, Tim Rozon
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 06.11.2008
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