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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Possessed - Besessen

Story:
Drei Freundinnen belegen eine Gruppe Mitschülerinnen, von denen sie immer wieder tyrannisiert werden, mit einem tödlichen Fluch. Als am nächsten Tag die erste Verfluchte stirbt und kurze Zeit später eine weitere folgt, hat es den Anschein, als sei die Hexerei gelungen. Doch schon bald kommen erste Zweifel daran auf, ob es wirklich ihr Fluch ist, der für die vermeintlichen Selbstmorde sorgt. Als es im schulischen Umfeld unruhig wird und auch eine Mutter eine Böse Vorahnung hat, was in dem Dorf vor sich geht, kommen Taten aus der Vergangenheit ans Tageslicht, die für immer dort vergraben bleiben sollten. Währenddessen gehen die Todesfälle immer weiter.

Meinung zum Film:
„Possessed – Besessen“ ist ein koreanischer Horrorfilm aus dem Jahre 2004, der unverkennbar auf der Welle der asiatischen Rachegeister aufsetzt. Doch durch die große Zahl an Ring- und Grudge-Epigonen, die nach dem großen Erfolg der internationalen Vorreiter in die Kinos und die DVD-Regale kamen, bedarf es schon einer großen Innovation, um den Gruseleffekt hinter dem warmen Ofen hervorlocken zu können. Regisseur und Drehbuchautor Byeong-ki Ahn („Nightmare: The Horror Game Movie“) setzt zunächst aber auch erst einmal ausgiebig auf die langhaarigen, bleichgesichtigen Schleichgeister, was aber kaum noch Wirkung erzielt. In den Momenten mit dem Rachegeist kommt nur noch bedingt Spannung auf und so richtig möchte sich keine Bedrohung einstellen. Dem Regisseur scheint dies von vornherein auch klar gewesen sein, denn er hat sich nicht alleine auf diese Momente für den Gruselfaktor beschränkt.

Wer nun allerdings hofft, dass es neue Impulse für das bekannte Rachegeister-Thema gibt, sollte seine Hoffnung besser gleich begraben. Denn was „Possessed – Besessen“ an Plot- und Gruselelemente auffährt ist nichts anderes als ein Sammelsurium an zusammengeklauten Ideen. So gibt es die Eltern, die in der Vergangenheit jemand verbrannt haben und der sich nun beginnt zu rächen. Zu sehen war dieses, allerdings deutlich spannender, bereits in „Nightmare on Elm Street“. Die drei Freundinnen, die beginnen, sich mittels Hexenkraft von den Übergriffen ihrer Schülerinnen zu befreien, hat man bereits deutlich interessanter in „Der Hexenclub“ gesehen und die von allen immer aufs neue gedemütigte Schülerin, die eine Erniedrigung in Form einer besonderen Dusche über sich ergehen lassen muss gab es bereits effektiver in „Carrie“ zu sehen. Ein einziger kleiner Funken Innovation ist dann lediglich die besondere Verbindung zwischen Mutter und Tochter. Allerdings fällt dieser eher unter dem Punkt „dummer Einfall“ und kann nicht für knisternde Atmosphäre sorgen. Und schon gar nicht reicht diese aus, um die einzelnen Plotstränge, die höchst oberflächlich präsentiert werden, hinreichend zu untermauern.

Neben dem Gruselplot, der nie so recht in die Gänge kommt, weil er immer wieder von einer Erkenntnis zur nächsten springt und am Ende nur eine leidliche Verknüpfungen der verschiedenen Vermutungen bietet, sind es aber auch die Protagonisten, die höchst unglücklich präsentiert werden. Für gewöhnlich gibt es in Horrorfilmen mindestens eine zentrale Person nebst Umfeld, mit der man als Zuschauer mitfiebern kann. Bei „Possessed – Besessen“ ist es allerdings so, dass der Fokus mit jeder neuen Theorie auch zu einer anderen, zentralen Person springt und das vorhergehende Individuum in den Hintergrund gerät. So ist es dann auch nicht sonderlich verwunderlich, dass am Ende der Funke hinsichtlich der Spannung nie so recht überspringen will. Die Gruselmomente sind handwerklich zwar gut in Szene gesetzt worden, doch fehlt ihnen einfach der passenden Rahmen in der Geschichte, um wirklich für Spannung und Dramatik zu sorgen. So lässt man letzten Endes Mord für Mord und Erklärung für Erklärung an sich vorüberziehen, ohne dass es einen wirklich kümmert. Am Ende nimmt man die DVD aus dem Player, mit der selben Gleichgültigkeit, mit der man vorher die einzelnen Momente des Films an sich vorüberziehen ließ. Ein spannendes Filmvergnügen sieht sicherlich anders aus.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist hinsichtlich der Farben und der Schärfe ganz ordentlich gelungen, allerdings gibt es bei Kameraschwenks immer wieder erkennbares Nachziehen zu erkennen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist gut zu verstehen und macht regelmäßigen Gebrauch von den Effektlautsprechern.

Als Extra gibt es neben dem Trailer noch eine Bildergalerie.

Fazit:
„Possessed – Besessen“ ist eine Sammlung einzelner Ideen verschiedener Horrorfilme, ohne dabei jedoch eigene Akzente setzen zu können. Ein wirrer Plot, ein fehlender Held als Identifikationsfigur und Horrormomente ohne Dramatik sorgen dafür, dass der Film nicht sonderlich überzeugen und noch weniger gruseln kann.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
92:24 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Koreanisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Bildergalerie
  • Trailer
Possessed - Besessen - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Possessed - Besessen
Bunshinsaba

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Eine Vermischung verschiedener Horrorplots zu einem spannungslosen Ganzen


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Südkorea, 2004
Regie:
Byeong-ki Ahn
Drehbuch:
Byeong-ki Ahn
Darsteller:
Gyu-ri Kim, Se-eun Lee, Yu-ri Lee, Seong-min Choi, Jeong-yun Choi, Yoo-jin Im

Label Deutschland :
3L
Verkaufsstart Deutschland :
06.11.2008