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DVD-Besprechung - CJ7
Story:
Ti (Stephen Chow) ist ein alleinerziehender Vater, der hart auf dem Bau arbeiten muss, um sich und seinen Sohn Dicky (Jiao Xu) durchbringen zu können. Die beiden sind arm, aber glücklich, dass sie sich gegenseitig haben. Doch in der Schule die seinem Vater so wichtig ist, ist Dicky ein Außenseiter der von seinen Mitschülern, aber auch Lehrern verspottet und beleidigt wird. Eines Tages findet Ti auf einem Schrottplatz ein seltsames Spielzeug, das sich als eine freundliche, außerirdische Lebensform entpuppt. Mit seinen ungewöhnlichen Fähigkeiten hilft CJ7, wie Dicky ihn nennt, dem kleinen Jungen und trägt dazu bei, seinen neuen menschlichen Freund aus der Isolation zu befreien.
Meinung zum Film:
„CJ7“ ist ein schöner Kinderfilm von Stephen Chow („Kung Fu Hustle“), der ihn geschrieben hat, die Hauptrolle spielt und sich auch für die Regie verantwortlich zeichnet. Es fällt ein wenig schwer, den Film zu charakterisieren, denn er vereint Science-Fiction-Elemente, Effekte und optische Umsetzungen aus Animes, Humor, sowie eine gute Portion Drama. Chow hat seiner Fantasie freien Lauf gelassen und einen Film geschaffen, der sowohl die kleinen wie auch die großen Zuschauer erreicht. Neben der unterhaltsam inszenierten Story ragen neben dem animierten CJ7 auch Stephen Chow und der kleine Jiao Xu in seinem Filmdebüt hervor. Der 11-jährige Xu bietet eine überraschend gute Leistung und kann vollends überzeugen. Chow hingegen spielt mal nicht den Kämpfertypen, legt die Martial Arts ab und spielt glaubhaft einen Vater, der seinem Jungen zu einer guten Zukunft durch Bildung verhelfen möchte. Auch die restlichen Mimen sind sehr gut besetzt worden und es ergibt sich ein harmonisches Gesamtbild.
Die Story bietet einen hinlänglich bekannten Ansatz. Ein kleiner Junge ist in seiner Schule der ungeliebte Außenseiter, obwohl er ein freundliches und höfliches Kerlchen ist. Einziger Grund für die Ablehnung ist die Tatsache, dass er arm ist und sein Vater als Wanderarbeiter gerade so viel Geld verdient, um sich und seinen Jungen zu ernähren. Durch den Auftritt des außerirdischen CJ7 ändert sich so einiges im Leben des kleinen Dickie. Er gibt CJ7 als ein hochmodernes Spielzeug aus und erhält Schritt für Schritt die Akzeptanz der elitären Mitschüler. Kaum zu glauben, dass Stephen Chow so ein emotionales Kino machen kann, steht sein Name doch für eher actionreiche Kinokost. Sicherlich gibt es ein paar typische Übertreibungen im asiatischen Stil, doch insgesamt kann „CJ7“ auch ein internationales Publikum erreichen.
Interessant ist die Zusammensetzung der extraterrestrischen Lebensform, da diese wie eine Mischung aus Flubber, Teletubbie, Hamster und Hund aussieht. Eine der witzigsten Szenen mit dem grünen Gesellen ist die, in der er Dicky vor einem räudigen Hund verteidigen will und auf ganzer Strecke verliert. Beide sehen danach herrlich verhauen aus, aber im witzigen Sinne. Die Geschichte wirkt sehr geradlinig uns souverän inszeniert, bis Chow sein Publikum auf dramatische Weiseüberrascht. Er baut eine unerwartete Dramaturgie ein, die den Zuschauer zu Tränen rühren kann. Natürlich wendet sich zum Schluss alles zum Guten, doch es gibt da eine Phase, in der man schlicht einen dicken Kloß im Hals hat.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist überzeugend und präsentiert sich in ausgewogenen frischen Farben. Jederzeit bleibt es klar und der gute Kontrast trägt zu dem positiven Gesamteindruck bei. Ähnlich verhält es sich beim Ton, denn dieser ist durchaus detailreich. Der Surroundbereich ist nicht über dem Maß ausgeprägt, aber es genügt den Ansprüchen.
Bei den Extras hat der Zuschauer verschiedene Wahloptionen wie z.B. ein kleines Spielchen bei dem der Spieler den guten CJ7 ins All jagen muss. Das TV-Spezial ist in Wirklichkeit ein Blick hinter die Kulissen und es vermittelt interessante Eindrücke vom Dreh. Rund sechs Minuten widmen sich der Entstehung der Szenen im Badezimmer. Hier wird bis ins kleinste Detail erklärt, was warum gemacht wird. Weiterhin gibt es ein paar gute Ratschläge, wie man dem Tyrannen auf dem Schulhof Paroli bieten kann. Etwas über ist das Extra mit einem Tipp wie ein Lolli entstehen kann. Zusätzlich ist ein Audiokommentar von Cast & Crew abrufbar, der mit deutschen Untertiteln versehen wurde.
Fazit:
„CJ7“ bietet richtig gute Unterhaltung mit sehr ordentlichen Trickeffekten, ohne allerdings den Einsatz der CGIs zu übertreiben. Die Geschichte ist stets nachvollziehbar und ein wenig wird auch das große Thema Moral hoch gehalten. Bild und Ton geben keinen Anlass zur Kritik.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,40:1
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84:43 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Chinesisch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- CJ7: Mission Control
- The Story Of CJ7
- CJ7 TV Special
- Anatomy Of A Scene
- How To Bully A Bully
- How To Make A Lollipop
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CJ7
Cheung Gong 7 hou
Ein selten schöner Kinderfilm, der sowohl die Lachmuskeln bearbeitet als auch zu Herzen geht
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Hongkong, 2008 Regie: Stephen Chow Drehbuch: Stephen Chow Darsteller: Stephen Chow, Min Hu Fung, Chi Chung Lam, Shing-Cheung Lee, Jiao Xu
Label :
Sony Pictures Home Entertainment
Verkaufsstart : 06.11.2008
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