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DVD-Besprechung - Cube
Story:
Mehrere Personen finden sich in quadratischen Räumen wieder, die zu allen Seiten hin Türen auf halber Höhe haben. Alle sind dort wach geworden und haben keine Ahnung, wie sie dorthin gekommen sind. Doch nichts ist wirklich fest, denn die Räume werden in regelmäßigen Zeitabständen automatisch verschoben. Obendrein gibt es Quader, in die tödliche Fallen installiert wurden und die Insassen dieses modernen Gefängnisses müssen jeden Raum erst einmal auf mögliche Gefahren untersuchen. Nach einigen Gesprächen wird ihnen klar, dass jeder irgendwie mit diesem unmenschlichen Projekt zu tun hatte und sie nun eine Art von Generalprobe sind. Doch sie geben nicht auf und versuchen trotzdem, aus dem Würfel heraus zu kommen.
Meinung zum Film:
Als „Cube“ 1997 veröffentlicht wurde, konnte niemand ahnen, dass die preiswerte Produktion Kultstatus bekommen könnte. Die Idee, dass Menschen in einem Gewirr von sich verschiebenden würfelartigen Räumen gefangen gehalten und auch getötet werden, ist ebenso simpel wie genial. Im Endeffekt ist der Gesamtkomplex eine Tötungsmaschinerie, wenn man nicht den Sinn der Raumnummerierung erkennt. Denn es gibt sichere Räume und es gibt Räume, die tödliche Fallen in sich bergen. Angefangen von Strom über Säureattacken bis hin zu Menschenfallen ist alles dabei. Die nächste Stärke des Films liegt in den ausgewählten Charakteren und deren jeweiligen Begabungen. Wer kann zu Beginn schon ahnen, dass sich ausgerechnet der autistische Kazan ein Rechengenie ist, der bei der Berechnung, ob ein Raum nun gefährlich ist oder nicht, als äußerst hilfreich erweist.
Wer sich in der Welt der Strafanstalten gut auskennt, der kann einen pfiffigen Insider der Filmemacher entdecken, denn die Namen der handelnden Personen Quentin, Kazan, Holoway, Alderson, Rennes Leaven und Worth sind allesamt die Namen von bekannten Gefängnissen. Somit ist die Funktion der quadratischen Anlage auch geklärt. „Cube“ kann von der ersten bis zur letzten Minute faszinieren und gehört zu der Gattung Film, die man sich immer wieder mal ansehen kann. In der Handlung geht es immerhin ja nicht nur um das Entkommen, sondern auch um die Gefahren, die von den Killerräumen ausgehen. Eine weitere Steigerung der Spannung ergibt sich aus der Figur des Quentin, denn der anfänglich sympathische Polizist erfährt eine gewaltige Veränderung und so sind nicht mehr nur die Räume eine Gefahr für die anderen, sondern auch Quentin.
Das Team der Schauspieler agiert sehr gut und jeder von ihnen spielt seine Rolle absolut überzeugend. Dies ist ein weiterer Garant für das Gelingen dieses spannenden Filmprojektes. Ironisch klingt es schon fast, dass eigentlich keiner von ihnen den Sprung geschafft hat und sie nach „Cube“ keine richtig großen Filmprojekte bekamen. Fernsehproduktionen und B-Movies waren darunter, doch nichts von wirklichem Rang und Namen. Bei allem Überschwang darf allerdings auch darauf verwiesen werden, dass es kleinere mathematische Fehler bei den Potenzen der Primzahlen gegeben hat, doch ernsthaft fällt dies niemandem weiter auf. Die Spezialeffekte sind gelungen und sowohl die Säuresequenz wie auch die Drahtfalle sind echte Hingucker und wurden z.B. von „Resident Evil“ oder „13 Geister“ kopiert. Sie sind nicht übermäßig brutal, doch die Freigabe ab 16 Jahren ist auf jeden Fall sinnvoll.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist sehr gut geworden und präsentiert sich in sehr ausgewogenen Farben. Der ebenfalls sehr gute Kontrast bietet jederzeit eine gute Erkennbarkeit der Details. Selbst einzelne Haarsträhnen sind als solche sauber erkennbar. Der Ton kommt satt aus allen Boxen und akustisch wird der Zuschauer ebenfalls in den Würfel gezogen.
Die Extras beginnen mit drei geschnittenen Szenen, wobei erläutert wird, warum diese nicht in den Hauptfilm übernommen wurden. Danach gibt es ein Interview von knapp über drei Minuten mit Nicole de Boer, welches sicherlich nicht sonderlich lang ist, aber ein paar Infos bietet. Knapp über eine Minute dauert der Vergleich zwischen Storyboard und Filmumsetzung. Wer möchte, der kann den Film mit einem englischen Audiokommentar von Regisseur Vincenzo Natali sehen. Den Abschluss bilden Texttafeln zu den Darstellern. Alle Extras, bis auf den Audiokommentar, wurden mit deutschen Untertiteln versehen.
Fazit:
„Cube“ ist auch heute noch ein packender Thriller, der mit einer genialen Story sein Publikum spannend unterhalten kann. Ein echter Kultfilm. Technisch bewegt sich alles auf einem hohen Niveau und es gibt nichts zu bemängeln.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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86:38 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Deleted Scenes
- Interview mit Nicole de Boer
- Storyboardsequenzen
- Darstellerinfos
- Audiokommentar
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Cube
Cube
Der Zauberwürfel mal in einer bösen Variante
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada, 1997 Regie: Vincenzo Natali Drehbuch: Ernie Barbarash, Vincenzo Natali, Andre Bijelic, Graeme Manson Darsteller: Nicole de Boer, Maurice Dean Wint, Andrew Miller, Nicky Guadagni, David Hewlett
Label :
Constantin Film
Verkaufsstart : 08.01.2009
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