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DVD-Besprechung - Der Superbulle schlägt wieder zu
Story:
Eine italienische Versicherung hat den weltgrößten, britischen Rückversicherer Lloyd’s um mehrere Millionen Pfund betrogen. Aus diesem Grund wird der Agent Robert Clayton (David Hemmings) aus England eingeflogen, der zusammen mit dem „Superbullen“ Tony Marroni (Tomas Milian) den Fall lösen soll. Dieser nimmt den Auftrag nur widerwillig an, ist dieser doch eher ein Einzelgänger.
Meinung zum Film:
Vom bewährten Drehbuchautorenteam Bruno Corbucci / Mario Amendola stammt der dritte Teil aus der beliebten italienischen Filmserie um den „Superbullen“. Teil 4 und 6 („Der Superbulle gegen den Paten“ und „Der Superbulle gegen Amerika“) sind bereits auf DVD erschienen. Aufgelockert wird der Film diesmal musikalisch von den Brüdern Guido und Maurizo de Angelis, die als „Oliver Onions“ in den 70ern auch reichlich Hits außerhalb der Filmwelt verzeichnen konnten und Stammkomponisten so mancher Spencer-/Hill-Klamotte gewesen sind.
Im Gegensatz zu den beiden bereits erschienenen Superbullen-Teilen geht es in diesem Film glücklicherweise nicht ganz so klamottenhaft zu, was vor allem an der Abwesenheit der Mafia-Patentochter „Marie Sol“ liegt. Aber auch beim vorliegenden Superbullen gibt es den einen oder anderen Schlag unter die Gürtellinie, etwa wenn Marroni eine Schwulenbar besucht und es Klischees zur Erzielung eines Lachers nur so hagelt. Dies ist aber der Entstehungszeit des Filmes geschuldet und man kann durchaus darüber hinwegsehen oder dies sogar amüsant finden. Im Prinzip lebt der Film vom völlig gegensätzlichen Gespann, bestehend aus dem hippieartigen Marroni und dem typischen Briten Clayton, dargestellt von David Hemmings („Blow up“). Dieser spielt in der Rolle des Clayton einen Bilderbuchengländer und fängt einen Verdächtigen beispielsweise mit einer anstrengungsfreien List, während Marroni den gleichen Mann während einer wilden Verfolgungsjagd aus den Augen verliert.
Insgesamt wird hier wieder beste Unterhaltung geboten, die Sprüche sitzen und die Laufzeit von 90 Minuten verfliegt wie im Flug. Wie in den anderen Teilen auch gibt es auch hier wieder recht auffälliges Product-Placement u.a. für den Schnaps „Fernet Branca“ zu sehen, sei es in Form eines Aschenbechers oder eines T-Shirts. Dies ist ebenfalls typisch für so manche italienische Produktion aus den 70er Jahren und kann vom Zuschauer mit einem Lächeln hingenommen werden. Wenn man dem Film einen echten Vorwurf machen kann, dann ist es die Tatsache, dass die Handlung etwas wirr und nicht immer nachzuvollziehen ist. Dies wird aber keinen Marroni-Fan stören, da diese Filme ohnehin nur eine Aneinanderreihung von Sprüchen und Action sind und dies auch problemlos und hervorragend funktioniert.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild weist kräftige Farben auf und auch altersbedingte Verschmutzungen sind kaum bis gar nicht auszumachen. Die Schärfe ist nicht immer das Gelbe vom Ei, alles in allem aber noch mehr als akzeptabel. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 verfügt über eine gute Dialogverständlichkeit.
Extras gibt es leider keine.
Fazit:
„Der Superbulle schlägt wieder zu“ ist sicherlich der bisher beste der 3 erschienenen „Superbulle“-Filme. Mit David Hemmings wurde Milian ein interessanter Gegen-, bzw. Zusatzpart zur Seite gestellt und nicht nur deswegen vergehen die 90 Minuten Laufzeit wie im Flug. Die DVD ist technisch gut.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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95:35 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Italienisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Der Superbulle schlägt wieder zu
Squadra antitruffa
Der Superbulle und der Snob
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Italien, 1977 Regie: Bruno Corbucci Drehbuch: Mario Amendola, Bruno Corbucci Darsteller: Tomas Milian, David Hemmings, Bombolo, Alberto Farnese, Anna Cardini
Label :
Savoy Film Verkaufsstart : 26.09.2008
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