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DVD-Besprechung - Fight Night
Story:
Als der Kleinganove Michael Dublin (Chad Ortis) auf die Straßenkämpferin Katherine Parker (Rebecca Neuenswander) trifft, wittert er die große Chance: Katherine ist aggressiv, durchtrainiert und tritt sogar gegen Männer an. Nach einigem Hin und Her stimmt sie zu, mit ihm durchs Land zu ziehen, immer auf den großen Coup lauernd. Ein Fight folgt dem anderen, in dreckigen Bars, alten Lagerhäusern und Hinterhöfen. Der Erfolg ist vorprogrammiert, doch dann holt sie Michaels dunkle Vergangenheit ein.
Meinung zum Film:
Michael Dublin (Chad Ortis) ist ein Kleinkrimineller, der sich mit allerlei krummen Dingern über Wasser hält. Die meiste Zeit ist er als Promoter bei illegalen Underground-Kämpfen tätig, doch manchmal beschafft er beispielsweise auch Teilnehmern von Straßenrennen ihren fahrbaren Untersatz. Als sich mal wieder die Qualität eines der von ihm verkauften Autos als nicht ganz überzeugend herausstellt (das Ding fliegt direkt beim Start in die Luft ...), soll es Michael an den Kragen gehen. Doch bevor er ernstlich verletzt werden kann, taucht die junge Katherine (Rebecca Neuenswander) auf, die um die Ecke wohnt und ihre Ruhe haben will. Zuerst wenig beeindruckt von ihr, verschwinden die Schläger schon bald, als das Mädchen seine Fäuste auspackt und ordentlich austeilt.
Michael ist beeindruckt und sieht seine Chance gekommen, mit der unscheinbaren Katherine - der niemand einen Sieg zutrauen würde - bei den Underground-Fights das große Geld zu machen. Diese hat zwar eigentlich keine Lust darauf, stimmt aber einige Tage später trotzdem einem Deal zu. Fortan ziehen beide durchs Land und fahren einen Sieg nach dem anderen ein. Die härtesten Burschen schickt Katherine zu Boden und es scheint niemanden zu geben, der ihr gewachsen ist. Doch dann taucht Clark Richter (Kurt Hanover) auf, Kampforganisator und früherer Boss von Michael, dem es nicht passt, dass seine Leute mittlerweile schon Geld auf die unschlagbare Katherine setzen. Und bald stellt sich heraus, dass auch Kat noch eine alte Rechnung mit Richter offen hat ...
Was von der Beschreibung her zunächst den Eindruck eines billigen C-Streifens macht, kann in der Umsetzung durchaus überzeugen. Tatsächlich erweist sich "Fight Night" sogar als angenehme Überraschung in Form eines sehr unterhaltsamen Films. Die Story vermischt Elemente von "Fight Club" und "Rocky" mit einer Voice-Over-Erzählweise des klassischen Film noirs. Zwar gibt es einen nicht wirklich kreativen Romance-Subplot (Katherine steht eher auf Frauen, während sich Michael für Gottes Geschenk an die Damenwelt hält), doch insgesamt wirken die Figuren überaus authentisch. Insbesondere Rebecca Neuenswander, die sich ansonsten als Model und Martial Artist betätigt, überzeugt als knallharte Straßenkämpferin, der man, nachdem man einen Kampf gesehen hat, sofort abnimmt, dass sie die zähesten Kerle auf die Bretter schicken kann. Auch die Optik des Films gefällt. Die meisten Szenen entstanden bei Nacht und "Fight Night" hat einen ganz eigenen Look, der in erster Linie vom Einsatz von Schatten und dramatischer Beleuchtung durch Straßenlaternen u.Ä. lebt. Die Settings wirken dazu passend schäbig und heruntergekommen. Ebenfalls gelungen ist die Inszenierung der Kampfszenen: Standbilder, Zeitlupen und Superzeitraffer-Aufnahmen wechseln sich ab - teils innerhalb derselben Einstellung -, wodurch die Fights deutlich an Spannung gewinnen. Dies brachte dem Film dann auch beim "Action on Film International Film Festival" im Jahr 2008 einen Preis in der Kategorie "Best Cinematography Feature" ein. Für ein Erstlingswerk hat Regisseur Jonathan Dillon mit "Fight Night" jedenfalls einen soliden Streifen abgeliefert, der sich trotz des geringen Budgets durchaus sehen lassen kann und Lust auf mehr macht.
Digitale Aufarbeitung:
"Fight Night" präsentiert sich auf DVD in sehr guter Qualität. Das Bild ist sehr klar und trotz der vielen dunklen Szenen fällt nur leichtes Hintergrundrauschen auf. Auch die Schärfe weiß zu gefallen. Der Film ist bewusst in kühlen, schmutzigen Farben mit teils überstrahlendem Kontrast gehalten, was hervorragend zum Inhalt passt. Neben einer englischen Tonspur in Dolby Digital 5.1 gibt es die deutsche Synchronisation ebenfalls in Dolby und zusätzlich noch als dts-Variante. Alle Spuren klingen kraftvoll und räumlich, in den Kampfszenen hat die dts-Fassung, die etwas mehr Druck bietet, die Nase leicht vorn.
Als Bonusmaterial gibt es leider nur den Trailer auf Deutsch und Englisch.
Fazit:
"Fight Night" ist eine Low-Budget-Produktion von Newcomer-Regisseur Jonathan Dillon, die sich in jeder Hinsicht sehen lassen kann. Der Film liefert nicht nur authentische Figuren, sondern überzeugt auch durch ein spannendes, unterhaltsames Script und eine gelungene Optik. Letztere kommt auf der technisch überzeugenden DVD von Sunfilm sehr gut zur Geltung, leider gibt es aber außer dem Trailer keinerlei Bonusmaterial.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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84:33 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Fight Night
Rigged
Spannendes und überzeugendes Regie-Debüt
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008 Regie: Jonathan Dillon
Drehbuch: Ian Shorr Darsteller: Chad Ortis, Rebecca Neuenswander, Kurt Hanover
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 15.12.2008
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