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DVD-Besprechung - Dr. Moreaus Haus des Schmerzes
Story:
Erics (John Patrick Jordan) Bruder Roy ist verschwunden. Zuletzt wurde der Lebemann in einem schlüpfrigen Nachtclub gesehen und folgerichtig sucht Eric mit weiblicher Verstärkung eben dort nach dem Blutsverwandten. Eine heiße und blutige Spur führt sie zu einem alten Sanatorium, wo sie von grauslichen Kreaturen überwältigt und deren Schöpfer ausgehändigt werden. Der verrückte Dr. Moreau (Jacob Witkin) funktioniert Menschen in wahnsinnigen Operationen in Tiere um und auch Eric soll das Opfer des Irren werden. Doch sein Kampfgeist erlischt und er versucht alles, um den Wissenschaftler zu stoppen.
Meinung zum Film:
„Dr. Moreaus Haus des Schmerzes“ ist eine sehr freie Interpretation der Geschichte um einen wahnsinnigen Wissenschaftler, der Menschen zu Tieren umoperiert. Regie bei diesem trashigen Film führte Charles Band („Trancers“), der schon in der Vergangenheit für so manches B-Movie gesorgt hat. Freunde der gepflegten Filmkunst werden sich von dieser Verfilmung mit grausen abwenden, denn entweder ist der Film gezielt schlecht inszeniert, oder Charles Band hat einfach keine Lust gehabt, wenigstens ein halberlei vernünftiges B-Movie-Niveau zu erreichen. Trashfans hingegen werden vermutlich ihren Spaß an dem kruden Treiben auf dem Fernsehschirm haben.
Die klassische Insel des Doktor Moreau wurde in dieser Produktion nicht berücksichtigt und auch nicht der Grusel der von den Geschehnissen eigentlich ausgehen sollte. Die Ausstattung der Filmkulissen wirkt ein wenig wie die Laufgeschäfte auf der Kirmes bzw. wie der ehemalige Gremlin-Ride in einem deutschen Freizeitpark. Alles reduziert auf ein Minimum und es wirkt gekünstelt und billig. Die Geschichte bleibt im Kern aber so, wie der Zuschauer sie bereits vom Original kennt. Die Hauptdarsteller werden von den Kreaturen des Dr. Moreau gefangen und dieser will die Neuankömmlinge ebenfalls einer grausigen Prozedur unterziehen, um aus ihnen ebenfalls eine Mixtur aus Mensch und Tier zu machen. Doch Moreau ist in Wirklichkeit schon lange nicht mehr Herr der Lage und seine Geschöpfe haben ihn in der Hand.
Die teils einfachen, aber blutigen Effekte berechtigen schon zu einer reinen Freigabe nur für Erwachsene. Die Maskeraden in welche die Schauspieler gesteckt wurden sind freakig und entsprechen einer Produktion die direkt für Video produziert wurde. Dazu passen auch die billigen Nacktszenen, die so ein bisschen wirken wie ein Lückenfüller. Bei den auf den Covern angegebenen Filmlaufzeiten gibt es immer wieder leichte Unterschiede zwischen diesen und der tatsächlichen Laufzeit. Einige Unterschiede ergeben sich aus der Angabe für das Kino, denn diese ist, technisch bedingt immer länger als die Videoausgabe, doch im Fall von „Dr. Moreau’s Haus des Schmerzes“ werden 85 Minuten angegeben, tatsächlich ist der Film aber rund 17 Minuten (!) kürzer.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist für so eine Produktion im Großen und Ganzen eigentlich in Ordnung. Die Farben sind kräftig, aber nicht überfrachtet. Ein leichtes Bildrauschen ist erkennbar. Der Ton ist mäßig, da er kaum echte Höhepunkte hat und weitgehend eindimensional wirkt. Weiterhin wurde der deutsche Ton nicht durchgehend neu gestaltet, so kann man z.B. hören, dass bei dem ersten Mord im Labor zunächst die deutsche Synchronstimme schreit und sogleich auf den englischen Originalton geschaltet wird.
Extras sind zwar nicht angegeben, aber bei den Werbetrailern ist dann doch auch der Originaltrailer zum Hauptfilm zu finden.
Fazit:
„Dr. Moreau’s Haus des Schmerzes“ ist für Trashfans eventuell ein Ikone, für Mainstream-Zuschauer aber ein kompletter Fehlgriff. Der Film kann sich in keiner Weise mit seiner Vorlage messen lassen, dafür konnte oder wollte Regisseur Charles Band nicht genug Arbeit in die Dreharbeiten stecken. Technisch ist das Bild befriedigend und der Ton noch ausreichend.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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68:57 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Dr. Moreaus Haus des Schmerzes
Dr. Moreau's Haus des Schmerzes
Peinliche Variation eines Klassikers
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2004 Regie: Charles Band Drehbuch: Earl Kenton Darsteller: John Patrick Jordan, Jessica Lancaster, Lorielle New, Peter Donald Badalamenti, Ling Aum
Label :
Mr. Banker Films Verkaufsstart : 14.11.2008
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