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DVD-Besprechung - The Illusionist
Story:
Wien um 1900: Mit seinen fantastischen Vorstellungen macht sich der Illusionist Eisenheim zur lebenden Legende. Auf der Höhe seiner Kunst beschwört er den Geist der gerade ermordeten Herzogin Sophie. Doch bevor die Erscheinung den Namen ihres Mörders nennen kann, wird Eisenheim von Inspektor Uhl verhaftet. Was niemand ahnt: Die Herzogin war zwar die Verlobte von Kronprinz Leopold, aber auch die heimliche Liebe des Magiers. Wurde sie das Opfer des Machtkampfes zwischen dem Thronfolger und dem rätselhaften Meister der Täuschung? Nichts ist wie es scheint, die Grenzen zwischen Magie und Wirklichkeit verschwimmen ...
Meinung zum Film:
Österreich-Ungarn, irgendwann Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts: Edward (Aaron Johnson) ist ein junger Handwerkersohn, der sich für Zauberkunststücke begeistert. Eines Tages, als er gerade ein Ei auf einer Holzstange durchs Dorf balanciert, wird die junge Herzogin Sophie (Eleanor Tomlinson) auf ihn aufmerksam und freundet sich mit ihm an. Es beginnt eine lange, intensive Freundschaft, die allerdings aufgrund der unterschiedlichen Standeszugehörigkeit der beiden unter keinem guten Stern steht. Als man das Paar gewaltsam trennt, macht sich Edward auf eine Reise durchs Land, die ihn einige Jahre später schließlich nach Wien führt, wo er unter seinem neuen Künstlernamen "Eisenheim" (Edward Norton, "American History X") dank seiner verblüffenden Tricks das Publikum begeistert. Der Ruhm des Illusionisten dringt bis zu Kronprinz Leopold (Rufus Sewell, "Ritter aus Leidenschaft") vor, der daraufhin sogar eine Vorstellung persönlich besucht - in Begleitung der Herzogin Sophie von Teschen (Jessica Biel, "Eine himmlische Familie"), eben jener Sophie aus Eisenheims Kindheit.
Zwar erkennt man sich bald wieder, doch erneut ist das Glück nicht von Dauer ... denn Sophie soll eigentlich in absehbarer Zeit den Kronprinzen heiraten. Der hat zwar einen gewissen Ruf, seine Freundinnen nicht allzu gut zu behandeln und auch gerne mal verschwinden zu lassen, wenn sie ihm auf die Nerven gehen, aber dafür ist er nun mal eine finanziell sichere Zukunftsinvestition. Der Prinz, den ganz offensichtlich Eisenheims Beliebtheit gehörig stört, hat es sich zudem zur Aufgabe gemacht, die Geheimnisse des Illusionisten schonungslos aufzudecken. Natürlich gelingt ihm das aber nicht so recht, was seinen Zorn nur steigert. Als er dann auch noch von seinem treu ergebenen Polizeichefinspektor Uhl (Paul Giamatti, "American Splendor") erfährt, dass seine zukünftige Gattin den unsäglichen Illusionisten allein getroffen haben soll, und er seine geheimen Pläne zur Machtübernahme in Gefahr sieht, gerät Sophies Leben bald schon in äußerste Gefahr ...
