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DVD-Besprechung - Full Clip - Tödliche Bronx
Story:
Joshua Pope (Busta Rhymes) bekommt die Nachricht, dass sein Vater gestorben sei und nun die Beisetzung ansteht. Als er in sein altes Viertel zurückkehrt muss er feststellen, dass ein paar Cops alle kriminellen Fäden in der Hand halten und z.B. die Ladenbesitzer auspressen wie eine Zitrone. Nachdem Pope zwei Geldeintreiber der Polizei ordentlich aufgemischt hat, gerät er ins Visier der unlauteren Ordnungshüter. Als ehemaliger Soldat hat er immer noch Kontakt zu seinem Kumpel Duncan (Xzibit) und der rückt mit weiteren Kollegen an um mal so richtig aufzuräumen. Doch nachdem die Cops aus dem Weg geräumt sind ergibt sich ein völlig neues Machtgefüge und die Homeboys beginnen nun selbst sich am Duft des Geldes zu berauschen.
Meinung zum Film:
Drehbuchautor Kantz hat 2002 das Buch zu „Love and a Bullet“ verfasst und damit die Basis für einen richtig guten Gangsterstreifen geschaffen. Irgendetwas muss in den nächsten beiden Jahren vollkommen schief gelaufen sein, denn sein Skript für „Full Clip“ ging vollkommen in die Hose. Im Jahr 2004 kam das Erstlingswerk von Regisseur mink zur Veröffentlichung. Das erste, was dem Zuschauer auffällt, ist der Mangel an echten Schauspielern. Die Figuren, die sich dort auf dem Bildschirm präsentieren, können vielleicht als Statisten in einem Rap-Video agieren, aber Charaktere können sie nicht darstellen. Rapper Busta Rhymes und Autoverbesserer Xzibit stolpern fast 90 Minuten mit versteinerter Miene durch den Film, der weder ein richtiger Actionstreifen ist, noch eine Art von Comicverfilmung. Zeitweise keimt dieses comichafte tatsächlich auf, denn es werden künstliche Geräusche unterlegt, als säße der Zuschauer in einem Asterix-Film.
Die vorhandenen Actionszenen sind vom Blutgehalt ordentlich und können sich eigentlich sehen lassen. Das einzige, was hier bemängelt werden kann ist die Tatsache, dass es zu wenige Szenen dieser Sorte gibt. Wäre in diesem Punkt Gas gegeben und die krachige Schiene beschritten worden, dann wären selbst Rhymes und Xzibit mit ihrer ausdruckslosen Gesichtsmimik nicht weiter übel aus dem Rahmen gefallen. Steven-Seagal-Filme sind eindrucksvolle Beweise für diese Theorie. Dies führt dann zu dem, was den Film endgültig auf die Verliererstrasse führt, die Dialoge. Es ist unbegreiflich, wie man ein paar hauptberuflichen Rappern, die keine Ahnung von der Schauspielerei haben, derart viel Text geben kann. Und dann auch noch vorrangig markige Sprüche, die dem Zuschauer schnell aus den Ohren hängen. Als Menschen, die mit der Musik Geld verdienen, mögen sie alle recht gut und erfolgreich sein, doch vor einem weiteren Auftritt im Film sollten sie das Publikum verschonen.
Wyclef Jean, ebenfalls Musiker, wurde zum Erzähler der Geschichte erkoren und wenn er Glück hat, dann sehen ihn nicht zu viele Menschen in dieser Rolle. Eigentlich ist sein Part etwas undankbar, denn er muss in einem comicartigen Sprachstil die Handlung begleiten, die sich dem Zuschauer als Rückblick präsentiert. Drehbuchautor Kantz hat fast jedes Klischee über Schwarze, Weiße und Polizisten ausgepackt, das es nur gibt. Polizisten sind Rassisten und selber waschechte Kriminelle, schwarze Homeboys helfen ihren Kumpels mit einem Waffenarsenal, das John Rambo das Feuchte in die Augen treiben würde und Frauen sind so dankbar für einen anständigen Geschlechtsakt, dass sie am nächsten Tag beginnen, den Bürgersteig zu fegen und das Kochen anzufangen. Dies ist jetzt nicht übertrieben, sondern tatsächlich das, was den Zuschauer in diesem Streifen erwartet.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist sehr gut geworden, denn es hat alles, was das Herz eines Filmfreundes erfreut. Die Farben sind realistisch und der Kontrast ist so gut, dass jederzeit alles bestens erkennbar bleibt. Ein Bildrauschen ist nicht weiter erkennbar. Der Ton macht sich vor allem beim Score passend Dampf, obwohl er nur im digitalen Stereosound vorhanden ist.
Als Extra gibt es den Trailer zu sehen.
Fazit:
„Full Clip – Tödliche Bronx“ ist ein Film, der wohl nur in den amerikanischen Ghettos ein adäquates Publikum finden dürfte. Diese dürfte erwartungsgemäß nicht deutlich über zwanzig Jahre alt und männlich sein.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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86:55 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Full Clip - Tödliche Bronx
Full Clip
Ein Film, der die Unterhaltung tötet
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2004 Regie: mink Drehbuch: Kantz Darsteller: Shaun Baker, Xzibit, Busta Rhymes, Bubba Smith, Shakara Ledard
Label :
Savoy Film Verkaufsstart : 28.11.2008
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