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DVD-Besprechung - Elvis 3D

Story:
„Elvis 3D“ bietet eine Mischung aus Kommentaren des Kings, Worten von verschiedenen Personen zum King und vor allem Auftritte, die in dreidimensionaler Perspektive angesehen werden können. Durch das anaglyphe (rot/grün) Verfahren kommt Elvis Presley plastisch auf den Bildschirm.

Meinung zum Film:
Gleich zu Beginn, nach dem Einlegen von „Elvis 3D“ in den Player wird der Hinweis ausgegeben, dass es sich bei dem Inhalt der DVD um eine nicht offizielle Reportage über das Leben des Kings handelt. Dies sollte vor allem all jenen eine durchaus ernst zunehmende Warnung sein, die darauf hoffen, neben den Auftritten auch einen runden Blick auf das Leben des großen Musikers zu erhalten. Es wird konsequenter Weise dann auch gar nicht groß versucht, einen möglichst kompletten oder tiefgehenden Blick auf das Leben und das Schaffen der Musiklegende zu werfen. Es wird sich auf einen sehr oberflächlichen Blick mit vereinzelten Aussagen von Elvis und verschiedenen Personen zu diesem Thema beschränkt. Dazu gibt es dann Auftritte aus verschiedenen TV-Shows. Sehr zum Nachteil des Dokumentationsanteils der DVD ist der Umstand, dass die Worte lediglich in englischer Sprache ohne Untertitel enthalten sind. Somit bleibt der Inhalt der einzelnen Aussagen für nicht englisch sprechende Zuschauer im Verborgenen.

Letzten Endes ist die DVD somit nicht mehr als eine nette Spielerei, in deren Mittelpunkt die 3D-Bilder stehen. Die Qualität dieser dreidimensionalen Präsentation fällt dabei höchst unterschiedlich aus. Teilweise entsteht ein sehr plastischer Eindruck, bei dem es auch das ein oder andere Detail zu erkennen gibt. Teilweise ist der dreidimensionalen Eindruck zwar gegeben, dafür verschwimmen Details aber soweit, dass kaum mehr als Umrisse zu erkennen sind. Gesichter sind bei diesen Aufnahmen nur teilweise mit groben Details zu erkennen, teilweise kommt es auch vor, dass das Bild so dunkel ist, dass kaum etwas erkannt werden kann. Die Aufnahmen zu „Heartbreak Hotel“ und „Don’t be cruel“ sind zum Beispiel mit einem recht plastischen, weitestgehend gut erkennbaren Bild gesegnet, während das Duett mit Frank Sinatra vollkommen schwammig herüber kommt und die beiden Protagonisten fast nur an Hand von Statur und Frisur auseinander gehalten werden können. Die Gesichter der beiden Künstler werden von einer grellen Fläche überblendet und es bedarf schon sehr viel Fantasie, um diese zu erkennen. Grund dafür ist das Ausgangsmaterial, aus dem die 3D-Bilder erarbeitet wurden, das bereits in schlechtem Zustand war. Als 3D-Verfahren kommt das anaglyphe Rot-Grün-Verfahren zum Einsatz, bei dem das Bild mit unnatürlichen Farben zu sehen ist. Die original in schwarz/weiß vorhandenen Aufnahmen erscheinen dabei in verschiedenen Lilatönen beim Blick durch die Brille.

„Elvis 3D“ macht auf Grund der Tatsache, dass es weder deutsche Kommentare noch Untertitel gibt deutlich, dass das ganze nicht mehr als eine nette Spielerei ohne großen Nennwert ist. Es ist sicherlich nicht ganz leicht zu sagen, ob die DVD nun auf Grund der 3D-Bilder tatsächlich einen Unterhaltungswert besitzt. Letzten Endes ist sie nicht mehr als eine witzige Spielerei, die alleine durch die 3D-Effekte ihre Daseinsberechtigung hat. So sind die direkt anwählbaren, rund 21 Minuten 3D-Material im Grunde das, was man als Käufer als Gegenwert für sein Geld bekommt. Wer das interessant und ausreichend findet, sollte zugreifen. Wer allerdings mehr als nur rund 20 Minuten 3D-Spielereien mit veralteter Technologie für sein Geld erwartet, wird sich nach dem Kauf dieser DVD sicherlich reichlich ärgern.

Digitale Aufarbeitung:
Die 3D-Aufnahmen fallen aus der Wertung raus, weil diese durch das Verfahren natürlich deutlich verfremdet sind. Wenn man aber die Archivaufnahmen ohne 3D-Effekt ansieht, kann man diesen nur sehr schlechte Werte bescheinigen. Doppelkonturen, zahlreiche analoge Defekte, kräftiges Rauschen und Unschärfen zeugen von einer nicht stattgefundenen digitalen Überarbeitung. Auch der Ton ist alles andere als gut. Dumpf, verrauscht und teils verzerrt hat man von Elvis schon deutlich besseres gehört.

Als Extra sind die einzelnen Auftritte direkt am Stück anwählbar. Zum einen in der 3D-Variante, zum anderen im normalen 2D-Format. Der DVD-Box liegen zudem zwei 3D-Brillen bei und ein kleines Booklet mit ein paar Informationen zu Elvis.

Fazit:
„Elvis 3D“ ist nicht mehr als eine nette Spielerei. Die Dokumentation an sich ist völlig belanglos und zudem auch lediglich in englischer Sprache ohne Untertitel enthalten. Die TV-Auftritte sind teils in sehr schlechtem Zustand enthalten, was selbst in den 3D-Bildern störend zu erkennen ist. Die DVD ist somit sicherlich nur für Hardcore-Elvis-Fans geeignet, die den King mal plastisch sehen möchte. Für 3D-Fans gibt es aber zahlreiche bessere Produkte, zu denen bei Bedarf gegriffen werden sollte.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 0 - ohne Altersbeschrae~nkung
1,33:1
1,33:1
67:35 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Auftritte in 3D oder 2D 
  • Booklet
  • Zwei 3D-Brillen
Elvis 3D - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Elvis 3D
Elvis 3D

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Nicht mehr als eine nette Spielerei ohne großen Unterhaltungswert


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008
Regie:
-
Drehbuch:
David James
Darsteller:
Evlis Presley, Frank Sinatra

Label Deutschland :
Rough Trade Distribution
Verkaufsstart Deutschland :
04.12.2008