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DVD-Besprechung - Smiley Face

Story:
Jane (Anna Faris) ist ein Pothead wie aus dem Lehrbuch. Das hindert sie aber nicht an dem Wunsch, Schauspielerin werden zu wollen und so wartet sie erwartungsvoll auf das Vorsprechen für eine Rolle. Um sich für das Casting in die richtige Stimmung zu bringen, gibt sie sich die übliche Dröhnung und bekommt den absoluten Fress-Flash. Gierig stürzt sie sich auf ein paar leckere Muffins, die ihr Mitbewohner im Kühlschrank aufbewahrt. Ruckzuck ist der Teller leer und Jane hat einen wichtigen Hinweis übersehen, denn die Muffins hatten eine spezielle Zutat: Hasch. Völlig zugedröhnt macht sie sich auf zum Casting, was in ein großes Durcheinander führt.

Meinung zum Film:
Anna Faris („Scary Movie“) hat schon zur genüge bewiesen, dass sie eine komödiantische Ader hat und herrlich auf der Leinwand herumblödeln kann, doch mit „Smiley Face“ hat sie einen Fehlgriff gemacht. Der Film bietet kaum Abwechslung und nach einer guten Viertelstunde hat er Zuschauer schon die Nase voll. Rund 90 Minuten sieht er nämlich eine dauerbreite Jane, die von einer Panne in die nächste stolpert. Diese werden aber leider nicht inhaltlich vom Witz dominiert, sondern von der dämlich aus der Wäsche glotzenden Hauptdarstellerin. Im Gegensatz zu neueren Kifferfilmen wie „Harold & Kumar“ oder „Grandmas Boy“ fehlt es an cooler Situationskomik, die dynamisch den Film weiterbringt. Die beiden zuletzt genannten Filme verfügen zudem noch über eine gewisse Boshaftigkeit, die „Smiley Face“ völlig abgeht.

Die Fixierung auf Anna Faris ist deutlich zu heftig ausgefallen und bremst an jeder Stelle. Ruckzuck stellt sich eine gehörige Portion Langweile ein und die Stop-Taste der Fernsteuerung beginnt freundlich zu lächeln. Es beschleicht den Zuschauer zusätzlich der Eindruck, dass Faris eine Teamspielerin ist und gute Kollegen benötigt wie z.B. in der „Scary Movie“-Reihe. Nun, die Zukunft wird zeigen, ob sich dies bestätigt, oder ob sie tatsächlich eine Hauptrolle alleine übernehmen kann. Keine Frage, sie ist eine gute Schauspielerin, doch die Rolle der dauerbreiten Jane ist alles andere als ein Glücksgriff. Auch die anderen Schauspieler können den Flop nicht verhindern, da sie scheinbar so ausgesucht wurden, um in den Nebenrollen nicht die Hauptfigur zu gefährden.

Die Gags sind weitgehend schwach auf der Brust. Dass das Casting schief geht, ist ja vorprogrammiert, aber der Gag wie Jane dann auch noch versucht, der Produzentin Dope zu verkaufen, erscheint dann doch sehr konstruiert. Auch die Idee, einen Bekannten zum Zahnarzt zu begleiten, damit er sie mit dem Auto zu einem Haschfestival bringt, ist kein Kracher sondern eher eine Knallerbse. Und die stets vorhandene Angst, dass ihr Dealer ihr neues kuscheliges Bett entführen könnte ist ein eher mauer Running Gag. Das Ende ist inhaltlich logisch, aber lieblos umgesetzt. Als Beispiel, wie ein Kifferfilm auszusehen hat, kann eigentlich nur auf die Klassiker mit „Cheech und Chong“ verwiesen werden.

Digitale Aufarbeitung:
Die Farben des kontrastreichen Bildes wirken sehr real und sind gut abgemischt. In einigen Außenszenen gibt es kleinere Überblendungen, die aber weiter nicht stören. Der Ton liegt zwar nur im Format Dolby Digital 2.0 vor, aber er hört sich ordentlich an.

Extras sind nicht vorhanden.

Fazit:
„Smiley Face“ wird es nicht zum Kiffer-Kultfilm schaffen, Anna Faris wirkt sehr bemüht, kann aber die Langeweile des Drehbuchs nicht verhindern. Technisch ist die DVD in Ordnung und kann sich sehen lassen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,78:1
1,78:1
81:02 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bonusmaterial:
  • -
Smiley Face - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Smiley Face
Smiley Face

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Anna Faris zieht einen durch


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007
Regie:
Gregg Araki
Drehbuch:
Dylan Haggerty
Darsteller:
Anna Faris, Roscoe Lee Browne, Danny Masterson, Ben Falcone, Adam Brody

Label Deutschland :
VCL
Verkaufsstart Deutschland :
17.10.2008