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DVD-Besprechung - Draculas Hexenjagd
Story:
Auf Schloss Karnstein geht schauriges vor, denn der junge Graf (Damian Thomas) ist vom Leben gelangweilt und verschreibt sich dem Bösen. Doch unten im Tal ist es nicht angenehmer, denn der selbstgerechte Hexenjäger Gustav Weil (Peter Cushing) macht Jagd auf jegliche Unmoral bzw. das was er für unmoralische hält und so enden manche unschuldige Frauen auf dem Scheiterhaufen. Das Schicksal will es, dass die verwaisten hübschen Zwillinge Frieda (Madeleine Collinson) und Maria (Mary Collinson) in seine Obhut kommen. Allerdings strebt Frieda nach Höherem und so macht sie auf zum Schloss, nicht ahnend, dass der Graf mittlerweile zu einem Vampir gemacht wurde. Das Unheil nimmt seinen Lauf.
Meinung zum Film:
„Draculas Hexenjagd“ ist eine Produktion der Hammer Studios aus dem Jahr 1971 und ist der letzte Teil der so genannten Karnstein-Trilogie. Diese beginnt mit „Gruft der Vampire“ und „Nur Vampire küssen blutig“. Im vorliegenden dritten Teil gibt es einen bunten Mix aus Hexenjagd und Vampirgrusel, der aber ein wenig verworren wirkt. Es gibt drei Handlungsstränge, die zwar zusammengeführt werden, stellenweise aber etwas konstruiert wirken. Der vielleicht interessanteste ist der, in der Peter Cushing („Dracula“) als gottestreuer Gustav Weil Jagd auf angebliche Hexen macht. Cushing spielt derart überzeugend, dass man ihm den fanatischen Hexenjäger vollkommen abnimmt. Der vampirische Anteil der Geschichte bleibt dem Grafen Karnstein überlassen, der von der Vampirin Mircalla zu einem Untoten gemacht wird und fortan selbst das Blut der Menschen nimmt.
Der dritte Handlungsteil ist für die Männer dann schon interessanter, denn hier geht es um das junge Zwillingspaar Maria und Frieda. Beide sind, wie einige andere Damen auch, tief dekolletiert und später gibt es dann auch nackte Tatsachen zu betrachten. Die Rollen der beiden wurden mit den echten Schwestern Madeleine und Mary Collinson besetzt, die im Oktober 1970 im Playboy zu sehen waren. Alles spielt in den Pinewoodstudios und dort wurden erstklassige Kulissen geschaffen die sich wirklich sehen lassen können. Egal, ob es um eine einsame Hütte im Wald geht, um ein Haus im Dorf oder um eine Szene im herrschaftlichen Schloss, die Sets sind stets stimmig geworden und tragen dazu bei, eine gruselige Atmosphäre zu erzeugen, wie es das Markenzeichen des Hauses Hammer ist. Die blutigen Effekte von der Halsknabberei sind zunächst bekannt, wie man es von diesen Filmen so kennt, doch zum Ende wird es in zwei, drei Szenen richtig derbe und die Freigabe ab 16 Jahren ist vollkommen berechtigt.
Peter Cushing legt Gustav Weil sehr düster an, was vielleicht auf seinen eigenen Gemütszustand zum Zeitpunkt der Dreharbeiten zurückzuführen ist. Nur zwei Monate zuvor starb seine Frau Helen und so bekommt der Zuschauer unbeabsichtigt einen Einblick in die Seelenlage des charismatischen Schauspielers. Damian Thomas („Shogun“) spielt den Grafen Karnstein, der vom Alltag gelangweilt ist und sich nichts sehnlicher wünscht, als dem Teufel zu begegnen und sich dem Bösen zu weihen. Thomas wirkt ohne Fangzähne besser als mit, denn das deutlich zu groß geratene Trickgebiss wirkt grotesk und nicht so gruselig. Insgesamt ist die Auswahl der Schauspieler hervorragend gelungen und wer sich einen netten Grusel verpassen möchte, ist mit „Draculas Hexenjagd“ nicht falsch beraten, auch wenn der deutsche Titel etwas daneben ist.
Digitale Aufarbeitung:
Wieder einmal beweist Koch Media eindrucksvoll, was aus altem Filmmaterial gemacht werden kann und so präsentiert sich der Film als optischer Leckerbissen. Das Bild ist glatt und klar und die Farben wirken angemessen harmonisch. Der Ton ist ordentlich und die Dialoge sind verständlich.
Als Extras gibt es den Originaltrailer und eine Bildergalerie mit seltenem Werbematerial. Hinzu kommt noch eine geschnittene Szene, in welcher der Dorflehrer mit seinen Zöglingen ein Lied zum Besten gibt. Im Cover der DVD befindet sich zudem ein 16-seitiges Booklet mit einer Fülle an Hintergrundinformationen. Lesenswert.
Fazit:
„Draculas Hexenjagd“ ist eine gute Gruselproduktion und steht anderen Verfilmungen des Genres in nichts nach. Spannung, Grusel und eine Prise Erotik sind garantiert. Bild, Ton und Ausstattung sind völlig in Ordnung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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83:56 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Geschnittene Szene
- Originaltrailer
- Bildergalerie
- 16-seitiges Booklet
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Draculas Hexenjagd
Twins Of Evil
Zwillinge im Bann des Bösen
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
GB, 1971 Regie: John Hough Drehbuch: Tudor Gates, Sheridan Le Fanu Darsteller: Peter Cushing, Damien Thomas, Madeleine Collinson, Mary Collinson, Dennis Price
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 05.12.2008
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