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DVD-Besprechung - The Entrance
Story:
Ryan (Michael Eklund) ist ein ehemaliger Strafgefangener, der wegen Drogenhandels eingesessen hat. Doch der Knast hat ihn nicht geändert und er handelt weiterhin mit dem Stoff, der so manchen seiner Kunden ins Grab gebracht hat. Eines Abends geht er ganz normal ins Bett, doch als er aufwacht, befindet er sich in einer Art Kellerraum zusammen mit einigen anderen Männern. Ihnen werden ihre Missetaten durch einen Projektor gezeigt und dann müssen sie Spiele wie „Die Reise nach Jerusalem“ oder „Bingo“ spielen, um einen Verlierer zu ermitteln. Der Verlierer stirbt dann qualvoll. Doch Ryan kann entkommen und wendet sich an die Polizei. Der Polizistin Porhowski (Sarah-Jane Redmond) erzählt er seine abstruse Geschichte, doch diese kann und will ihm dieses Geschwätz nicht abnehmen und so bringt er sie in seine Gewalt und nimmt sie mit in die tödliche Tiefgarage.
Meinung zum Film:
„The Entrance“ ist nicht direkt ein Horrorfilm, sondern eher ein Mystery-Thriller. Es wird zwar auch getötet, doch der übersinnliche Gesamtkontext passt wirklich eher in die übersinnliche Welt und der scheinbaren Existenz von Dämonen und dem Teufel höchstselbst. Zunächst beschleicht den Zuschauer unter Umständen das Gefühl, dass es sich um einen experimentellen Film handelt, der irgendwelche kruden Ideen transportiert, allerdings verflüchtigt sich dieser Eindruck und es entwickelt sich eine interessante Handlung. Die umgesetzten Ideen basieren auf einer blühenden Phantasie und der Annahme, dass es tatsächlich den Satan gibt, der sich auf die Erde begibt, um sich am Leid der Menschen zu weiden. In diesem Fall hat er einen helfenden gefallenen Engel an seiner Seite, der für die Unterhaltung des Höllenfürsten verantwortlich ist.
Die Leute, die in den Katakomben der Tiefgarage um ihr Leben spielen müssen, sind allesamt Sünder. Zunächst bekommt jeder seinen persönlichen Sündenfall in einer Projektion gezeigt, angefangen vom Verkauf von Drogen über Kindesmissbrauch bis hin zur Vergewaltigung. Jeder von den Typen hat mächtig Dreck am Stecken und der Zuschauer wird so manipuliert, dass er die Tötung jedes Einzelnen hin nimmt, ja vielleicht sogar befürwortet. Es sind ja immerhin nur kriminelle Subjekte und üble noch dazu. Darauf baut dann der weitere Handlungsstrang auf, denn die Polizistin Jen Porhowski will so gar nicht in das Schema der Delinquenten passen, steht sie doch auf der Seite von Recht und Gesetz. Sie wird von dem Überlebenden Ryan in die Tiefgarage entführt, da die Macher des tödlichen Spiels dies für sein Leben verlangen.
Der undurchsichtige Hausmeister Joe spielt eine gewichtige Rolle in der merkwürdigen Geschichte, denn er kennt scheinbar die dunklen Ereignisse und er weiß auch, wie man dem Tod entkommen kann. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten, da ansonsten der Höhepunkt des Films erahnt werden kann. Sarah-Jane Redmond („Dich kriegen wir auch noch“) spielt ihren Part als Polizistin mit einer unbekannten Vergangenheit sehr überzeugend. Am Ende des Films kann man erkennen, dass es vorher schon einige kleine Hinweise zu ihrem Charakter bzw. dessen Vorgeschichte gab. Michael Eklund („Schwerter des Königs“) kann in seiner Rolle als Drogendealer, der vor seinem vorzeitigen Abgang flüchtet, ebenfalls gefallen. Er hat zwar in seiner bisherigen Karriere des Öfteren in Fernsehproduktionen mitgespielt, doch er hat eine gute Ausstrahlung, die ihm möglicherweise noch Chancen bietet.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist klar und wirkt angenehm realistisch. Die Farben sind ausgewogen und der Kontrast bietet sehr scharfe Konturen. Auch bei den häufigen dunklen Szenen bleibt jedes Detail gut erkennbar. Der Ton ist ebenfalls gut, wenn auch im Surroundbereich etwas dünn.
Als Extras gibt es zunächst den Originaltrailer und eine kleine Diashow. Danach kann noch ein Making Of von 16 Minuten abgerufen werden. Leider haben die Macher der DVD diesem weder eine deutsche Synchronisation noch deutsche Untertitel gegönnt.
Fazit:
„The Entrance“ ist kein lauter Film, sondern ein leiser Mystery-Thriller, der sich locker ansehen lässt. Er verfügt über einen guten Spannungsaufbau und verrät dem Zuschauer nie zu viel, so dass bis zum Ende die Unterhaltung anhält. Technisch ist alles in Ordnung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,66:1
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87:09 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Trailer
- Slideshow
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The Entrance
The Entrance
Spiele zur Unterhaltung des Teufels
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada, 2006 Regie: Damon Vignale Drehbuch: Damon Vignale Darsteller: Sarah-Jane Redmond, Michael Eklund, Ron Sauve, Frank Cassini, Taja Lee
Label :
Savoy Film Verkaufsstart : 09.01.2009
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