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DVD-Besprechung - Anaconda: Offspring
Story:
In einer abgelegenen Forschungsstation wird nach einem Serum geforscht, das ein Heilmittel gegen Krebs und Alzheimer darstellen soll. Bislang scheint das aus der Blutorchidee gewonnene Serum aber lediglich bei Schlangen anzuschlagen, was bei diesen zusätzlich noch den Nebeneffekt einer gigantischen Mutation hat. Die Reptilien wachsen um ein vielfaches ihrer Größe und als zwei Versuchstiere aus der Forschungsstation ausbrechen, macht sich ein Team unter der Leitung des Söldners Hammett (David Hasselhoff) auf die Jagd, wird dabei aber immer mehr selbst zu den Gejagten.
Meinung zum Film:
1997 entstand unter der Regie von Luis Llosa der Tierhorror „Anaconda“, in dem Jennifer Lopez, Jon Voight, Ice Cube, Eric Stoltz, Owen Wilson und Danny Trejo Probleme mit einer großen Anaconda bekamen. 7 Jahre später schickte Dwight H. Little ein deutlich namenloseres Team in der Fortsetzung „Anacondas - Die Jagd nach der Blut-Orchidee“ erneut in ein von Schlangen besetztes Gebiet, nur dass die Reptilien diesmal deutlicher größer waren, was wiederum mit den Blut-Orchideen zusammen hing. Eben jene Pflanzen versucht im vorliegenden dritten Teil ein Forscherteam für den Menschen nutzbar zu machen, da die grundlegenden heilenden Kräfte schon länger bekannt sind. Der vierte Teil der Reihe, der im Original „Anaconda 4: Trail of Blood” betitelt wurde, ist direkt im Anschluss an den dritten Teil gedreht worden. Regie führte bei beiden Filmen Don E. FauntLeRoy („Stan Lee's Lightspeed“), die Drehbücher verfasste Neuling David C. Olson, der beim dritten Teil von Nicholas Davidoff unterstützt wurde.
Ein durchgehender roter Pfaden vom zweiten zum dritten Teil ist zwar eindeutig gegeben, in Sachen „Look-and-Feel“ kann dies aber leider überhaupt nicht gesagt werden. Da hilft es auch nicht, dass mit John Rhys-Davies („Herr der Ringe“) ein bekanntest Gesicht den Multimillionär spielt, der die Forschungsstation mit seinem Geld am Leben erhält, weil er selbst offensichtlich unter einer immer schlimmer werdenden Krebserkrankung leidet. David Hasselhoff („Knight Rider“) spielt selbstironisch den harten Söldner Hammett und schreckt dabei auch vor Sprüchen der Marke „...das wäre, als würden sie einem Alkoholiker Whiskey zur Aufbewahrung geben.“ nicht zurück. Hauptdarstellerin Crystal Allen in der Rolle der leitenden Wissenschaftlerin versucht den männlichen Zuschauern etwas fürs Auge zu bieten und wechselt während der Action von einem Trägershirt zum nächsten. Die Besetzung aus Fleisch und Blut ist insgesamt betrachtet sicherlich nicht sonderlich hochklassig, den Ansprüchen an einen Tierhorror werden sie dabei aber allemal gerecht. Woran es dem Film dann letzten Endes aber deutlich krankt sind seine eigentlichen Hauptdarsteller – die Riesenschlangen.
Bereits im zweiten Teil der Reihe waren die Reptilien computeranimiert, was aber über weite Strecken zumindest noch als brauchbar angesehen werden konnte. Im dritten Aufguss der Reihe ist dies seltener der Fall. Es gibt sicherlich die ein oder andere Szene, in denen vor allem Großaufnahmen vom Kopf der Schlange sehr bedrohlich wirken, doch vor allem die Angriffe auf die Menschen wirken alles andere als annehmbar gut. Angriffe mit der Schwanzspitze sehen schlichtweg lächerlich aus, Wunden beginnen unnatürlich zu bluten und bei vielen Einstellungen wirkt fast so, als würde ein dickes „CGI-Effekt“-Schild einblendet werden, so offensichtlich schlecht ist der Effekt gelungen. Hinzu kommen schlechte Green-Screen-Aufnahmen bei Autofahrten, in einer Szene spaziert sogar während eines Angriffs ein Crewmitglied im Hintergrund seelenruhig durch die Gegend. Die Dialoge passen sich die meiste Zeit über den schlechten Effekten an. Eines der Highlight ist ein Söldner, der einen Kamerad in den Armen hält und ernsthaft meint „Halt durch, wir holen Hilfe“, obwohl dieser gerade leichter erkennbar äußerst tödlich von der Schlange verletzt wurde. Platter geht es kaum noch und auch wenn es „nur“ ein Tierhorror-Film mit Riesenschlangen ist, reicht es selbst für Hardcore-Anhängern des Genres nicht aus, um ein bisschen Unterhaltung aufkommen zu lassen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen sehr guten Eindruck. Vor allem die Schärfe weiß richtig gut zu gefallen. Hinsichtlich der Farben und des Kontrastes werden ebenfalls gute Werte erzielt. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist sehr klar verständlich und die hinteren Laufsprecher werden vor allem für vereinzelte Umgebungsgeräusche genutzt.
Extras gibt es keine auf der DVD zu finden
Fazit:
Der dritte Teil der „Anaconda“-Reihe erleidet ein platte Bauchlandung. Die ersten beiden Filme waren zwar auch nicht unbedingt Highlights, verstanden es aber immerhin leicht zu unterhalten. Aber dank schlechter CGI-Effekte, platter Dialogen und einer müden Handlung kann dieser Film nicht einmal den niedrigen Mindestanforderungen des Genres genügen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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87:33 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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Anaconda: Offspring
Anaconda III
Eine gigantische Mörderschlange macht noch lange keinen Horror
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA / Rumänien, 2008 Regie: Don E. FauntLeRoy Drehbuch: Nicholas Davidoff, David C. Olson Darsteller: Crystal Allen, David Hasselhoff, John Rhys-Davies, Patrick Regis, Anthony Green, Vasile Albinet, Zoltan Butuc, Serban Celea, Mihaela Elena Oros
Label :
Sony Pictures Home Entertainment
Verkaufsstart : 18.11.2008
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