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DVD-Besprechung - Alien Agent

Story:
Eine außerirdische Zivilisation steht vor ihrem Untergang, doch ihr Anführer hat Forscher ausgeschickt, um einen unbewohnten Planeten zu finden, auf den sie flüchten können. Die Erde wäre auch ideal, doch leben dort die Menschen und so steht sie nicht zur Diskussion. Das jedoch sehen einige aber ganz anders und leben bereits unter den Menschen, um ein Portal zu bauen, durch welches die Erde neu bevölkert werden soll. Der rücksichtslose Saylon (Billy Zane) leitet die Operation, die das Ende der Menschheit bedeuten würde und steht kurz vor seinem großen Ziel, doch ein Mann kann ihn aufhalten. Rykker (Mark Dacascos) wurde zur Erde gesandt, um Saylon und seine Ergebenen aufzuhalten.

Meinung zum Film:
„Alien Agent“ wurde konsequent als B-Action-Movie umgesetzt und der Glanz einer großen Produktion ist nicht vorhanden. Doch der Film ist recht ordentlich geworden, da die Action stets groß geschrieben wird und immer wieder gut dosiert eingesetzt wird. Die Geschichte selbst ist recht simpel und genretypisch gehalten, von daher darf der Zuschauer sicherlich keine Perle von einem Drehbuch erwarten. Der Vorteil ist eine gewisse Übersichtlichkeit in den Abläufen und man kann immer mal wieder den Raum verlassen, ohne etwas richtig Entscheidendes zu verpassen. Leider kann an den Kulissen erkannt werden, dass das Budget nicht unbedingt üppig war. Alte und ältere Gemäuer und viele Landschaftshintergründe wirken teilweise ein wenig trist. Bei der Sounduntermalung wurde zugunsten der akustischen Dramaturgie getrickst, wie sonst könnten Autoreifen bei einer Verfolgungsjagd auf einer sandigen Piste quietschen?

Die Charaktere sind bis auf den von Rykker und Julie eindimensional und so dreht sich eigentlich alles um die beiden Personen. Rykker gibt den Beschützer der Erde und insbesondere von Julie, während diese einfach nur jemanden sucht, an den sie sich hängen kann. Hieraus ergeben sich einige auflockernde verbale Späße, wenn sie ihn z.B. als Space-Cop bezeichnet oder am Wegesrand steht und lauthals ihr Schicksal als einsames Mädchen beheult. Hier darf gelacht werden, denn der Film wurde mit einem kleinen Augenzwinkern gedreht. Auch in den Actionsequenzen spiegelt sich dies in ungeheueren Übertreibungen wider. Auch wenn die Außerirdischen, auch Rykker, etwas robuster gebaut sind und eine Kugel nicht unbedingt sofort tödlich ist, so darf man doch bei einem Kugelhagel oder dem Beschuss mit einer Granate mehr körperliche Schäden erwarten als einen einsamen Steckschuss.

Trotz der Freigabe ab 18 Jahren ist aber zumindest eine Szene geschnitten. Wenn Sartek gegen Rykker kämpft, hat Rykker zu Beginn des Kampfes eine blutende Wunde an der Wange, obwohl es noch gar keinen Schlag gegeben hat. Ansonsten erwarten den Zuschauer nett gestylte Ballereien und gut choreografierte Kämpfe mit Händen und Füßen. Die CGI-Effekte wirken stellenweise recht preiswert, vor allem, wenn sich die Alienseelen aus den Kopfwunden verabschieden. Es sieht dann aus als würde billiger bunter Glitter umherschweben, was optisch nicht gut herüber kommt. Der große Wurf ist „Alien Agent“ nicht, aber wenigstens sieht man Mark Dacascos („Der Pakt der Wölfe“) und Billy Zane („Ritter der Dämonen“) mal wieder. Was an dem Film dann aber auf jeden Fall stört, ist der grauenhaft schlecht sitzende und viel zu große Anzug, der Dacascos verpasst wurde. Er sieht aus wie ein Bube, der erst noch in seinen Konfirmationsanzug hinein wachsen muss.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist überwiegend sehr klar und es zeigt sich kaum ein Rauschen. Die Farben vermitteln einen sehr realistischen Eindruck, als würde der Zuschauer direkt neben den Protagonisten stehen. Einzig der Sound hätte mehr Dampf verdient und so kommen die Schussszenen nicht ganz so wuchtig herüber, wie sie es sicherlich eigentlich sollten.

Als Extras gibt es zwei Trailer und eine Bildergalerie, die auch Bilder vom Dreh liefert.

Fazit:
„Alien Agent“ ist kein Muss, aber für B-Movie-Fans sicher eine Option für eine ordentliche Actionunterhaltung. Wer kleinere Längen und eine etwa maue Story akzeptiert, der darf einen Blick riskieren. Technisch ist die DVD in Ordnung.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
90:31 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Trailer 1
  • Trailer 2
  • Slideshow
Alien Agent - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Alien Agent -Agent des Todes
Alien Agent

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Dresche, um die Erde zu retten


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada, 2007
Regie:
Jesse V. Johnson
Drehbuch:
Vlady Pildysh
Darsteller:
Mark Dacascos, Amelia Cooke, Billy Zane, Rob Hayter, Emma Lahana

Label Deutschland :
MiG Film
Verkaufsstart Deutschland :
08.01.2009