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DVD-Besprechung - Dirty Love

Story:
Als Rebecca (Jenny McCarthy) von einem Fotoshooting nach Hause kommt erwischt sie ihren Freund Richard (Victor Webster) in flagranti beim Sex mit einer anderen Frau. Völlig aus der Bahn geworfen berät sie sich mit ihrer Freundin Michelle (Carmen Electra) und schon bald haben sie ein Ergebnis: Rebecca muss so schnell wie es geht mit einem anderen Mann ins Bett. Zu dumm, dass sie, wie üblich, an die falschen Männer gerät und darüber hinaus wirklich alles in ihrem Leben schief zu gehen scheint. Doch das Schicksal hält noch eine andere faustdicke Überraschung für die üppige Blondine bereit.

Meinung zum Film:
„Dirty Love“ wurde von der Hauptdarstellerin Jenny McCarthy geschrieben und ist eine schrille Komödie, die wirklich keine Peinlichkeit auslässt. Während des Sehens erlebt der Zuschauer etliche Wandlungen in der Bewertung des Geschehens auf dem Bildschirm. Teilweise ist es einfach grottenschlecht, was da gezeigt wird, dann wiederum passiert politisch Unkorrektes von der derbsten Sorte. Gleich die Eröffnungsszene kann Zuschauer spontan vergraulen, denn Jenny McCarthys Performance einer Depression auf dem „Walk Of Fame“ ist grottenschlecht gespielt. Besser gelungen ist die Szene, in welcher sie im Supermarkt ihre Periode bekommt und verzweifelt versucht, die Auswirkungen zu stoppen. Der Gag ist sicherlich geschmacklich grenzwertig, aber herrlich schräg ist der Einfall schon.

Die Geschichte selbst ist eher belanglos und wurde schon zig Mal in den verschiedensten Konstellationen verfilmt. Rebecca wird von ihrem Freund, einem männlichen Model, betrogen und sie sucht nun mit Hilfe ihrer Freunde nach einem neuen Lebenspartner. Den gäbe es auch schon in Person ihres Kumpels John, doch dieser traut sich nicht, ihr seine Liebe zu gestehen. Und so stolpert Rebecca zum nächsten Mann, der ihr einen Drogentrip verabreicht, um dann einen flotten Dreier einzuleiten. Die Teilnehmer sind er, Rebecca und ein Karpfen aus dem Kühlschrank. Die Folgen dieser sexuellen Erfahrung sind hart, denn zum einen schläft die Unglückliche drei Tage durch und der Fischgeruch will auch nicht so schnell wieder verschwinden.

Wie schon erwähnt ist die Komödie sehr grenzwertig und es würde nicht verwundern, wenn jemand den Film abschaltet. Andererseits gibt einige richtig deftige Einfälle, die den etwas hartgesotteneren Zuschauern sicherlich gefallen dürften. Die Art des Humors ist eher Männern zugänglich und große Teile des weiblichen Publikums werden sich sicherlich fragen, worüber die Kerle denn lachen. Zu sehen gibt es für beide Geschlechtergruppen etwas. Für die Männer zieht Jenny McCarthy dann auch schon mal blank und der üppige Busen zieht durchaus Aufmerksamkeit auf sich. Carmen Electra (Scary Movie) spielt ihre etwas schräge Freundin Michelle und ist natürlich auch ein echter Hingucker. Für die Damen hält Victor Webster („Wishmaster 4“) seinen Waschbrettbauch vor die Kamera.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist klar, deutlich und verfügt über kräftige, realistische Farben. Das Bild ist so gut, dass gerade Jenny McCarthy nicht verbergen kann, dass sie die 30 deutlich überschritten hat. Dies ist keine Kritik, sondern ein Lob an die Bildqualität und ein Hutziehen vor dem Mut des ehemaligen Playmates. Der Ton ist in Ordnung, ist allerdings vorrangig frontlastig.

Als Extras gibt es zunächst einen Blick hinter die Kulissen und über gut fünf Minuten bekommt der Zuschauer recht interessante und amüsante Eindrücke vom Dreh. Hinzu kommt noch eine geschnittene Szene, die aber genauso gut im Film hätte verbleiben können. Runde 13 Minuten nehmen die Interviews mit den wichtigsten Filmschaffenden ein und diese wurden auch mit deutschen Untertiteln versehen. Weiterhin gibt es einen Audiokommentar von Jenny McCarthy und Regisseur John Asher, dem fehlt allerdings eine deutsche Übersetzung.

Fazit:
Freunde des brachialen Humors werden bei „Dirty Love“ ihre helle Freude haben, aber wer ein bisschen zarter besaitet ist, der sollt hier nicht zugreifen. Am besten man sucht sich ein paar gute Freunde, die denselben Humor haben, legt die DVD ein und reißt ein paar Tüten Chips auf. Dann schnell die Play-Taste gedrückt und ab geht die Post. Die DVD ist technisch vollkommen in Ordnung.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
86:56 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Audiokommentar von Jenny McCarthy
  • Behind The Scenes
  • Deleted Scene
  • Inteviews
  • Trailer
Dirty Love - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Dirty Love
Dirty Love

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Herrlich sinnfreie Unterhaltung


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2005
Regie:
John Mallory Asher
Drehbuch:
Jenny McCarthy
Darsteller:
Jenny McCarthy, Eddie Kaye Thomas, Carmen Electra, Victor Webster, Kam Heskin

Label Deutschland :
Ascot Elite
Verkaufsstart Deutschland :
20.11.2008