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DVD-Besprechung - Opapatika
Story:
Sadok (Athip Nana) ist ein mächtiger Mann und ein Opapatika, ein Wesen, welches durch Selbstmord in eine andere Existenzebene gelangt ist. Er führt den jungen Taesit (Leo Putt) zum Suizid und gibt ihm in seinem neuen Dasein den Auftrag, andere Opapatikas zu jagen und zu ihm zu bringen. Doch diese lassen sich nicht einfach so fangen und besitzen ungewöhnliche und tödliche Fähigkeiten, um sich ihrer Jäger zu entziehen. Taesit gibt sein Bestes, doch am Ende eines blutigen Kleinkrieges gibt es nur Verlierer.
Meinung zum Film:
Andere Länder, andere Sitten und natürlich andere Mythen. In Thailand wurde mit den „Opapatika“ ein etwas anderer Wiedergänger geschaffen, der aus dem Tod hervorgeht. Einige, wenige Selbstmörder erlangen ein neues Dasein, allerdings mit schwerwiegenden Folgen. Das Positive ist, dass sie in ihrer neuen Existenz eine besondere neue Fähigkeit erlangen wie z.B. Kraft oder Schnelligkeit, doch es gibt auch einen zerstörerischen Nebeneffekt und so kann die Figur des Taesit zwar nach seinem Freitod die Gedanken anderer Menschen und Opapatikas lesen, doch jedes Mal, wenn er die neue Fähigkeit anwendet, gehen ihm stückweise seine anderen Sinne flöten. Letztlich erblindet er, kann nichts mehr hören oder schmecken, alles wird ihm von der Gedankenleserei genommen. Ein anderer wird von einem brutalen Geist beschützt, doch er wird langsam selbst zu einem Geist.
Die Handlung beschränkt sich auf einen eher rudimentären Leitfaden, der sich darauf beschränkt, dass der Opapatika Sadok Taesit und eine Privat-Armee beauftragt, andere ehemalige Selbstmörder zu fangen und zu ihm zu bringen. Dieses wird dann auch ausgiebig probiert und es entsteht ein enormer Bodycount und leider auch ein gehäuftes Maß an Langeweile. Permanent werden die Mitglieder der Privatarmee niedergemetzelt und zu Dutzenden reduziert, was mal mehr und mal weniger spektakulär über die Bühne geht. Das war es dann auch und mehr gibt es nicht für den Zuschauer. Warum jetzt die Jugendfreigabe nicht erteilt wurde, ist ein wenig fraglich, denn sonderlich blutig ist die thailändische Produktion nicht. Zu der sehr übersichtlichen Handlung gesellt sich noch ein nicht vorhandener Protagonist, denn der Film legt sich nicht wirklich auf einen Charakter fest, mit dem der Zuschauer richtig mitfiebern kann.
Am Ende wird dieses merkwürdige Werk dann auch noch moralisch, denn unter dem Verweis auf die fiesen Begleiterscheinungen eines Opapatikas wird Selbstmord dann doch noch verdammt. Hinzu kommen noch etliche logische Fehler u.a. bei den Figuren. Der eine wird bei Einbruch der Dunkelheit zu einer schier unaufhaltbaren Bestie und an so manchem Morgen erwacht er inmitten von Bergen von Leichen, die er wohl zu verantworten hatte, konnte sich aber an nichts mehr erinnern. Im Film selbst handelt er dann aber sehr wohl rational, und die blindwütige Bestie ist sehr konzentriert bei der Sache. Zudem sind die älteren Opapatikas noch topfit und eigentlich hätte das jeweilige Handicap sie schon zerstören müssen. So richtig zum Wundern sind die Mitgliedern der Söldner, die sich tapfer gegen die übermächtigen Gegner werfen und in den Tod gehen, anstatt stiften zu gehen. Hinzu kommt noch die triste Kulisse eines Abrisshauses, die so gut wie nicht verlassen wird. Nein, irgendwie will hier nichts passen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild hinterlässt einen etwas zwiespältigen Eindruck, denn phasenweise ist nicht nur ein leichtes Rauschen zu erkennen, sondern ein richtig grobe Körnung. Dadurch entsteht der Eindruck Unschärfen und in diesen Phasen ist der Kontrast auch nicht der Beste. Dann wieder ist das Bild in Ordnung. Vielleicht wurde während der Dreharbeiten das Material gewechselt. Der Ton hingegen ist in Punkto Dialoge Ordnung, aber bei den vielen Schießereien wirken die Schüsse kläglich. Da haben Knallerbsen schon mehr Bumms.
Den Reigen der Extras beginnt ein Making Of von rund 20 Minuten, welches allerdings weniger informativ, als eine Nacherzählung des Films ist. Die B-Roll (18 Minuten) erlaubt einen netten Einblick in die Dreharbeiten und ist weitaus interessanter als das Making Of. Hinzu kommen noch ein paar Interviews (12 Minuten) die, ebenso wie alle übrigen Extras, mit deutschen Untertiteln versehen wurden. Den Abschluss bilden dann noch Teaser und Trailer zum Film.
Fazit:
„Opapatika“ bietet zwar eine Fülle an Action, doch richtig unterhaltsam wird es aufgrund der mauen Story leider nicht. Die Laufzeit von fast 98 Minuten macht das Ganze dann noch länger als unbedingt notwendig. Bild und Ton haben Schwächen, einzig die Extras können überzeugen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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97:45 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Thailändisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- B-Roll
- Interviews
- Teaser
- Trailer
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Opapatika
Opapatika
Hoher Bodycount und wenig dahinter
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Thailand, 2007 Regie: Thanakorn Pongsuwan Drehbuch: Yutnathorn Kaewthong, Thanakorn Pongsuwan Darsteller: Somchai Kemglad, Leo Putt, Shahkrit Yamnarm, Athip Nana, Ray MacDonald
Label :
Splendid Entertainment
Verkaufsstart : 28.11.2008
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