 |
DVD-Besprechung - Der Sohn von Ali Baba
Story:
Viele Jahre nachdem Ali Baba (Morris Ankrum) sein großes Abenteuer erlebte, muss er nun seinem Sohn Kashma (Tony Curtis) zur Seite stehen. Dieser ist als Frauenheld bekannt und man hat ihm die angebliche Sklavin Kiki (Piper Laurie) untergeschoben. In Wirklichkeit aber ist sie eine Prinzessin, die auf den Namen Azura hört und dem Schah von Persien versprochen wurde. Kashma sieht sich einer Intrige gegenüber, für dessen Lösung er die Hilfe seines Vaters benötigt.
Meinung zum Film:
„Der Sohn von Ali Baba“ orientiert sich an der bekannten Figur aus 1001er Nacht, ist aber keine Geschichte, die direkt aus dieser Märchensammlung stammt. Die Handlung bietet keine wirkliche Neuigkeit, denn es wird abermals eine hässliche Verschwörung geboten, aus welcher der böse Kalif seinen Vorteil ziehen will. Auf der Seite der Guten steht die Familie des Ali Baba, des wohl bekanntesten Diebes des Orients, der nun in Ruhe in seinem Palast am Euphrat herrscht. Der Fokus liegt nun aber mehr auf Alis Sohn Kashma, der als Nachwuchsoffizier einen guten Schlag bei den Frauen hat. Seine Führungsoffiziere sehen das zwar gar nicht gern, doch Kashma liebt nun einmal die holde Weiblichkeit. Für den Bösen ist dieser Umstand natürlich ein gefundenes Fressen, denn einfacher kann er nun mal nicht Ungemach über das Haus Baba bringen. Indem er die Braut des Schahs von Persien Kashma unterjubelt, provoziert er politische Probleme.
Bei aller Verschlagenheit steht aber doch die Unterhaltung des Publikums im Mittelpunkt der Handlung und so bietet sich dem Zuschauer ein kurzweiliges Stück Orientkino. Mit Tony Curtis („Unternehmen Pettycoat“) und Piper Laurie („Carrie“) wurden zwei Hauptdarsteller engagiert, die zu dem damaligen Zeitpunkt noch am Beginn ihrer Karriere standen. Dennoch hatten sie bereits einen guten Namen und Filme mit den beiden Mimen haben auch heute noch Zugkraft, auch wenn sie oftmals eher in den dritten Programmen und am Sonntag nachmittag zu finden sind. Es ist eine schöne Filmunterhaltung, die sicherlich besonders tief geht, was aber auch gar nicht die Intention dieser bunten Inszenierungen ist. Beiden Hauptdarstellern merkt man an, dass sie sich in dem Filmgenre wohl fühlen.
Die Kulissen wirken aufwändig gearbeitet und auch die Kostüme verfehlen ihre Wirkung nicht. Das Publikum wird optisch in eine orientalische Welt entführt, die allerdings im Sinne von Hollywood ein wenig optimiert wurde. Die wichtigsten Personen wirken alles andere, als wären sie von einer orientalischen Abstammung und so gaukeln Bärte und spitze Pantoffeln etwas vor. Dies haben aber viele Produktionen dieser Zeit gemeinsam, denn es galt ja schließlich, die Stars der Filmindustrie zu verkaufen und das Publikum zu unterhalten und nicht einen Wettbewerb in Sachen Realismus zu gewinnen. Das Ergebnis ist sehr kurzweilig und mit einer Laufzeit von knapp über siebzig Minuten auch beileibe nicht zu lang geraten.
Digitale Aufarbeitung:
Wie nicht anders zu erwarten, zeigt sich auch diese DVD in einem gut überarbeiteten Gewand. Dem Bild sieht man sein Alter nicht an, bis auf die typische Optik des damals verwendeten Filmmaterials. Das ist aber auch gut so, denn das macht den Charme dieser Filme aus. Bildfehler wie z.B. Dropouts sind kaum zu erkennen, dafür aber ein sehr leichtes Rauschen. Der Ton wurde auch optimiert und die Dialoge sind zumeist gut verständlich. Hier und da kann man zwar ein leichtes Zischeln bei den S-Lauten hören, aber richtig stört es nicht.
Neben dem deutschen und dem englischen Trailer gibt es noch eine Bildergalerie mit seltenem Werbematerial. Nicht üppig, aber ordentlich.
Fazit:
„Der Sohn von Ali Baba“ nimmt den Märchenfaden aus 1001er Nacht auf, ohne jedoch in die Geschichtensammlung zu gehören. Die Story bietet zwar nichts wirklich Neues, doch die ordentlich schwungvolle Inszenierung lässt sich gut ansehen. Technisch hat KochMedia wieder eine gut aufgearbeitete DVD veröffentlicht. Vorbildlich.
Technische Daten:
|
FSK-Freigabe:
|
Bildformat:
|
Laufzeit:
|
|
|
1,33:1
|
71:56 Minuten
|
|
Sprachen / Tonformate:
|
Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
|
Untertitel:
|
|
Deutsch |
|
Bonusmaterial:
|
- Trailer deutsch
- Trailer englisch
- Bildergalerie
|
|  |
Der Sohn von Ali Baba
Son Of Ali Baba
Tony Curtis zwischen den Frauen
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1952 Regie: Kurt Neumann Drehbuch: Gerald Dryson Adams Darsteller: Tony Curtis, Piper Laurie, Susan Cabot, Hugh O’Brian, Morris Ankrum
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 14.11.2008
|