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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Dem Tode entronnen

Story:
Sergeant Emmett Bell (Jeff Chandler) ist Soldat und bewacht ein Indianerreservat. Sein Freund, der Arzt Joseph Holden (Ward Bond) ist währenddessen damit beschäftigt, im Reservat eine christliche Kirche zu errichten und die Indianer zu bekehren. Als die Vorgesetzten Bells eines Tages eine Brücke im Reservat errichten wollen, sehen die Indianer den Friedensvertrag als verletzt an. Häuptling Kamiakin (Michael Ansara) ruft zu den Waffen.

Meinung zum Film:
„Dem Tode entronnen“ entstand 1956 mit Jeff Chandler in der Hauptrolle. Den Indianer Cochise hat er zweimal gespielt, einmal in „Der gebrochene Pfeil“, und dann zwei Jahre später erneut in der „Schlacht am Apachenpass“. In diesem Film ist er auf der anderen Seite und spielt einen Soldaten, der aber zumindest einer der wenigen Fürsprecher der Indianer ist. Inszeniert wurde dieser Streifen von George Marshall („Texas“).

Leider ist der Film nicht besonders gelungen, zumindest nicht durchgehend. Für unfreiwillige Komik sorgt die Christianisierung der Indianer, die durchweg neue christliche Namen wie „Abraham“ oder „Timotheus“ verpasst bekommen. Es ist nicht ganz klar, ob die Absurdität dieser Tatsache eine Kritik an der US-Geschichte oder gar eine normale „Selbtverständlichkeit“ darstellen sollen. Einzig Kamikian stellt sich demonstrativ gegen diesen Identitätsverlust und er ist es auch, der in den Kampf ruft. Zwischen ihm und dem Befehlshaber der US-Armee steht dann Emmett Bell, der nicht nur ein Trinker ist, sondern auch noch in einer mehr oder weniger komplizierten Geschichte in die Frau eines Kameraden verliebt ist. Und ausgerechnet diese wird natürlich von den Indianern entführt. Hier gibt es dann zusätzliches Konfliktpotential mit Bells Kameraden, das zwar einigermaßen spannend, aber stets vorhersehbar bleibt.

Aber wirklich schlecht ist der Film nicht. Immerhin glänzt er mit reizvollen Landschaftsaufnahmen und auch die Action kommt nicht zu kurz. Hält man „Dem Tode entronnen“ darüber hinaus auch noch seine Entstehungszeit zugute, kann man auch die Klischees verzeihen, die hier zelebriert werden. In dem Film fehlt nicht mal der trottelige Rekrut, der alles falsch macht und für Auflockerung des Geschehens sorgen soll. Im Endeffekt bleibt ein Spielfilm, den man weitgehend ohne Schmerzen gucken kann, der aber gewiss nicht dauerhaft im Gedächtnis haften bleibt. Highlight des Streifens ist dann die Nebenrolle eines jungen Lee Marvin („Cat Ballou“), der einen ebenso durstigen Soldaten wie Chef Bell spielen darf.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild zeigt sich wie gewohnt ohne nennenswerte Schwächen. Die Farben erstrahlen frisch und (nicht nur) die Landschaftsaufnahmen weisen eine schöne Schärfe auf. Altersbedingte Bildverschmutzungen sind kaum zu entdecken. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 ist zweckgemäß.

An Extras gibt es eine Bildergalerie, einen Trailer und ein 4-seitiges Booklet.

Fazit:
„Dem Tode entronnen“ bietet alles in allem durchschnittliche Unterhaltung mit kleinen Schwenkern nach oben, die durch die Landschaftsaufnahmen und die Action erzielt werden und mit Aussetzern, die in den Indianerklischees begründet sind. Ein Western, den man gucken kann, aber nicht gucken muss. Die DVD ist technisch gut.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
2,35:1
2,35:1
90:59 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Trailer
  • Bildergalerie
  • Booklet
Dem Tode entronnen - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Dem Tode entronnen
Pillars of the Sky

Bild unseres Mitarbeiters Andreas Schultz
Ein Durchschnittswestern mit kleinen Ausreißern nach oben und unten


Autor der Besprechung:
Andreas Schultz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1956
Regie:
George Marshall
Drehbuch:
Sam Rolfe
Darsteller:
Jeff Chandler, Dorothy Malone, Ward Bond, Keith Andes, Lee Marvin

Label Deutschland :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
10.10.2008