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DVD-Besprechung - Als die Frauen noch Schwänze hatten 4
Story:
Attila (Diego Abatantuono) ist der König der Hunnen. Ein gewählter König, denn er hatte bei der Abstimmung die besten Argumente. Mit seinen Mannen liebt er die Frauen und bei der Jagd ist stets das Glück auf ihrer Seite. Eines Tages macht sich ein Trupp von römischen Soldaten über sein Dorf her und die hunnischen Damen sollen auf dem Sklavenmarkt verscheuert werden. Einzig Tartufo (Mauro Di Francesco) ist glücklich, denn seine Gattin ist hässlich wie eine Laterne. Wie dem auch sei, Attila wäre kein Hunne, wenn er nicht nach Rache sinnen würde und so ziehen die Krieger in den Kampf gegen Rom, wenn sie den richtigen Weg finden.
Meinung zum Film:
„Als die Frauen noch Schwänze hatten 4“ kam hier in Deutschland mit dem Titel „Wild trieben es die alten Hunnen“ in die Kinos und hat mit den ersten drei Teilen eigentlich nichts zu tun. Der gemeinsame Nenner ist aber der extrem trashige Humor, den vielleicht nicht ganz so viele Zuschauer haben. Fakt ist aber, dass die Produktion aus einer Zeit stammt, in der solche Zoten ganz gut beim Publikum ankamen und daher produzierten vor allem die italienischen Filmemacher fleißig für die Massen. Die deutsche Synchronisation strotzt nur so vor dämlichen Sprüchen und Kalauern, da die Autoren der deutschen Dialoge eine gute Lokalisierung vorgenommen haben. So säuselt dann auch der römische Zenturio „Da Da Da“ von der Neue-Deutsche-Welle-Band "Trio", während er sich vor dem Spiegel hübsch macht. Das Lied war im Jahr 1982 ebenso auf den Markt gekommen wie auch „Wild trieben es die alten Hunnen“.
Der Humor steht ganz klar im Vordergrund und die Geschichte der Hunnen ist schnell erzählt. Als die rauflustigen Gesellen von der Jagd nach Hause kommen, brennt ihr Dorf und die Frauen wurden von den Römern verschleppt. König Attila schlussfolgert: “Die Römer haben unser Dorf kaputt gemacht. Jetzt zerstören wir ihr Dorf und das Dorf der Römer heißt Rom“. Von nun an beginnt eine Art Roadmovie, in dessen Verlauf die kleine Schar kleinere Abenteuer, Scharmützel und auch Niederlagen erlebt. Beim Betreten des römischen Reiches machen sie die unerfreuliche Bekanntschaft mit Katapulten und einer von ihnen muss vor seinen Schöpfer treten. Die Späße sind stets rustikaler Natur und so wird eine stechende Mücke auf der Nase eines Hunnen von einem anderen mit dem Kampfhammer erschlagen. Oder auch die Jagd auf die armen Wildschweine, an deren Ende eine Bache und vier Frischlinge tot aufgereiht liegen und auch ein Krieger. Die Schweine werden als arme Schweine bezeichnet und der Hunne als dumme Sau. Es ist halt ein derber Spaß.
Die italienischen Produktionen lieferten damals aber nicht nur Klamauk am Stück, sondern setzten auch noch eine gewisse erotische Komponente ein. Diverse Damen entledigten sich ihrer Oberbekleidung und hüpften mehr oder weniger intensiv vor der Kamera herum. Wirklich notwendig war dies eigentlich nicht, doch sicherlich haben die Produzenten auf diese Weise eine kleine Publikumsgarantie eingebaut. Wenn der Film in Sachen Humor nicht ankommt, dann kommen vielleicht noch ein paar Leutchen, um sich wenigstens die Frauen anzusehen. In diesem Fall ist der Klamauk aber schon ausreichend genug und der Film macht am meisten Laune, wenn man sich zu einer geselligen Runde trifft und bei diversen Hopfenkaltschalen und Knabbergebäck den Film ansieht. Viel Vergnügen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild sieht überraschend gut aus. Es hat kräftige Farben und Filmfehler wie Dropouts oder Flecken sind kaum auszumachen. Der Ton ist passabel, wobei es ein paar Stellen gibt die ein wenig blechern klingen. Insgesamt aber noch in Ordnung.
Die Extras bieten knapp über eine Minute an geschnittenen Szenen, die allerdings ohne Untertitel und nur auf italienisch zu sehen sind. Ein rein italienisches Vergnügen. Interessant ist aber hier die Originalstimme Attilas, denn er hört sich mehr wie eine heisere Krähe an und nicht so tief brummig und männlich wie sein deutscher Synchronsprecher. Etwas über zwei Minuten dauert die Bildergalerie, die den Schwerpunkt auf Werbematerial setzt.
Fazit:
„Als die Frauen noch Schwänze hatten 4“ fährt zwar unter falschem Namen, doch den Zuschauer erwartet ein Blödelklassiker aus den frühen 80er Jahren. Hirnrissig, blöd, aber genial daneben präsentieren sich herrliche sinnfreie knapp 90 Minuten. Auf der technischen Seite überwiegt der positive Eindruck beim Bild.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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86:07 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Deleted Scenes
- Bildergalerie
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Als die Frauen noch Schwänze hatten 4
Attila flagello di Dio
Italienischer Klamauk mit Kultpotential
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Italien, 1982 Regie: Franco Castellano, Giuseppe Moccia Drehbuch: Franco Castellano, Mario Cecchi Gori Darsteller: Diego Abantuono, Angelo Infanti, Mauro Di Francesco, Franz Di Ciovccio, Tony Kendall
Label :
Savoy Film Verkaufsstart : 13.11.2008
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