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DVD-Besprechung - Chaos
Story:
Angelica (Maya Barovich) ist zu Besuch vom College in ihrer kleinen Heimatstadt auf dem Lande. Zusammen mit ihrer Freundin Emily (Chantal Degroat) will sie auf einen kleinen Rave im Wald gehen und um ganz sicher gut drauf zu kommen, beschließen die beiden, sich ein paar Pillen Ecstasy zu organisieren. Sie treffen auf den smarten Swan (Sage Stallone), der ihnen verspricht, etwas versteckt zu haben. Er überredet die jungen Frauen, mit ihm zu kommen, um den Stoff zu holen, doch er führt sie in die Hölle, denn nicht die Drogen warten auf die beiden, sondern ein gesuchter Killer und Redneck namens „Chaos“.
Meinung zum Film:
„Chaos“ ist ein verstörender Film, in dem es um vier brutale Outlaws geht, die ganz einfach das machen, wozu sie Lust und Laune haben. Angeführt werden sie von einem kahlköpfigen Typen, der auf den schönen Namen "Chaos" hört und dessen Name Programm ist. Zart besaitete Gemüter sollten den Film nicht ansehen, selbst nicht die vorliegende geschnittene Fassung. Der Film unterliegt einer permanenten Brutalität und das eigentlich erschreckende ist der durchaus realistische Ansatz. Der Zuschauer kann sich vorstellen, dass das, was da passiert, auch im wirklichen Leben geschehen kann. Nicht zuletzt z.B. medienwirksame Aufnahmen aus Überwachungskameras in U-Bahnhöfen zeigen, wie sehr Menschen neben der Spur sein können. Und wenn dann noch ein gehöriges Maß an Schlichtheit hinzukommt, dann reduziert sich das rationale Denken eben mal auf die reine Bedürfnisbefriedigung.
"Chaos" ist ein sehr simpler Mensch und in seinen Handlungen direkt und alles andere als zimperlich. Da er in einigen Staaten der USA bereits gesucht wird, stellt er sich auf den Standpunkt, dass er dann eben so weiter machen kann wie bisher. Sie suchen ja nur nach ihm und haben ihn nicht. Er ist natürlich auf der Hut und versucht seine Taten nicht an die große Glocke zu hängen. Der Rest seiner Truppe ist ähnlich gestrickt, weshalb man sich kaum wundern kann, dass sie bei den mörderischen Spielchen bedenkenlos mitmachen. Hier kann aber auch ein Kritikpunkt festgestellt werden, denn ebenso schlicht wie die Bösewichte ist auch die Handlung. Sie reduziert sich darauf, dass zwei Mädels zu einem Open-Air-Konzert im Wald wollen und die Hände von einer Truppe von Gewaltverbrechern geraten. Im Prinzip war es dann auch schon bis zu den letzten fünf Handlungsminuten, in denen es noch kleinere Überraschungen gibt. Das ist in der Tat ein bisschen dünn.
Zu Beginn der Film hat der Zuschauer vielleicht den Eindruck, dies alles schon mal gesehen zu haben, doch die Konsequenz, in der die Brutalität die Überhand gewinnt, ändert im Verlauf des Films diese Ansicht. Es ist ein harter Vergewaltigungsstreifen, bei dem man schon mal schlucken muss. Dies ist zumindest der Eindruck den der Zuschauer von der geschnittenen Fassung mitnehmen kann. Wer die übrigen Szenen kennt, dem eröffnet sich ein vollkommen anderer Film, da die Härte wie ein Selbstzweck wirkt. Um gut zehn Minuten gekürzt reduziert sich die Brutalität teilweise auf das, was man sich in seiner eigenen Fantasie ausmalen kann. Der Film ist optisch weitgehend schmucklos und ohne irgendwelche Schnörkel inszeniert worden. Was dem Realismus gut tut, stört aber sicherlich so manchen Filmfan, der eben nun mal alles nett und adrett haben möchte. Die Kulissen sind fast schon trostlos und immer wieder staubig. „Chaos“ ist ein Film, der kontrovers diskutiert wird und dies durchaus zu Recht. Er ist unbequem, weil er eben zeigt, was passieren könnte.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist ordentlich und die Farben sind ausgewogen und realistisch. Lediglich der Kontrast zeigt leichtere Schwächen, dies aber nicht durchgängig. Der Ton kann nicht richtig überzeugen, da er sehr dünn wirkt. Kettensäge und Schüsse mit der Schrotflinte kommen nicht kernig genug herüber, um akustisch wirken zu können.
Es gibt lediglich zwei Extras in der Form einer Bildergalerie, sowie einer Gegendarstellung. Diese bezieht sich auf eine Kritik des Journalisten Roger Ebert. Mit deutschen Untertiteln versehen versuchen Produzent und Regisseur die Kritik zu entkräften. Es schon interessant zu lesen, worüber sich die Leute Gedanken machen und welche Intentionen sie aus dem Film ziehen.
Fazit:
„Chaos“ ist ein Film, der polarisiert. Ob seine Existenz notwendig ist, das muss jeder für sich entscheiden. Die vorliegende Filmfassung wirkt in der geschnittenen Version erschreckend. Das Bild ist gut, doch der Sound hätte mehr Kraft verdient gehabt.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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61:13 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Die Roger-Ebert-Kontroverse
- Fotogalerie
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Chaos
Chaos
Grenzwertiger Brutalostreifen
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2005 Regie: David DeFalco Drehbuch: David DeFalco Darsteller: Kevin Cage, Kelly Quann, Maya Barovich, Chantal Degroat, Stephen Wozniak, Sage Stallone
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 09.01.2009
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