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DVD-Besprechung - MacGyver - Staffel 2

Story:
In der zweiten Staffel bekommt es MacGyver (Richard Dean Anderson) nicht nur mit gefährlichen Computern, einem Auftragskiller und einem außer Kontrolle geratenen Computer zu tun, sondern trifft u.a. auch einen alten Freund wieder.

Meinung zum Film:
MacGyver, der Mann für alle Unmöglichkeiten (wie immer genial verkörpert von Richard Dean Anderson), startet in die zweite Runde. Nachdem der Charakter in der ersten Staffel noch etwas unbeständig und noch nicht völlig ausgeformt war (u.a. arbeitete er erst für eine Spezialeinheit der Regierung), beginnt nun mit Season zwei der umfassendere Ausbau der späteren "Basics" des MacGyver-Hintergrunds. So ist Mac nun fest als freier Mitarbeiter für die Phoenix Foundation tätig - und wird es auch bis zum Ende der Serie in Staffel sieben bleiben. Diese Denkfabrik, die von Macs Freund Peter Thornton (Dana Elcar) geleitet wird, arbeitet unter anderem für die Regierung, forscht in allen möglichen Bereichen, kommandiert gelegentlich Leute zum Personenschutz ab und ist auch schon mal insgeheim bei Krisensituationen im Ausland tätig, wenn der "offizielle" Weg zu viele bürokratische Stolpersteine bereithält.

In Staffel zwei wird das MacGyver-Universum dann auch um zwei beliebte und interessante Figuren erweitert, die in Gastauftritten bis zum Ende der Serie hin immer wieder mal zu sehen sein werden. Zum einen wäre das Macs alter Kumpel Jack Dalton (Bruce McGill). Als "Meisterlügner" wird er in der gleichnamigen Folge vorgestellt, was durchaus seine Berechtigung hat. Denn Jack ist ein waschechter Glücksritter mit eigener Airline und wittert überall die Chance, ans große Geld zu kommen. Doch da er weiß, dass ihm sein Freund Mac nicht helfen würde, wenn er die wahre Absicht hinter diversen Vorhaben kennen würde, lockt er ihn immer wieder unter Vortäuschung falscher Tatsachen dorthin, wo er ihn gerade braucht. Manchmal lässt er Mac auch gar keine andere Wahl, als seine uneingeschränkte Aufmerksamkeit auf ihn zu richten ... in "Der Meisterlügner" räumt Jack beispielsweise einfach mal eben Macs komplette Wohnung aus, was diesen natürlich wenig begeistert ...

Die zweite große Nebenfigur, die in dieser Staffel eingeführt wird, ist eine, deren Auftritte für viele Fans zu den besten Folgen der Serie gehören. Und wer könnte das sein, wenn nicht Profikiller Murdoc (Michael Des Barres)? In "Totgesagte leben länger" werden Mac und Pete von ihm entführt und im Rahmen einer Rückblende erfährt der Zuschauer, wie sich die beiden sieben Jahre zuvor kennenlernten und welche Rolle Murdoc dabei spielte. Diese Story passt zwar nicht wirklich zu den vorherigen Folgen (das Kennenlernen von Mac und Pete lief laut "Ein unsichtbarer Gegner" aus Staffel eins anders ab; zudem wird hier der Eindruck erweckt, dass sich Jack und Mac regelmäßig sehen, was laut "Der Meisterlügner" eigentlich nicht der Fall ist), aber dafür ist sie umso spannender - und in Anbetracht der Tatsache, dass sie eine der unterhaltsamsten Nebenfiguren der Serie einführt, kann man die Kontinuitätsprobleme als Zuschauer da ein bisschen vernachlässigen. Die Rückblende zeigt nämlich das Grundprinzip des Murdoc-Mythos: Bereits vor sieben Jahren dachte man, er wäre tot, doch "Totgesagte leben [nun mal] länger" und bei Murdoc sollte man sich nie allzu sicher sein, ihm nicht irgendwann irgendwo wieder zu begegnen ...

Digitale Aufarbeitung:
Bei der technischen Qualität hat sich leider erwartungsgemäß nicht viel getan. Der Transfer, der offensichtlich von einem uralten TV-Master stammt, ist unscharf, stark rauschig und zeigt das Bild in matschigen Farben. Zumindest wurden diesmal die Normwandlungsprobleme behoben, wodurch sich nun nicht mehr das gefürchtete "Ghosting" durch starkes Ruckeln zeigt. Der Mono-Ton bietet keine Überraschungen, aber zumindest verständliche Dialoge. Staffel zwei enthält übrigens wieder einige Episoden, die im deutschen Fernsehen minimal gekürzt wurden. Leider hat man diesmal allerdings darauf verzichtet, diese wie bei Staffel eins nachsynchronisieren zu lassen, wodurch ein ziemlich liebloser Gesamteindruck entsteht. Wenn man die Sprecher schon für Season eins im Studio hatte, hätte man die paar Sekunden aus Staffel zwei und drei auch gleich mit bearbeiten lassen können.

Bonusmaterial gibt es nicht.

Fazit:
"MacGyver" legt inhaltlich in der zweiten Staffel deutlich zu. Die Storys gehen mehr in Richtung des späteren Standards, Mac ist nun kein undefinierbarer James-Bond-Verschnitt mehr, sondern Mitarbeiter der Phoenix Foundation. Für Fans besonders interessant dürften die ersten Auftritte von Jack Dalton und Murdoc in den Folgen "Der Meisterlügner" bzw. "Totgesagte leben länger" sein. Die DVDs hingegen sind leider erneut keine Offenbarung und bieten weder Bonusmaterial noch annähernd akzeptable technische Qualität. Schade!

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,33:1
1,33:1
22 Folgen à ca. 47 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bonusmaterial:
  • -
MacGyver - Staffel 2 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
MacGyver - Staffel 2
MacGyver - Season 2

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Auf zu neuen Abenteuern mit Klebeband und Taschenmesser


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA / Kanada, 1986
Regie:
Charles Correll u.a.
Drehbuch:
Kerry Lenhart u.a.
Darsteller:
Richard Dean Anderson, Dana Elcar, Bruce McGill, Michael Des Barres, Teri Hatcher

Label Deutschland :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
04.12.2008