"The Illusionist" basiert auf einer Kurzgeschichte von Steven Millhauser, der für seinen Roman "Martin Dressler" 1997 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. Es ist dem Film auch durchaus ein Stück weit anzumerken, dass er auf einer nur rund 20-seitigen Vorlage beruht, denn die Story ist insgesamt doch sehr gemächlich. Wer hier einen Mystery-Thriller im Stil von "The Prestige" erwartet, dürfte sicherlich enttäuscht sein, denn "The Illusionist" ist in erster Linie ein Liebes-Historiendrama. Zwar ist die Story nach einem etwas zähen Einstieg durchaus unterhaltsam und bleibt es auch bis zum überraschend spannenden Schluss, doch wirklich gelungen machen den Film erst die überzeugenden Darsteller. Rufus Sewell, der schon in "Ritter aus Leidenschaft" einen unsympathischen Adligen abgab, ist ein durchaus glaubhafter Prinzen-Fiesling, doch bleibt seine Figur insgesamt etwas blass bzw. im Hintergrund. Die wirklichen Kontrahenten sind nämlich vielmehr Eisenheim und Inspektor Uhl. Der Polizist, der den Illusionisten eigentlich aufs Äußerste bewundert, aber dank der in Aussicht stehenden höheren Ehren mit dem Prinzen kooperiert, bildet einen hervorragenden Gegenpart zu Eisenheim. Die Beziehung der beiden ist von einer herrlich unterhaltsamen, dezenten Komik geprägt. Einzig die Herzogin von Teschen hätte überzeugender besetzt werden können. Jessica Biel, die die Erfolgsserie "Eine himmlische Familie" nach einigen Staffeln zugunsten einer "großen Kinokarriere" verließ, bleibt auch in dieser Rolle mal wieder extrem unscheinbar. Zumindest stimmt aber die Optik - was genauso auf den gesamten Film zutrifft. "The Illusionist" war dank der großartigen Kameraführung von Dick Pope u.a. für einen Oscar nominiert.
Digitale Aufarbeitung:
"The Illusionist" ist in Gelb- und Brauntönen gehalten, um wie ein Gemälde aus der Zeit zu wirken, in der der Film spielt. Dementsprechend hat man auch der Optik insgesamt einen weichen Touch verpasst. Diese leichte Unschärfe passt zwar gut, allerdings lässt der Transfer der DVD dadurch leider nur relativ wenige Details erkennen. Ansonsten wirkt das Bild klar und sauber. Kompressionsprobleme tauchen kaum auf und auch das Rauschverhalten bleibt größtenteils unauffällig. Den Ton gibt es auf Deutsch und Englisch in Dolby Digital 5.1, für die deutsche Synchronisation liegt zudem eine Spur in dts 5.1 vor. Letztere bietet etwas mehr Brillanz als ihr Dolby-Pendant, wäre aber - aufgrund des insgesamt sehr ruhigen Films - nicht zwingend nötig gewesen.
Das Bonusmaterial sieht auf den ersten Blick sehr reichhaltig aus, doch leider entspricht Masse nicht immer Klasse. Mit "The Illusionist - Die Hintergründe" gibt es einen knapp vierminütigen, extrem werbelastigen Clip über die Story des Films. Als ebenso werbelastig stellt sich das Jessica-Biel-Special heraus, in dem die Schauspielerin anderthalb Minuten lang - unter Begleitung zahlreicher Filmszenen - von ihrer Rolle erzählen darf. Das rund zehnminütige "Behind the Scenes" begleitet die Dreharbeiten einiger Szenen, außerdem gibt es noch den Trailer zum Film sowie Interviews mit Cast & Crew, die jeweils zwischen einer und fünf Minuten dauern. Am interessantesten ist letztlich der Audiokommentar des Regisseurs, der auf sehr unterhaltsame und informative Weise den Entstehungsprozess des Films schildert.
Fazit:
"The Illusionist" ist ein relativ ruhiges Drama mit einer eher beschaulichen Story. Der Film weiß aber nach einem etwas zähen Einstieg durchaus gut zu unterhalten, was vor allem an dem hervorragenden Zusammenspiel von Edward Norton und Paul Giamatti liegt. Die DVD präsentiert den Streifen ohne größere Schwächen, das Bonusmaterial hätte insgesamt allerdings etwas weniger werbelastig ausfallen dürfen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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104:58 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar des Regisseurs
- Trailer
- Interviews
- "The Illusionist" - Die Hintergründe
- Jessica Biel - Herzogin von Teschen
- Behind the Scenes
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The Illusionist
The Illusionist
Ruhiges, aber unterhaltsames Drama mit tollen Hauptdarstellern
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Tschechien / USA, 2006 Regie: Neil Burger Drehbuch: Neil Burger Darsteller: Edward Norton, Paul Giamatti, Jessica Biel, Rufus Sewell
Label :
Ascot Elite
Verkaufsstart : 08.01.2009
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