Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Perfect Secretary
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - Perfect Secretary

Story:
Rachel (Josie Davis) ist die langjährige Assistentin von PR-Agentur-Chef David Wescott (Chris Potter) und schon lange besessen von dem Gedanken, die Frau an seiner Seite zu sein. Als Davids Frau wegen eines bakteriellen Infekts ins Krankenhaus eingeliefert wird, sieht Rachel ihre Zeit gekommen. Erst hilft sie nach, damit der Infekt auch wirklich tödlich endet und dann schleicht sie sich immer mehr in das private Lebens ihres Chefs hinein.

Meinung zum Film:
„Perfect Secretary“ ist eine weitere TV-Produktion von Regisseur Douglas Jackson, dessen „Tödliches Geheimnis“ erst jüngst in Deutschland auf DVD erschienen ist, allerdings nicht gerade für Begeisterungsstürme beim Publikum sorgen konnte. Und beide Filme wurden nach einem Drehbuch von Christine Conradt umgesetzt. Vergleichbar findet auch diesmal wieder eine recht eigene Vermarktungsstrategie des Filmes statt. Versprach man beim Drama „Tödliches Versprechen“ einen packenden Psychothriller, welcher der Film nicht einmal ansatzweise war, versucht man es nun mit dem Wort „Secretary“ in Verbindung mit der einladenden Rückansicht einer blonden Frau. Denn die Darstellung der Sekretärin, die im englischen Original noch passenderweise eine Assistentin ist, erinnert mehr als nur entfernt an das Cover der äußerst gelungenen Erotikkomödie „Secretary“, was dann wohl auch den Wechsel der Berufsbezeichnung im Filmtitel erklärt. Doch im Gegensatz zum tödlichen Geheimnis schafft es die perfekte Sekretärin, sich immerhin in die Reihe der kurzweiligen TV-Produktionen einzuordnen, die ohne große Längen und Höhepunkte zu unterhalten verstehen, nach dem Konsum schnell wieder vergessen sind.

Das größte Problem des Filmes ist es sicherlich, dass es im Grunde keine Überraschung oder Wendung im Plot gibt. Rachel ist das durchtriebene Miststück, das öffentlich mit sanfter Engelsstimme flötet, hinter dem Rücken ihrer Mitmenschen aber meist nur Gift und Galle spuckt. Dass sie vor nichts und niemandem Halt macht, wird gleich zu Beginn klar, als sie Davids Frau im Krankenhaus Luft in die Adern pumpt, damit diese möglichst schnell das Zeitliche segnet. Moment mal, wird manch einer nun denken. Wie kann sie im Krankenhaus einfach so reinschneien und solch eine Aktion ohne größeres Aufsehen durchführen? Wieso fragt sich niemand, wieso die Patienten so plötzlich verstirbt und wieso scheint es niemanden zu kümmern, dass Rachel so kurz vor dem Tod der Patientin noch im Zimmer war? Aber so ist es nun einmal bei vielen Produktionen fürs TV, zuviel Denken ist nicht erwünscht und dient nur zur mutwilligen Zerstörung der Illusion. Von daher gilt auch bei „Perfect Secretary“: „Zurück lehnen und das Denken weitestgehend einstellen. Genießen sie die Fahrt.“

Ein wenig ein Problem ist auch die Darstellung der Rachel durch Josie Davis („Beverly Hills, 90210“), da sie in jeder Situation wie ein Psychokiller wirkt und alleine durch ihr Verhalten schon alle Alarmglocken bei den Menschen in ihrem Umfeld läuten lassen müsste. Aber gut, auch dies sollte unter dem bereits genannten Hinweis wohl nicht weiter hinterfragt werden. Chris Potter („Der Babynator“) spielt die Rolle des David routiniert, lediglich gegen die Hemden in Regenbogenfarben hätte er sich deutlich wehren müssen. In einer weiteren Rolle ist Rachel Hunter, am ehesten bekannt als Ex-Modell und Ex-Ehefrau von Rod Stewart, als Davids Geschäftspartnerin Judith Manion zu sehen und es wird sicherlich nicht so sein, dass sie durch ihren Auftritt weg in dem Film weg vom Ex-Image kommt. Denn „Perfect Secretary“ ist nicht mehr als schnell vergessene Durchschnittskost, die auf der einen Seite zwar einen zumindest solide inszenierten Thriller und größere Längen präsentiert, der auf der anderen Seite aber viel zu vorhersehbar ist und zudem noch voller Logikfallen steckt, als dass er wirklich überzeugen könnte.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild wirkt stellenweise ein wenig zu weich, ist ansonsten aber auf einem durchschnittlichen TV-Niveau. Auch der Ton in Dolby Digital 5.1 und dts ist durchschnittlich für eine TV-Produktion und findet durchweg in der Front statt.

Als einziges Extra gibt es den Trailer zum Film.

Fazit:
Wer auf der Suche nach leichter Kost ist, die gradlinig und unspektakulär dem zu erwartenden Finale entgegensteuert und dabei keinerlei eigenes Denken erfordert, könnte mit „Perfect Secretary“ durchaus fündig geworden sein. Wer allerdings einen Ansatz an Ansprüchen hinsichtlich Logiksicherheit, Charaktere und Wendungen hat, sollte besser einen großen Bogen um den Film machen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,78:1
1,78:1
91:16 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Trailer
Perfect Secretary - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Perfect Secretary
The Perfect Assistant

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Perfekt ist bei dem Film leider gar nichts, bestenfalls routiniert, aber unspektakulär


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008
Regie:
Douglas Jackson
Drehbuch:
Christine Conradt
Darsteller:
Josie Davis, Chris Potter, Caitie Campo, Rachel Hunter, Jason Harper, Katherine Dines-Craig, Sophie Gendron, Paul Hopkins

Label Deutschland :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
05.12.2008