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DVD-Besprechung - Die schwarzen Teufel von Bagdad
Story:
Lange Jahre weilte Prinzessin Marjan (Maureen O’Hara) in England, doch nach ihrer schulischen Ausbildung kehrt sie in ihre Heimat nach Bagdad zurück. Hier ereilt sie ein Schock, denn ihr Vater wurde von einer Gruppe von Schurken ermordet. Sie werden „Die schwarzen Teufel“ genannt und stehen unter dem Kommando eines Verräters. Prinzessin Marjan wird von Pascha Ali Nadim (Vincent Price) aufgenommen, der aber sehr rätselhaft und verschlagen ist. Schon bald scheint der Banditenführer gefunden, denn Prinz Hassan (Paul Hubschmid) gerät in den Verdacht, der gesuchte Verräter zu sein.
Meinung zum Film:
„Die schwarzen Teufel von Bagdad“ ist eigentlich kein Film, der unter dem Aspekt von 1001er Nacht gesehen werden kann. Zumindest nicht vom Standpunkt des Zuschauers, der die eher märchenhafte Atmosphäre bevorzugt und sich von allerlei magischem unterhalten wissen will. In der vorliegenden Verfilmung geht es leider nicht um magische Schwerter, sagenumwobene Lampen oder anderen wunderliche Dinge, sondern um eine Verschwörungsgeschichte mit mehreren unredlichen Zeitgenossen. Das Geschehen wurde zwar inhaltlich nach Bagdad gelegt, doch wenn eine Prinzessin schon nach England geschickt wird, um dort die westliche Schulbildung zu genießen, dann tritt das typische Flair in den Hintergrund. Der Einsatz von Pistolen, der Besuch einer Bar und die Existenz eines Hotels tragen ebenfalls dazu bei, dass keine Rechte Stimmung aufkommen will.
Lieblos sind auch die Kulissen geworden, bei denen die schlechten Hintergründe der Szenen augenscheinlich sind. Wenn der Zuschauer schon mit einem Blick sieht, dass der nächtliche Himmel grob gemalt wurde und das Geschehen offensichtlich in einem Studio gedreht wurde, dann haben die Filmemacher ihr Ziel verfehlt. Nichts gegen Maureen O’Hara („Rio Grande“), aber ihr Gesang ist in dem Streifen ebenso fehl am Platze, wie auch die mit in den Gesang einstimmenden Nomaden. Der Film ist ein Beispiel dafür, was passiert, wenn Hollywood einen bestehenden Themenbereich neu definieren will und dabei nicht auf Flair und Story achtet, sondern wie die Stars in Szene gesetzt werden. Einzig positiv an der Rolle der Prinzessin Marjan ist ihre Emanzipation und wie sie den Herren mal zeigt, wie eine selbstbewusste Frau auftritt. Für das Produktionsjahr 1949 war dies schon ein mutiger Schritt und Maureen O’Hara ist hier überzeugend.
Der Schweizer Paul Hubschmid („Der Tiger von Eschnapur“) ist der Co-Star in dem Abenteuerfilm und spielt die Figur des Prinzen Hassan, der sich zunächst als Karawanenführer und als Schmuckhändler tarnt. Er will den Anführer der schwarz gekleideten Banditen überführen, gerät allerdings selbst in den Verdacht dieser zu sein. Schauspielikone Vincent Price („Weißer Oleander“) beweist als Pascha Ali Nadim, dass er auch einen arabischen Schurken spielen konnte, bevor er später als Hauptdarsteller in Verfilmungen von Edgar Allan Poe seine Bestimmung fand. Den Schauspielern kann man keine Vorwürfe machen, dass „Die schwarzen Teufel von Bagdad“ oder „Die Prinzessin der Wüste“, wie der Film ursprünglich hieß, leider nicht so zündet wie andere Geschichten aus dem Orient.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist wie gewohnt gut und den Zuschauer erwartet ein sehr farbintensives Bild, das einen ebenso ordentlichen Kontrast aufweist. Erfreulich auch, dass es nur wenige Dropouts gibt. So ein Ergebnis kann nur nach einer guten Aufbereitung abgeliefert werden. Der Ton ist ebenfalls gut und die Dialoge sind klar und verständlich. Kampfgeräusche wie Schüsse oder Säbelgerassel überzeugen ebenfalls. Angesichts des Alters des Ausgangsmaterials ist das Ergebnis als erstklassig zu bezeichnen.
Bei den Extras gibt es eine Bildergalerie mit seltenem Werbematerial.
Fazit:
„Die schwarzen Teufel von Bagdad“ können von der Geschichte her nicht überzeugen. Obwohl die Mimen gut agieren, reicht dies nicht aus, um eine Atmosphäre zu schaffen, die im Sinne von 1001er Nacht funktioniert. Als Abenteuerfilm geht er so gerade noch, setzt den Fokus aber zu sehr auf die Stars. Technisch ist die DVD sehr gut umgesetzt und KochMedia zeigt wieder, welche seh- und hörbaren Ergebnisse möglich sind.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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78:52 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Die schwarzen Teufel von Bagdad
Bagdad
Emanzipation im Wüstenstaat
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1949 Regie: Charles Lamont Drehbuch: Tamara Hovey, Robert Hardy Andrews Darsteller: Maureen O’Hara, Paul Hubschmid, Vincent Price, John Sutton, Jeff Corey
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 14.11.2008
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