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DVD-Besprechung - WWE - One Night Stand 2008

Story:
„One Night Stand“ ist eines der neueren PPV-Events der WWE, das zum ersten mal 2005 bei der ECW eingeführt wurde. 2007 traten dann die unterschiedlichen Ligen der WWE zu Kämpfen bei dem Großereignis an. Das Besondere an den Kämpfen ist, dass alle speziellen Regeln unterliegen.

Meinung zum Film:
Der erste Kampf des „One Night Stand 2008“ fand zwischen Jeff Hardy und Umaga in Form eines „Falls-zählen-überall“ statt. Wie nicht anders zu erwarten gehen High Flyer Hardy und Kraftpaket Umaga schnell aus dem Ring und letzten Endes auch aus der Halle, um sich einen wilden Brawl mit überschaubaren, aber teils halsbrecherischen Moves auf dem Gelände zu liefern. Als nächstes folgt das „Singapore Cane Match“, dessen Sieger anschließend bei der „Night of Champions 2008“ gegen den dann amtierenden ECW Champion antreten darf. Neben CM Punk, Chavo Guerrero, Tommy Dreamer und John Morrison hatte sich auch Big Show einen Platz bei dem als Fatal Four geplanten Kampf gesichert und ihn zu einem Fatal-Five-Match erweitertet. Der Kampf ist ein erster Höhepunkt der Show, er wird sehr abwechslungsreich geführt und die Action zwischen den Kämpfern wechselt immer wieder. Beim folgenden „First Blood“-Match zwischen John Cena und JBL ist die Abwechslung und Action ein wenig rarer gesät. Über weite Strecken wirkt der Kampf sehr abwartend, beide Kämpfer erscheinen als wären sie mehr darauf bedacht, sich selbst keine Wunde zuzuziehen und vergessen dabei ein wenig in die Offensive zu gehen.

Die Damenriege bestreitet anschließend in Form von Melina und Beth Phoenix ein „I quit“-Match. Während Melina dabei einige gut ausgeführte Moves im Angebot hat, versucht Beth Phoenix alleine durch Kraftmoves zu kontern, was dem Match insgesamt nicht sehr zu Gute kommt. Tempo gibt es kaum zu sehen, und dass an den Haaren ziehen zu Beginn vermehrt zum Einsatz kommt, ist eher peinlich. Man wartet in diesen Momente förmlich darauf, dass als nächstes kratzen, beißen und spucken kommt. Melina ist bei dem Kampf komplett unterfordert, die eher untalentierte Beth Phoenix bremst das Geschehen immer wieder aus. Der Kampf zwischen Shawn Michaels und Batista ist da schon von einem ganz anderen Kaliber. Vor allem Batista führt das Match mit einer großen Entschlossenheit und er gab in Interviews zuvor unumwunden zu, dass er seinen Gegner bei dem Aufeinandertreffen möglichst viel Schmerzen zufügen möchte. Grund dafür ist, dass er sich zum einen von Michaels hintergangen fühlte und er es ihm zudem nicht verzeihen wollte, dass er Ric Flair im letzten Match des Nature Boys besiegte.

Den vorletzten Kampf des Abends bestritt Triple H gegen den unter dem Namen „Legendkiller“ bekannt gewordenen Randy Orten. Geführt wird der Kampf in einem „Last Man Standing“ Match, das auf Grund des Auszählen, ähnlich wie beim Boxen schon mal sehr lang werden kann. Doch die beiden Kämpfer verstehen es, keine große Langweile aufkommen zu lassen, allerdings wird der Kampf von einem der Beiden doch recht deutlich dominiert, wodurch es ein eher kurzes Last-Man-Standing-Match ist. Den Abschluss des Abends bildet das TLC-Match zwischen dem Undertaker und Edge um den Heavyweight-Champion-Gürtel, bei dem es zudem um die Karriere des Undertakers geht. Denn sollte der Grim Reaper den Kampf verlieren, wird er aus der WWE aussteigen müssen. Der Kampf ist packend in Szene gesetzt und es gibt einige erstklassige Aktionen zusehen. Die im Match-Titel genannten Tische, Leiter und Stühle kommen zum Einsatz und von der Dramaturgie hat man sich hier seitens der WWE sichtlich Mühe gegeben, ein packendes Event-Finale zu präsentieren. So stellt der finale Fight beim „One Night Stand 2008“ auch ohne Frage das große Highlight dar an dessen Ende die Antwort auf die Frage vieler stehen wird: „Wird der Undertaker wirklich seine Karriere bei der WWE beenden müssen?“.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist wie von anderen WWE-Produktionen gewohnt ganz gut in Sachen Schärfe, Farben und Kontrast, fällt aber immer mal wieder negativ durch Kompressionsartefakte auf. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 ist sehr gut zu verstehen, wer lieber den englischen Originalton hören möchte, hat auch die Möglichkeit dazu.

Als Extra gibt es anlässlich des Career-Ending-Matches des Undertaker noch einmal vier große Momente seiner Karriere zu sehen. Was sich auf den ersten Blick vielleicht wie eine große Sache erscheinen mag, dürfte schnell für große Ernüchterung bei den Fans sorgen. Bei den 4 Momenten handelt es sich nur um kurze Clips, die im Grunde kaum einer Erwähnung wert sind und zusammen nur rund 3 Minuten Spielzeit haben.

Fazit:
„One Night Stand 2008“ ist ein gutes Main Event der WWE geworden, das all das hält, was der Beiname „Extreme Rules“ verspricht. Wrestling-Fans können bedenkenlos zugreifen und erhalten als Gegenwert für ihr Geld vor allem hart geführte Fights.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,78:1
1,78:1
169:40 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Französisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Italienisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Spanisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Englisch für Hörgeschädigte, Griechisch, Niederländisch, Portugiesisch
Bonusmaterial:
  • 4 geschichtsträchtige Undertaker-Augenblicke
WWE - One Night Stand 2008 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
One Night Stand 2008
One Night Stand 2008

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Nur die Harten kommen hier in den Ring


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008
Regie:
-
Drehbuch:
-
Darsteller:
Triple H, Randy Orton, Undertaker, Edge, John Cena, JBL, Shawn Michaels, Batista, Jeff Hardy, Umaga, Big Show, John Morrison, Tommy Dreamer, Chavo Guerrero, CM Punk, Melina, Beth Phoenix

Label Deutschland :
SilverVision
Verkaufsstart Deutschland :
06.10.2008