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DVD-Besprechung - Der Superbulle in der Formel 1
Story:
Nachdem in Rom während eines Formel-1-Rennens ein Fahrer in seinem Wagen verunglückt, der als Favorit auf den Sieg gehandelt wurde, glaubt die Polizei nicht so recht an einen Unfall. Die römische Polizei schaltet die Kollegen aus Mailand ein und so ermittelt auch der „Superbulle“ Toni Maroni (Tomas Milian) in dieser Angelegenheit. Als dessen kleinkrimineller Schwager in einem geklauten Mercedes im Kofferraum noch einen weiteren ehemaligen Formel-1-Piloten ermordet entdeckt, kommt der Fall so richtig ins Rollen.
Meinung zum Film:
„Der Superbulle in der Formel 1“ ist der vorletzte der „Toni Maroni“-Streifen mit Tomas Milian in der Rolle des berühmten mailändischen Polizisten. „Formel 1“ entstand im selben Jahr wie der letzte Teil „Der Superbulle auf dem Ku'damm“ und wäre qualitativ der bessere Abschluss der Reihe gewesen. Während „Ku'damm“ inhaltlich und gagmäßig schon arg schwächelt, besinnen sich die Drehbuchautoren Mario Amendolo und Bruno Corbucci hier noch mal auf die Zutaten, die die Serie erfolgreich gemacht haben: gute Gags und reichlich Action.
Natürlich auch wieder dabei: Ventucelli, dargestellt von Bombolo („Sturmtruppen 2“), der in jedem Maroni-Streifen dabei ist und der sich mal mit kleineren Gaunereien und mal als Assistent von Maroni über Wasser hält. Hier verdingt er sich als Fluchtwagenfahrer einer Bankräuberbande. Selbstverständlich bekommt er dafür von Maroni sein Fett weg. Apropos „Maroni“: dieser Name war eine Erfindung der deutschen Synchronisation, im Original hieß Milians Charakter immer „Nico Giraldi“. Seltsamerweise besann sich die deutsche Dialogregie bei diesem Teil auf den Originalnamen und so heißt Maroni, der, um die Verwirrung perfekt zu machen, auf der DVD-Rückseite (und ein paar mal im Film sebst) gleich mal „Makkaroni“ genannt wird, genau wie in der italienischen Originalfassung. Inhaltlich wird ansonsten wie gewohnt und der Entstehungszeit des Films geschuldet kaum ein Klischee ausgelassen, so ist der Diener der reichen Madame Martelli (Dagmar Lassander, „Das Haus an der Friedhofsmauer“) natürlich ein Farbiger aus Sambia, der ebenso natürlich nur gebrochen deutsch spricht. Einige gelungene Einzeiler aus dem Munde Maronis machen solchen Blödsinn dann aber wieder wett.
Leider haben die Macher nicht darauf verzichtet, den Zeitgeist der 80er einzufangen- so gibt es eine minutenlange, überflüssige Aerobic-Tanzszene von Maroni, die ebenso wie die noch längere Breakdance-Sequenz in „Ku'damm“ nicht nur durch den einfallslosen Discosound aus der Konserve einfach nur den Zuschauer nervt. Ausgeglichen werden diese Rohrkrepierer durch einige Formel-1-Actionszenen, die allerdings höchstwahrscheinlich überwiegend aus dem Archiv stammen. Insgesamt überwiegt trotz aller Kritikpunkte aber der positive Eindruck, vor allem inhaltlich geht es diesmal nicht so konfus daher wie in so manch anderen Maroni-Filmen und unserem „Superbullen“ geht es diesmal sogar richtig an den Kragen, da er vom Dienst suspendiert wird und er auf eigene Faust ermitteln muss. Maroni-Fans können hier ruhig zugreifen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild liegt wie gewohnt in einer sehr guten Qualität vor, eine angenehme Schärfe und sehr kräftige Farben dominieren den Gesamteindruck. Altersbedingte Verschmutzungen sind dabei weit und breit nicht zu sehen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 1.0 verfügt über eine gute Verständlichkeit.
An Extras gibt es einige Minuten an Deleted Scenes, die nur auf italienisch vorliegen, den Originaltrailer und eine Bildergalerie.
Fazit:
„Der Superbulle in der Formel 1“ ist wesentlich besser als sein direkter Nachfolger „Der Superbulle auf dem Ku'damm“. Dennoch sind auch hier schon ein paar Ermüdungserscheinungen zu erkennen, die jedoch noch nicht ganz so schlimm ins Gewicht fallen. Insgesamt ist „Formel 1“ durchaus eine Empfehlung und sollte in keiner „Maroni“-Sammlung fehlen. Die DVD ist technisch gut.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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88:09 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 1.0 | Italienisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Deleted Scenes
- Originaltrailer
- Bildergalerie
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Der Superbulle in der Formel 1
Delitto in Formula Uno
Der Superbulle gegen Schumi
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Italien, 1984 Regie: Bruno Corbucci Drehbuch: Mario Amendola, Bruno Corbucci Darsteller: Tomas Milian, Pino Colizzi, Dagmar Lassander, Olimpia Di Nardo, Bombolo
Label :
Savoy Film Verkaufsstart : 05.12.2008
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