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DVD-Besprechung - Unterwegs in Amerika
Story:
Drei Monate lang ist die Regisseurin Petra Haffter mit ihrem Team durch die USA gereist. Von Küste zu Küste, durch die Industriegebiete des Nordens zu den traditionsreichen Farmen des alten Südens, durch die Wüsten des Südwestens an die Grenze zu Mexiko. Die Filmemacherin ist dabei ganz normalen Menschen in ihrem Alltag begegnet und lässt sie von ihrem amerikanischen Traum erzählen. Was denken sie? Was sind ihre Sorgen, Hoffnungen, Probleme und Freuden? Was beschäftigt sie?
Meinung zum Film:
2008 ist das Wahljahr der USA. Wer wird das Rennen machen? Bush-Nachfolger McCain oder Barack Obama, der potenziell erste afroamerikanische Präsident der Vereinigten Staaten? Auch im Ausland wartet man gespannt auf den Ausgang der Anfang November stattfindenden Wahl - und für zahlreiche Filmemacher bietet dieses politisch so wichtige Jahr die Gelegenheit, sich mal wieder ausgiebiger mit der "neuen Welt" zu beschäftigen. Zu ihnen gehört auch die deutsche Regisseurin Petra Haffter, die sich mit ihrem Team drei Monate lang auf eine Reise quer durch Amerika begab und in 100 Tagen zwei Ozeane, vier Zeitzonen und 25 Bundesstaaten abklapperte. Dabei begegnete sie ganz normalen Menschen in ihrem Alltag - sei es der Truck-Fahrer, die Geschichts-Studentin, die in einem Museum arbeitet, oder der Rikscha-fahrende Weißrusse. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte und hilft "Unterwegs in Amerika" dabei, ein lebensnahes Porträt der amerikanischen Bevölkerung zu zeichnen.
Los geht die Reise mit dem Trip "Von New York zu den Niagarafällen". Startpunkt ist New York, der "Big Apple". Von dort aus geht es an der Ostküste entlang, vorbei an einem riesigen Holzelefanten, nach Yale, wo sich die in aller Welt bekannte Elite-Universität befindet. Auch Cape Cod, das Ferienparadies, wird von der Filmcrew besucht und die Farmer von Portland berichten davon, wie sich die wirtschaftliche Lage im Laufe der Zeit verändert hat. Schließlich werden die Niagarafälle erreicht, wo jede Sekunde an die zwei Millionen Liter Wasser in die Tiefe stürzen. In Folge zwei fährt das Team "Durch den Mittleren Westen nach Utah". Nicht nur die Großen Seen gibt es hier zu sehen, sondern auch Cleveland, Detroit und Chicago. All diese Städte waren frühere Industriegebiete - und heute zeigen sich die Auswirkungen des mittlerweile stattgefundenen wirtschaftlichen Wandels: Während Detroit unter ihnen zu leiden hat, ist Chicago inzwischen eine Architekturmetropole. Weiter geht es nach Salt Lake City, wo das Team auf eine Frau trifft, die Menschen dabei hilft, aus der strengen Sekte der Mormonen auszubrechen.
"Von Nevada an die kalifornische Westküste" reist die Crew in der dritten Folge. Man besucht Reno, die "hässliche Schwester" der Spielermetropole Las Vegas, die versucht, ihr Stadtbild zu verschönern und an die Beliebtheit von Vegas anzuknüpfen. Auch in Kalifornien begegnet man einigen interessanten Menschen. So unter anderem der chinesischstämmigen Sally Pai, die in Japan aufwuchs, erfolgreiche Börsenmaklerin an der Wall Street wurde und nun nach einem ruhigen Leben in Santa Monica sucht. Als nächstes führt die Reise "Von Kalifornien nach Texas". Auf dem Weg liegt die Mojavewüste, wo eine Familie in einer alten Oase ein gemütliches Motel eingerichtet hat. Etwas weiter im Wüsteninnern liegt ein weniger beschaulicher Ort: Der größte Heimat-Stützpunkt des US-Militärs, an dem Einsätze in Krisengebieten geübt werden. Auf der Route 66 geht es weiter nach Texas, wo es nicht nur eine Flut illegaler Einwanderer aus Mexiko gibt, sondern auch die höchste Rate an Hinrichtungen. Der letzte Teil der Reise führt "Von Mississippi nach Florida" und zeigt die immer noch bestehenden Rassismus-Probleme der Südstaaten, aber auch das sonnige Florida, wo zahlreiche Senioren einen angenehmen - aber oft sehr einsamen - Lebensabend verbringen. Zum Schluss geht es dann noch in die Everglades und zum Cape Canaveral.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der DVD macht einen sehr guten Eindruck. Es wirkt durchwegs klar und scharf, Rauschen lässt sich nicht erkennen. Auch die Farben sind kräftig und natürlich. Allerdings wirken sie gelegentlich schon fast übersättigt und neigen hin und wieder zum Überstrahlen. Die Kompression zeigt sich - insbesondere bei schnelleren Bewegungen - in Form von Blockbildung. Der Ton liegt in Stereo vor und bietet eine angenehme Abmischung mit jederzeit gut verständlichen Dialogen.
Als Bonusmaterial gibt es ein knapp 44-minütiges Reisetagebuch, das einen Blick hinter die Kameras gewährt. Zudem findet man Fotos vom Team, mehrere Bildergalerien und fünf nicht verwendete Szenen vor.
Fazit:
"Unterwegs in Amerika" ist eine spannende und interessante Doku-Reihe, die das Leben in den unterschiedlichsten Teilen der Vereinigten Staaten zeigt. Durch die Ausrichtung auf die Menschen bekommt der Zuschauer einen direkten Einblick in den Alltag der verschiedenen Bevölkerungsschichten. Die DVD-Box von Polyband zeigt die Serie in sehr guter technischer Qualität und bietet zudem einige informative Extras.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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5 Folgen à ca. 44 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine Untertitel vorhanden. |
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Bonusmaterial:
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- Reisetagebuch
- Bildergalerien
- Nicht verwendete Szenen
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Unterwegs in Amerika
Unterwegs in Amerika
Das Leben in den USA des Jahres 2008
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2008 Regie: Petra Haffter Drehbuch: Petra Haffter
Label :
Polyband
Verkaufsstart : 17.10.2008
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