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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Strange Wilderness

Story:
Tierfilme sind im Fernsehen sehr beliebt und Peters (Steve Zahn) Vater war als ein solcher ein erfolgreiches Unikum. Nach seinem Tod machte Peter nun mit seinem eigenen Team weiter, doch die illustre Truppe ähnelt mehr einer imposanten Versammlung von Versagern als an ein Profi-Filmteam. Dann kommt vom Sender die Ankündigung, dass die Sendung in Kürze abgesetzt wird und Peter sieht nur noch eine Chance. Er muss eine sensationelle Reportage schaffen, um im Geschäft zu bleiben und der Zufall will es, dass er eine Karte bekommen soll, auf der eingezeichnet ist, wo der Big Foot lebt. Voller Spannung macht sich das Filmteam auf, um die Kehrtwende zu schaffen, doch sie geraten von einem Chaos in die nächste Katastrophe.

Meinung zum Film:
„Strange Wilderness“ stammt von der Produktionsfirma „Happy Madison“, die dem Komiker Adam Sandler („Happy Gilmore“) gehört. Die Art von Humor, die in dieser derben und zeitweise sehr schwarzhumorigen Komödie gezeigt wird, passt perfekt zu dem, was das Publikum von Adam Sandler kennt, nur dass er selbst nicht mitspielt. Wer „Grandma’s Boy“ gesehen hat, der weiß, was auf ihn zukommt. Es wird stellenweise zotig bis sogar richtig böse, wenn ein Crewmitglied der Tierfilmer sich in einem Seehundkostüm unter die Säugetiergattung begibt, nur um festzustellen, dass die im Wasser flinken Gesellen auf der Speisekarte von einem sehr großen Raubfisch stehen. Dies soll als kleines Beispiel für den Spaß reichen, mit dem der Film sein Publikum konfrontiert. Vielleicht noch ein Hinweis darauf, dass es zudem einen sehr hässlichen Zwischenfall mit einem Truthahn gibt. Mehr wird nicht verraten.

Die ersten zwanzig Minuten sind ein wenig schwierig, denn zunächst will sich die Geschichte nicht so richtig entwickeln. Wenn der Zuschauer aber diese Zeit überstanden hat, dann nimmt die Story Fahrt auf und gut dosierte Gags werden abgefeuert. Das Drehbuch bietet aber auch immer wieder neue kleine Spitzen, bei denen man sich fast auf die Schenkel klopfen mag. Die Unterhaltung ist sinnfrei und es gibt keinen ernsthaften Hintergrund. Der Spaß ist der Mittelpunkt des Geschehens, wobei einige Gags so ähnlich abrupt wie Sketche enden, ohne jedoch in ein reines Sammelsurium an Witzen zu verfallen. Der rote Faden bleibt erkennbar und am Ende steht die Erkenntnis, da die rund 82 Minuten doch viel zu schnell vorbei waren. Da die Scherze doch sehr robust sind, ist die Freigabe ab 16 Jahren schon in Ordnung.

Wer Hauptdarsteller Steve Zahn noch dem spannenden Roadmoviethriller „Joyride“ kennt, mag kaum glauben, dass er eine so schräge Rolle wie die des Peter spielen kann. Er beweist, dass er durchaus in der Lage ist, grundverschiedene Charaktere zu spielen. In einer Nebenrolle ist der ehemalige „Terminator T2“ Robert Patrick („Stirb langsam 2“) zu sehen. Er spielt einen Survivalspezialisten dem Pygmäen übel mitgespielt haben und der sich seine Genitalien in Rambo-Manier selbst nähen musste. Und vor Ernest Borgine („The Wild Bunch“) darf der Zuschauer getrost seinen Hut ziehen. Die am 24.01.1917 geborene Schauspielikone sieht immer noch sehr gut aus und sein nahezu biblisches Alter merkt man ihm auch beim Originalton nicht an. Gut möglich, dass die Freude beim Drehen für ihn sein persönlicher Jungbrunnen ist.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist weitgehend in Ordnung, nur bei einigen Außenaufnahmen wirkt es zu überhellt. Ansonsten sind die Farben natürlich und nicht zu satt. Der gute Kontrast bewirkt, dass vor allem bei den dunklen Szenen alles immer gut erkennbar bleibt. Der Ton ist ordentlich, auch wenn der Surroundbereich nicht zu sehr ausgeprägt ist.

Knapp fünf Minuten widmen sich die Extras der Entstehung von Cookers Lied, leider fehlen hier deutsche Untertitel. Danach gibt es eine ausführliche Betrachtung der Truthahnszene, die hier nicht näher beleuchtet werden kann, da ansonsten zu viel verraten wird. Hier gibt es deutsche Untertitel. Genauso wird die Szene beim Dreh gezeigt, in der die Crew überlegt, was man tun kann, um die Absetzung zu verhindern. Hier wird schnell klar, wie viel Spaß die Jungs beim Dreh hatten. Dann gibt es nach ein echtes Making Of von über zwanzig Minuten, welches lustig gemacht ist, aber dennoch eine Fülle an Informationen bietet. Den Abschluss bilden einige geschnittene Szenen, die leider nicht untertitelt wurden.

Fazit:
„Strange Wilderness“ ist eine wirklich krasse Komödie, die jederzeit vollkommen unkorrekt ist und gute Manieren mit Füßen tritt. Aber vielleicht macht sie genau darum so viel gute Laune, weil man sie von Anfang an nicht ernst nehmen muss und die Typen in dem Film einfach herrlich dämlich sind. Bild und Ton entsprechen dem, was der Zuschauer heute erwarten darf und hinzu kommen noch ein paar nette Extras.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
2,40:1
2,40:1
81:28 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bonusmaterial:
  • Deleted Scenes
  • Cookers Lied
  • Der Truthahn
  • Was machen wir?
  • Making Of
Strange Wilderness - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Strange Wilderness
Strange Wilderness

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Heinz Sielmann rotiert bei diesen Tierfilmern im Grab


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008
Regie:
Fred Wolf
Drehbuch:
Peter Gaulke, Fred Wolf
Darsteller:
Steve Zahn, Allen Covert, Jonah Hill, Kevin Heffernan, Ashley Scott

Label Deutschland :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
24.11.2008